Freitag, 8. Februar 2019

Making of Enthüllungsroman "Die Pferdemafia - zwischen Pferdeprofis und Mustang Makeover"

Zündende Idee kam erst im zweiten Anlauf


Das ist zwar kein Enthüllungsroman, aber auch spannend
Es sollte eigentlich ein Buch über die Pferdeprofis werden, als ich vor anderthalb Jahren die ersten Zeilen zum Enthüllungsroman schrieb. Doch damals war die Idee "Enthüllungsroman" noch gar nicht geboren. Ich fand nicht den richtigen Dreh, entlarvte auf 30 Seiten fadenscheinige Argumente der Fans wie "Du bist doch nur neidisch" oder "Die Sendung ist doch nur Unterhaltung" uvm., wollte darüber berichten, wie sich Bernd Hackl in der Urheberrechtsklage gegen mich geäußert hat - er hat z.B. behauptet, er hätte mein Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" wegen Plagiats abgelehnt, als er noch Mitverleger im Pepper-Verlag war. Der Enthüllungsroman liefert Beweise dafür, dass er erstens gelogen und zweitens sich selbst des Plagiats schuldig gemacht hat. Nicht uninteressant, aber irgendwie doch noch nicht rund und mitten im Schreibprozess wurde damals bei einem Zirkuskurs von Peter Pfister ein Pferd getötet: Nun hatte ein anderes Buchprojekt Vorrang (Cover rechts).

Schon war der Winter vorbei, die Jahreszeit, in der ich Bücher schreibe: Der Pferdeprofis-Buchentwurf staubte vor sich hin, bis ich Lisa Eggert kennen lernte und die hatte die zündende Idee und schrieb mir eine PN, die mich zu einem roten Faden inspiriert hat (unter der Buchwerbung abgedruckt). Das Buch sollte einen Bogen schlagen zwischen Pferdeprofis und dem Mustang Makeover - einfach die Idee aufgreifen, wie man heutzutage Trainer wird: Entweder als Star im TV und auf Messen oder beim Mustang Makeover mit Halsring, im Wallekleid und Pferden, die gar nicht mehr aufhören sich hinzulegen (ich habe übrigens einen Ex-MMO-Mustang kennengelernt: Der war bei einem Zirkuskurs, damit er aufhört, sich hinzulegen, sobald man ihn irgendwie berührt. Auch die Geschichte wird im Buch erzählt - in einer Reportage).

Lisa hat sich dann fleißig mit Beiträgen am Buch beteiligt, bspw:
  • Essay zum Mustang Makeover: Wo kommen all die Indianerinnen her?
  • Pferdeprofis Unterhaltung? Die Bildsprache straft diese Behauptung Lügen
  • Vorschlag zur Mindestqualifikation im Pferdebereich
und mit einem Vorwort, wofür mir nachher der Platz fehlte. Dieses Vorwort ist fast schon ein Gegengewicht zum Buch, denn wo im Buch die Mindestqualifikation für Pferdetrainer gefordert wird, zeigt das jetzt outgesourcte Vorwort auch die Nachteile von zu vielen Reglementierungen auf, warnt davor vom einen Extrem ins andere zu geraten. HIER nachzulesen.

Mit Lisas Hilfe entstand ein bunter Blumenstrauss der deutschen Scharlatane: Das Buch nahm endlich Gestalt an und die Ideen überschlugen sich regelrecht.

