Sonntag, 24. Januar 2016

Natural Horsemanship & Pat Parelli

Es ist in aller Munde: Das Natural Horsemanship (NHS). Es ist so sehr in aller Munde, dass man manchmal den Eindruck gewinnt, dass es alles und nichts ist. Manche Befürworter sehen darin schlicht eine positive Einstellung zum Pferd, die vom ruhigen und gewaltfreien Umgang geprägt ist. Böse Zungen nennen es ein sinnloses Wedeln mit einem orangefarbenen Stöckchen. Obwohl es für die einen ein Weg zu sein scheint, eine innigere Beziehung zum eigenen Pferd aufzubauen, gibt es andere, die sagen, dass die Pferde hier mechanisch und lustlos Übungen absolvieren und froh sind, wenn sie es endlich hinter sich haben. Da (abgesehen von Tierkommunikatoren) noch niemand ein Pferd dazu befragen konnte, bewegen wir uns im Bereich der Spekulationen.
Weniger umstritten ist die Tatsache, dass der Begriff Natural Horsemanship vom US-Amerikaner Pat Parelli geprägt wurde, der ein gleichnamiges Buch geschrieben hat, was vor 20 Jahren auch in deutscher Sprache erschienen ist. In diesem Buch spricht Parelli noch vom lateralen Longieren, stellt bestimmte Techniken vor, macht aber hier schon deutlich, dass Einstellung und Techniken nur ein paar Bestandteile des großen Ganzen sind. Parelli hat das Rad nicht neu erfunden, aber er hat sich die Mühe gemacht, bei den großen Horsemen seiner Zeit zu lernen und er versäumt auf keiner Veranstaltung, den Namen dieser Horsemanship-Legenden zu nennen: Troy Henry, Ray Hunt, die Dorrance-Brüder und Freddy Knie senior – um nur einige wenige zu nennen. Parellis einzigartiger Verdienst ist es, dass er Pferdewissen, dass so alt ist, dass es schon wieder neu ist zu einem bisher einzigartigem erlernbarem System zusammen gefasst hat, das heute unter dem Begriff der sieben Spiele bekannt ist. Es ist aber nicht so sehr ein Programm, wo Pferde etwas lernen sollen, sondern besonders in den ersten Levels eine (Pferde) Menschenschule.

IMG_0057.JPGIm ersten Level lernt der Mensch nur Bodenarbeit, als Fortgeschrittener das Reiten auf allerhöchsten Niveau über Travers und Schulterherein zum fliegenden Galoppwechsel. (WEITERLESEN)


Das heutige Video des Tages ist meine Level 4 Freestyle-Audition bei Parelli, wo ich ohne Kopfstück fliegende Galoppwechsel, einen Sprung und einiges mehr zeigen musste:





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