Oder eigentlich flogen sie mir zu - wie ja auch die Klage vor Gericht, wo sich Bernd Hackl sozusagen, um Kopf und Kragen redet, weil Screenshots das Gegenteil seiner Worte beweisen, war nur ein Anfang. Im Laufe des Jahres 2019 lieferte mir das Universum Thema für Thema, was den Titel Mafia beinahe unvermeidbar machte. Was genau das ist, was alle verbindet, will ich an dieser Stelle nicht verraten - ein bisschen Spannung muss sein. Deswegen nur ein paar Stichworte:
  • Besitzerin von Haflinger Nero deckt auf: Trainingserfolge der Pferdeprofis sind Lug & Trug
  • Nur im Buch: Martins Rütters Mina TV schreibt an Bea Brozehl - was wohl?
  • Serenity Horses fordert per Video Selbstzensur von Pferdeprofis Kritikern
  • Ich fliege aus der Facebook-Gruppe Wittelsbuerger und weiß nicht warum
  • Ist Sandra Schneider aus der Sendung Pferdeprofis geflogen? Informanten plaudern ...
  • Peter Pfister wird verurteilt, bleibt aber der Presse gegenüber bei der Unfall-Version und verkauft sich trotz Verurteilung als besonders sanft, während er zeitgleich Turnierreiter-Bashing betreibt (dieses Bashing gegen Turnierreiter ist auch Thema im Buch)
  • Ich lerne Uwe Jourdain kennen und erlebe bei einem Kursbesuch mein blaues Wunder (Einstiegsreportage dürfte als Vorschau vorhanden sein)
Und dann schrieb es nur so aus mir heraus und ich habe angefangen zu wühlen. All den selbsternannten Pferdetrainern, die in Deutschland Rang und Namen haben, habe ich auf den Zahn gefühlt: Die Sandra-Schneider-Akademie, nachgeworfene Trainerscheine von Michael Geitner, wissenschaftlicher Unfug über die Farben blau und gelb und der Unsinn über die angeblich nicht verknüpften Gehirnhälften und zum Thema Wissenschaft: Wie sehr werden die Leute beim Thema positive Verstärkung an der Nase herum geführt ... und plötzlich war mir klar: Das wird ein Enthüllungsroman und damit kam eine weitere Wende, denn Literatur muss auch literarischen Gesetzen folgen: Es muss einen Höhepunkt geben, die Spannung muss immer mal wieder ansteigen und abfallen, damit es den Leser nicht zu sehr anstrengt. Dieses Mal hatte mein Sohn, der Geschichte und Literatur studiert, eine weitere zündende Idee: Nicht nur ein Höhepunkt, sondern zwei. Und diese zwei Höhepunkte sind bitterböse Satiren. Nach Aussage meines Sohnes das Beste, was ich je geschrieben habe.

In diesen Satiren (das Buch ist durchsetzt davon) mache ich mich erst über die Sandra Schneider Akademie lustig und wenn man denkt, der Horrorfilm ist zu Ende, das Monster besiegt, dann geht es noch mal rund. Okay, ist keine Literatur, aber was in Filmen funktioniert, soll fürs Buch auch recht sein. Und für den Fall, dass jemand die jeweiligen Vorgeschichten nicht kennt, gibt es eine Playlist zum Buch - in order of appearance.


Beim Mustang Makeover gibt es auch allerlei zu enthüllen - hier hat sich Hardy Lahn mit Gastbeiträgen beteiligt - ein Deutscher, der in die USA ausgeliefert wird und aufzeigt wie echte HIlfe für die Mustangs aussieht, denn in den USA engagieren sich Non-Profit-Organisationen, die Land für die Mustangs kaufen, damit diese in Freiheit leben können.

Damit der Leser keinen Herzinfarkt bekommt, liefere ich zwischendurch auch mal stinknormale Informationen - meistens in kleine Geschichten und Anekdoten verpackt:
  • Ist Satire Comedy? Auch Bernd Hackl versucht sich in Satiren ...
  • Betreibe ich unseriösen Journalismus? Journalistische Darstellungsformen sind mehr als nur Berichte und Meldungen ...
  • Was ist eine Meinung? Wahr oder unwahr - das ist hier die Frage ...
  • Warum ist so wichtig, auch kritische Meinungen zu äußern, denn kritische Meinungen sind Bausteine unserer Demokratie, die von Diskussionen lebt.
Na ja, den Rest findet ihr ja im Inhaltsverzeichnis, bis auf das Vorwort und noch ein anderes Mini-Kapitel, das aus Platzgründen raus aus dem Buch musste, weil dann doch vielleicht doppelt und auch nicht spannend genug:


Wenn ihr mir etwas Gutes tun wollt, dann bestellt ihr meinen Enthüllungsroman bei Books-on-demand, wo ich etwas mehr verdiene, aber die ausführlicheren Leseproben findet ihr bei Amazon:



Eine der inspirierenden Nachrichten von Lisa Eggert, worauf wir uns zum persönlichen Gespräch getroffen haben: >Hey, die Idee finde ich super. Vielleicht lohnt sich da auch ein "historischer" Abriss. Ich habe vorhin überlegt, dass diese ganze Idee von "alternativem" Pferdetraining in Deutschland ja erst so zu Beginn der 90er mit Leuten wie Monty Roberts und Buck Branaman aufgekommen ist. Danach ist diese Szene ja quasi explodiert. Immer in Abgrenzung zum "bösen Alten". Dabei kommen ja Branaman und Roberts aus einer ganz anderen Reittradition. Die hatten ja das Brechen von Arbeitspferden vor Augen. Das ist ja gar nicht das, was hier passiert ist. (dass auch die FNler mittlerweile zu schnell arbeiten, ist ja eine neuere Entwicklung). Eine krude Idee von Horsemanship hat sich dann irgendwie im Freizeitreiter-Bereich verselbstständig. Bis dahin, dass offensichtliche Amateure (wie Sandra Schneider oder diese "Mädchen" beim MMO) einfach per Selbstbezeichnung "Profis" oder Trainer werden. Und immer geht es darum, dass die "Anderen" fies und gemein sind und immer schon kein Herz für die armen Pferde hatten. Interessant ist ja auch dieses ewige Gebashe gegen die Turnierreiterei mit dem Argument es ginge da ja nur ums Geld - als würde es bei den Pferde-Profis (auf einem Privatsender!) oder beim MMO nicht ums Geld gehen. Ist auf jeden Fall super spannend, da mal länger und komplexer drüber nachzudenken. Dir einen schönen Abend.<


Samstag, 5. Januar 2019

Wie motiviere ich ein lustloses Pferd in den Galopp

Herzlichen Glückwunsch der Gewinnerin des 12-Oaks-Adventsspiels 2018, die zusammen mit ihrem Kjandor vor einem Jahr in unseren Daily News vorgestellt wurde.

"It's not about the gate"


Heute gibt es eine Kundengeschichte und zwar habe ich im Kundenkreis ein Fjordpferd, das ähnlich faul ist wie unser Cisco, aber Kjandor heißt. Vom Naturell her sind solche Pferde für alles zu begeistern, was denn laaaaangsam ist und da gehört Galopp definitiv nicht dazu und an dieser Gangart brechen sich bei diesen Pferden dann Trainer jeglicher Couleur gerne die Zähne aus. Mehr als ein paar Sprünge Galopp konnte ich im letzten Sommer auch nicht aus Kjandor heraus kitzeln. Im Winter heißt die Devise ja ohnehin traben und das war dann mehr so ein "Wenn-es-denn-sein-muss"-Dingen. 

Montag, 17. Dezember 2018

Zu Weihnachten: Ponygeschichten in all unseren Blogs (Gastbeitrag)

Von Martina Meyer 

Reitunterricht hätten mir meine Eltern nie bezahlt. Selbst als ich einen kleinen
Ponyhof (war auch Verleihhof) fand, bei dem ich mich um die Ponys kümmern durfte, fanden es meine Eltern nicht in Ordnung. Habe nie verstanden warum. Es kostete sie kein Geld und es war wirklich nicht sehr weit von zu Hause entfernt.
Da war oberstes Gebot, die Tiere (es gab da auch Hühner, Schafe usw) werden nicht geschlagen und wer regelmäßig sich kümmert, dem standen alle Türen offen.
Lustigerweise waren es die gleichen Regeln, die auf dem nächsten Hof waren.
So fing man mit Ausmisten und Abäppeln an. Nachts waren sie in eine Art Laufstall und tagsüber draußen auf der Koppel.
Wir, ich war damals mit einer Schulfreundin dort, sollten zum Anfang erklären, ob wir schon mal mit Pferden zutun hatten.

Mittwoch, 21. November 2018

Endlich erfolgreiches Training mit Halfinger Nero - das Pferd, an dem VOX-Pferdeprofis gescheitert sind


Im Enthüllungsroman wird auch über die neueste Entwicklung im Fall
Nero berichtet: Bea erhielt Post von Mina TV (Produzent der Pferdeprofis)
Sag es mit Bildern, ist eine altbekannte Regel im Journalismus, aber in diesem Blogbeitrag möchte ich es euch einmal mit Videos sagen, denn ihr findet die Chronologie des Falles Nero - der letzte Fall von VOX-Pferdeprofis Sandra Schneider, an dem sie (wohl nicht zum ersten Mal) gescheitert ist. Manche der Videos kennt ihr wahrscheinlich schon, aber der Blogbeitrag soll helfen auch die zu finden, die ihr vielleicht verpasst habt - ich beginne hier einfach mit dem Ergebnis - dem letzten Video der Nero Reihe im Youtube-Kanal Nicola Steiner Horsemanship. Dabei gab es eine Challenge (Video rechts): Gelingt es Bea ihn zwei ungeschnittene Runden im Trab zu reiten, ohne dass er über die Schulter ausbricht??? Außerdem im Video: Haflinger Nero wird von Profitrainer Olli Neuhaus geritten (etwa fünf Mal insgesamt, seit Nero verkauft wurde) und es zeigt sich: Das angeblich von den VOX-Pferdeprofis korrigierte Pferd war gar nicht korrigiert - im Gegenteil - Informanten berichten, dass Nero sich durch die dilettantische "Ausbildung" durch Sandra Schneider verschlechtert haben soll:



Das nächste Video ist das Erste der Reihe, das worüber Bea und ich uns kennengelernt haben.


Also - zurück auf Anfang: Der Skandal begann mit einer Folge der VOX-Pferdeprofis, in der eine Teilnehmerin von Sandra Schneider regelrecht an den Pranger gestellt wurde (HIER nachzulesen, wenn ihr im verlinkten Gastbeitrag von Lisa Eggert nach unten scrollt). Der Zuschauer hatte in dieser Folge den Eindruck, dass diese Teilnehmerin erstens nicht reiten kann und sich zweitens nicht um ihre Tiere kümmert. Sie erntete von Sandra nicht nur spitze Bemerkungen, sondern auch himmelswärts gerichtete und verächtliche Blicke. Die Szenen, die ausgewählt wurden, waren genau die, in denen der Reiterin etwas misslungen ist. Herausgeschnitten wurden hingegen genau die Szenen, wo der Pferdebesitzerin Bea Broszehl Reiten und Bodenarbeit gut von der Hand gingen.
Die Besitzerin des zu korrigierenden Haflingers Bea Broszehl war stinksauer und hat mir Videomaterial zum Zweck der Veröffentlichung zugespielt (z.B. das links eingeblendete, wo sie erzählt, dass der Trainingserfolg nur vorgetäuscht wurde).
Szenen aus folgendem Video, isbd. die Eingangs- und die Endszene beweisen widerum, dass Bea Broszehl die Wahrheit sagt (der mittlere Teil repräsentiert zwar ein "Nachher", was aber nicht auf Sandras Mist gewachsen ist - dazu unten mehr). Seht nun unveröffentlichte Szenen vom ersten Treffen von Sandra Schneider, Besitzerin Bea und Haflinger Nero - der Gerüchteküche zufolge Sandras letzter Fall, denn Produzent Martin Rütter soll ihrer gekündigt haben (der Grund, warum Schneider den Rosenhof verlassen musste, der Rütter gehört):

Sonntag, 7. Oktober 2018

#Hambibleibt: Ein Bericht von der Großdemo am 06.10.18 - Gastbeitrag von Lisa Eggert


Ein schöner Wald (alle Bildtitel von Lisa E.)
Eigentlich ist dies ja ein Natural-Horsemanship-Blog. Aber getreu Parellis Motto "Keep it natural" geht es heute um Umwelt- und Klimaschutz. Hier ein weiterer Gastbeitrag von Lisa Eggert, die bereits in den letzten Monaten einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die VOX-Pferdeprofis geworfen hat (Hier geht es zu TEIL 1, in dem es um Bildsprache geht, TEIL 2 mit dem Fall Hidalgo von Bernd Hackl & TEIL 3 mit zwei Fällen von Sandra Schneider, u.a. ihr wahrscheinlich letzter Fall: Der Haflinger Nero), aber jetzt zu einer spannenden Reportage mit dem Hashtag: Hambi bleibt

Was war das nervenaufreibend. Erst heißt es: Großdemo wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Dann am Freitag die unfassbare Erleichterung. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilt, dass die Rodung des Hambacher Forstes erst einmal gestoppt wird. Und einige Stunden später kippt das Verwaltungsgericht Aachen das Demonstrationsverbot. Wahnsinn. Aber der Reihe nach.

Sonntag, 9. September 2018

VOX Pferdeprofi Sandra Schneider & ihre Fälle Emmy Lou & Nero


Warum gibt es die Sendung "VOX-Pferdeprofis"? Und für wen soll das eigentlich sein? In Teil 1 ging es allgemein um die Sendung und die Elemente, mit denen offenbar ein gewisser Eindruck vermittelt werden soll. Teil 2 und 3 befassen sich nun mit einer bestimmten Folge – die Folge mit dem Connemara-Mix Hidalgo und der Stute Emmy Lou (Erstausstrahlung am 21.04.2018).

Emmy Lou, Galoppbuckeln und die Traumaerzählung

Sandras Fall wird in dieser Folge zur Kulisse ungefähr aller weiblichen Klischees. Los geht’s damit, dass der Kommentator uns darauf hinweist, dass Sandra heute einen Ausflug in die Englischreiterei macht. Ich habe ja noch nicht verstanden, welche Reiterei normalerweise ihre ist – per Ausschlussverfahren der Reitereien, in denen ich mich genau so viel auskenne, um zu erkennen, dass Frau Schneider sie nicht betreibt (Western, Englisch und Akademische Reitweise), bleibt vielleicht noch Gangpferdereiten, aber das scheint mir auch falsch. Nachdem wir nun wissen, dass wir in Bochum sind (Ganz kurz als Kind des Ruhrgebiets: Seht ihr? Es ist überhaupt nicht nur grau und hässlich hier!), erzählt uns Sandra in die Kamera, dass die Stute Emmy Lou „in ihrer frühen Jugend eigentlich eine erfolgreiche Karriere als Springpferd begonnen hat, jetzt aber gar nicht mehr so richtig reitbar ist.“ Nennt mich pingelig, aber das klingt doch fast als hätte Emmy Lou damals nach erfolgreich abgeschlossenem Remonte-Abi beschlossen Springpferd auf Bachelor zu studieren. Was heißt in ihrer frühen Jugend? Da wären vielleicht mal genauere Angaben sinnvoll. Und soll das jetzt sowas werden wie: Sie hatte eine großartige Karriere als Ballett-Tänzerin vor sich, aber dann kam da dieser Unfall und jetzt kämpft sie sich zurück?

Donnerstag, 23. August 2018

Problempferd Hidalgo lässt Bernd Hackl Wasserski fahren - VOX-Pferdeprofis - Gastbeitrag #2


Ein kulturwissenschaftlicher Blick auf die Vox-Pferdeprofis Teil 2 (Teil 1: HIER)

Warum gibt’s die eigentlich, diese Vox-Pferdeprofis? Wieso geht ein Fernsehsender wie VOX hin und legt solch ein Help-Format auf? In Teil 1 ging es allgemein um die Sendung und die Elemente, mit denen ein gewisser Eindruck vermittelt werden soll. Teil 2 und 3 befassen sich nun mit einer bestimmten Folge – die mit dem Connemara-Mix Hidalgo und der Stute Emmy Lou (Erstausstrahlung am 21.04.2018).

Vom Pferd erzählen – ein genauer Blick auf die Folge mit Hidalgo und Emmy-Lou

In Teil 1 erinnert das Bild die Gastautorin Lisa Eggert an ein Geschwisterpaar,
das gemeinsam Pferde trainiert. Dort wird die Bildsprache analysiert.
Ganze 45 Minuten gibt VOX beiden Fällen, um erzählt zu werden – Nettozeit, ja ich habe mal alle Dopplungen etc. rausgestoppt. Das sind gerade einmal 22,5 Minuten pro Fall. Das mag als Werberahmenprogramm für einen Privatsender viel sein. Wer mal am Stall diese Geschichte erzählt hat, wie das erste eigene Pferd / die letzte Reitbeteiligung / das Pony einer Freundin mal eine Unart entwickelt hat und wie man die dann wieder raustrainiert hat, wird sich vielleicht daran erinnern, dass das Ganze irgendwie auch schon so fast zwanzig Minuten gedauert hat. (Vielleicht liegt es daran, dass an Reitställen generell schwarze Löcher sind, die Stunden schlucken, während man nur kurz mal eben dem Pony guten Tag sagen will oder heute echt mal nur das Allernötigste macht). In jedem Fall ist das nicht massiv viel Zeit, die da zur Verfügung steht. Erzählt werden müssten eigentlich: die Vorgeschichte, der Status quo, die Problemdiagnose, der Lösungsansatz, die Arbeit zur Lösung des Problems, dann die Lösung selbst bzw. die Situation nach dem Training und schließlich wie es dann am Ende mit Pferd und Besitzer*innen weitergeht. Den letzten Punkt verschweigt uns die Sendung grundsätzlich – vielleicht aus gutem Grund, ein Schelm, wer ... und so weiter.

Mittwoch, 11. Juli 2018

VOX-Pferdeprofis: Die erzählen uns doch einen vom Pferd - Gastbeitrag

Ein kulturwissenschaftlicher Blick auf die Sendung

von Lisa Eggert

Die Autorin mit Reitbeteiligungspferd "Manni"
Warum gibt’s die eigentlich, diese Vox-Pferdeprofis? Also, nicht, dass ich an der Existenzberechtigung von Sandra Schneider und Bernd Hackl persönlich zweifeln möchte – daran, ob sie berechtigterweise als Expert*innen bezeichnet werden, vielleicht schon. Profis sind sie halt deshalb, weil sie nun mal ihr Geld mit Pferden verdienen (Das tut allerdings auch ein Schweinebauer, der seinen Stall für Pferde umgebaut hat oder der Futterlieferant, insofern ist der Begriff auch einfach hohl, weil auch die nicht zwangsläufig Plan von Pferden haben müssen). Nein, warum gibt es so eine Sendung? Wieso geht ein Fernsehsender wie VOX hin und legt solch ein Help-Format auf? Und für wen soll das eigentlich sein?

Für Reiter*innen – falls ihr euch wundert, was diese Sternchen sollen, ich hab‘ da so ‘nen Fimmel mit gendern; ist mir halt wichtig, niemanden bloß „mit zu meinen“, sondern möglichst alle mit zu nennen. Nochmal, für Reiter*innen allein kann die Sendung nicht gemacht worden sein, dafür sind wir einfach zu wenige. Außerdem hätte man dann Werbedeals mit Eskadron und Professional Choice abgeschlossen – was vielleicht auch schön wäre, weil Sandra von Eskadron zwar auch bunt aber immerhin farblich extrem gut abgestimmt gekleidet würde. Nein – und vielleicht ist das auch schon der Knackpunkt – Reiter*innen oder überhaupt Leute, die Ahnung von Pferden haben, sind gar nicht die primäre Zielgruppe. Das heißt jetzt nun aber nicht, dass die deshalb machen können was und wie sie wollen. Es heißt aber, dass es kein Format ist, das Pferdeleuten etwas beibringen will. Es zeigt sehr wohl aber einen Ausschnitt aus „unserer Welt“ und vielleicht liegt ein gerüttelt‘ Maß an Ärger über die Sendung darin, dass wir uns falsch dargestellt fühlen – dass da eine falsche Geschichte über Pferde, Reiten und Horsemanship erzählt wird.
Mich interessiert nun aber erst einmal, wie diese Geschichte erzählt wird und das schon so von Berufs wegen. Ich promoviere in der Literaturwissenschaft und habe neben dem Fimmel für Sternchen in Worten einen für’s Erzählen – und einen für Pferde. Und daher dachte ich, dass es vielleicht mal eine gute Idee sei, sich die Erzählstruktur und ein paar Motive bei den Pferdeprofis genau anzuschauen. Ich gelobe auch, möglichst wenig mit Fachbegriffen um mich zu werfen. Es geht mir auch eher darum, zu den verschiedenen Aspekten der Sendung mal ein paar Gedanken zu sammeln und vielleicht kommen von euch auch noch einige dazu – das würde mich freuen. Und los geht’s!

Donnerstag, 28. Juni 2018

Actioncam-Test: Westernreiten & Horsemanship-Abenteuer zwischen Ruinen & Höhlen


Eigentlich haben wir uns eine Actioncam gekauft, um Tutorials fürs Westernreiten zu machen - herausgekommen ist aber erst einmal nur ein zweiteiliges Westernquiz und ein Video von Impressionen vom Turnier (Playlist oben). Denn wer "A" sagt, muss ja bekanntlich auch "B" sagen und der Kauf einer Actioncam zieht für uns einen Rattenschwanz an Ausgaben hinter sich her, aber dazu unten mehr ... Beim dritten Video in der Playlist oben (Murphys Law auf dem Westernturnier) haben wir uns selten dämlich angestellt, als wir auf Youtube die schlechteste Bildqualität ever erblickten: Wir dachten, wir hätten vergessen, PAL einzustellen oder die Fotos im Video würden die Qualität verringern, dabei war das nur der 360-P-Club von Youtube: Was neu hochgeladen wird, hat in den ersten Stunden nur diese geringe Qualität ... Das war zu einfach.

Dienstag, 10. April 2018

Making of WDR-Beitrag Nr. 4: 12 Oaks Ranch mal wieder im TV


Infos & Termine zu unseren Reitferienwww.12oaks-ranch.de/reitferien/

Aktuelle Termine: 12oaks-ranch.de/reitferien/
Die Kamerafrau, die vor zwei Jahren den Wellendorf-Beitrag (Video unten / von den Dreharbeiten berichte ich HIER) gedreht hat, hat uns für einen Beitrag empfohlen, in dem es um das Ende der Osterferien geht, was ja auch ein Ende der Reitferien ist. Zu Ostern hatten wir einen Schnuppertag im Angebot und der war am Donnerstag, aber bei 18 teilnehmenden Kindern, wäre uns das Kamerateam wohl im Weg gewesen. Macht nichts, denn am nächsten Tag war bei uns auch schon wieder full house: Ein gutes Dutzend reitbegeisterte Mädels waren zum Ferienreitunterricht gekommen. 

Heute erzähle ich Euch wie dieser Dreh im Detail abgelaufen ist, denn für diesen Beitrag von vier Minuten, war der WDR (Lokalzeit Köln) drei Stunden bei uns und danach wurde im Studio stundenlang geschnitten, damit der Beitrag schon am selben Tag auf Sendung gehen konnte. Den Job der Einverständniserklärungen hatte ich der Reporterin abgenommen, denn bei Kindern kommt noch Bürokratie hinzu. Somit sind wir mitten eingestiegen ins Geschehen "Reiterhof".

Freitag, 16. März 2018

#1 Rettet & erhält man Mustangs, indem man sie nach Deutschland exportiert?

zu den anderen Teilen der Gedanken von Hardy Lahn zum deutschen Mustang Makeover:     EINLEITUNG    //    TEIL 2     //      TEIL 3       //    HARDYS VITA

Es erschliesst sich mir nicht Wildpferde in ein von Hauspferden völlig überlaufendes Land zu fliegen wo ein, für mich artgerechter Erhalt von einheimischen Pferden schon sehr schwer geworden ist. Deutschland ist ein Land, wo der Pferdemarkt mit hochspezialiserten Pferden, bester Abstammung überlaufen ist. Ein Land wo unzählige Hengstbesitzer Mühe haben, noch genügend Decksprünge zu verkaufen, da es in jedem Hinterhof von "zufälliger" Nachzucht nur so wimmelt und wo die Gnadenhöfe überlastet sind und sich bei bestem Willen keine artgerechte Haltung leisten können.

Donnerstag, 15. März 2018

Kettenrasseln & Drohung mit Strafanzeige: Kreuzen der Klingen per E-Mail mit Mustang Makeover

Gelöschtes MMO-Video ist wieder hergestellt


UPDATE: Meine Gegendarstellung gegen das Löschen meines React-Videos über das Mustang Makeovers (oberhalb) war erfolgreich. Das MMO war nicht berechtigt, das Video zu löschen. Details im Monat April der 12-Oaks-News Dort bitte nach unten scrollen, um ist die Vorgeschichte, die Rechtsgrundlage und die eMails von Youtube nachzulesen - unterhalb des 2. Videos hier im Blog findet ihr hingegen meine eMails ans MMO, denn ich hatte es erst einmal im guten versucht.

MEHR ZUM MMO IN DEN THEMENMONATEN: 2017 von mir & 2018 von Hardy Lahn aus den USA

Das Mustang Makeover bzw. der Verein American Mustang Germany (sind eh dieselben, auch wenn sie sich gegenseitig spenden) hat unrechtmäßig eines meiner React-Videos entfernen lassen - trotz Zitatrecht, trotz Fair Use. Ich habe aber zunächst versucht, eine gütliche Einigung zu erzielen, die gescheitert ist. Unterhalb des Videos findet ihr meine eMails an Michael und Silke Strussione - Veranstalter des MMO. Das Video ist die Reaktion auf die Weigerung, das Video wiederherzustellen. Aber das macht nichts: Ich habe bei Youtube eine Gegendarstellung eingereicht und das dauert zwar länger, wird dann aber auch seinen Lauf nehmen.

Dass Strussione sich bei der Veranstaltung aufs Filmverbot stützt, dürfte jurisitsch auch keinen Bestand haben (und gegen mich sowieso nicht, ich habe ja nicht gefilmt) - hier ist nachzulesen, dass der Veranstalter nicht verlangen darf, dass bereits getätigte Filme gelöscht werden müssen - tut er es doch, dann würde sich Strussione des räuberischen Diebstahls schuldig machen: www.mein-html.de/photorecht.pdf




Lieber Michael, liebe Silke,

wegen des von Euch vorübergehend deaktivierten Videos habe ich bei Youtube eine Gegendarstellung eingereicht (BITTE HIER NACH UNTEN SCROLLEN: http://www.12oaks-ranch.de/blog/ ). Dies dauert erfahrungsgemäß ein wenig bis zur Wiederherstellung, weswegen ich Euch - auf Anraten von Youtube (Screenshots in o.g. LINK) - in aller Höflichkeit bitte, Eure Forderung zur Löschung des Videos zurück zu nehmen.

Fakt ist, dass ihr nicht Urheber der gezeigten Szenen seid. Es handelt sich um private Handyaufnahmen und nicht um Aufnahmen des MMO. Ich habe mich diesbezüglich von dem Fachanwalt für Urheberrecht beraten lassen, der mich auch erfolgreich vertreten hat, als Bernd Hackl mich wegen eines Bildzitates (Buchcover) verklagt hatte (Video hierzu ganz unten). Die Klage seines Verlages wurde abgewiesen und der Richter hat mir Recht gegeben: Ich durfte das Bild verwenden, obwohl ich im Fall Hackl NICHT Urheber war und die Urheberschaft ganz klar bei Bernd Hackls Verlag lag, der keine Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt hat. Das Gericht hat schon nach wenigen Monaten entschieden und selbstverständlich habe ich darüber berichtet, was dann ja peinlicher ist als die ursprüngliche Berichterstattung, weil ich das ja dann auch wieder zum Anlass nehme, um über den Prozess zu berichten, z.B. mit diesem Video: