Freitag, 30. Juni 2017

MMO-Finale: Buckelnde Pferde, die austreten und sich losreißen

Das wurde beim Mustang Makeover als Vertrauen gehandelt. Ich finde, dass das Pferd keine Wahl hat, denn es ist blind -
würde es buckeln oder losrennen, dann bricht es sich womöglich alle Knochen (dies ist nur ein Ausschnitt - das ganze 
Bild ist hier: https://www.facebook.com/LuukTeunissenAusbildungszentrum/ - der Ritt auf Video bei echo-online.de)
Ungehorsam von Pferden gab es häufig beim
MMO - einen Ausschluß gab es auch dort
nicht und niemand wurde übers Knie gelegt,
wie es der MMO-Veranstaler hier fordert
Ich war ja nicht da, aber wenn man die Berichterstattung auf Facebook verfolgt, gewinnt man den Eindruck, als hätte es zwei Mustang Makeovers (MMO) am Wochenende gegeben. Die Einen schreiben, dass alles ganz, ganz toll war: Harmonische-Pferd-Reiter-Paare, ganz toll organisiertes Event und die Anderen behaupten das Gegenteil und berichten, sie hätten den Samstag mit Schlangestehen verbracht: Beim Essen, beim Trinken, beim Parken sowieso und dann auch an der Toilette, aber das hätte sich wohl schnell erledigt gehabt, denn am Ende hätten eh nur noch die Teilnehmer auf die Toilette gedurft, Zuschauer seien, als die Veranstaltung zuende war, von Türstehern am Toilettengang gehindert worden, so liest man auf Facebook.
Auch der Moderator war entweder ganz toll oder ganz schrecklich und man bekam sogar zu hören, dass er gegen die Turnierreiter gewettert hätte. Besonders die Englischreiter hätten ihr Fett wegbekommen, denn vom Moderator soll Rollkur und Sperrriemen angeprangert worden sein (was ich ja auch nicht befürworte, aber muss man immer von einem kleinen Prozentsatz der Reiter auf alle anderen schließen und derart die Konkurrenz anprangernDer Moderator macht Selbiges ja auch auf seiner Facebook-Seite)
Genau das war ja auch mein Kritikpunkt am Mustang Makeover - nämlich, dass der Veranstalter im Vorfeld behauptet hat, dass das Mustang Makeover eine so viel bessere Alternative zum Turniersport sei, wo es keine aufgerissenen Augen und Mäuler und auch kein Pferdekopf hinter der Senkrechten geben sollte. Wie nicht anders zu erwarten, hat es all das aber sehr wohl beim MMO gegeben - sogar bei fast allen Ritten.
Es gab ein Filmverbot - noch nicht einmal die üblichen Ein-Minuten-Videos waren erlaubt, die einem auf einer Pferdemesse sehr wohl gewährt werden, aber man findet so einiges auf Youtube. Dieses Video zu Ernst-Peter Frey zeige ich Euch hier, weil es mich entsetzt, dass dort Trainer  für eine Arbeit am Pferd ausgepfiffen und ausgebuht wurden, die letztlich funktioniert hat - sogar sehr, sehr gut.

Das Video von Ernst-Peter Frey bzw. das von Bernd Hackl unten wurde offensichtlich ohne die Einwilligung des MMO bzw. Consult Marketing GmbH hochgeladen, denn es musste anscheinend bei Tunderhorses gelöscht werden oder wurde wegen Einspruch des MMO von Youtube entfernt.



Ich habe doch tatsächlich Kommentare auf
Facebook gefunden, wo behauptet wurde, dass
der Erlös den Mustangs in den USA zugute käme
Ist ja immer nett, wenn sich herausstellt, was man die ganze Zeit schon gesagt hat: Was bin ich froh, dass es dieses Mustang Makeover gegeben hat, denn jetzt ist bewiesen, dass auf diesem Turnier der Nicht-Turnierreiter genau das passiert, was auf allen anderen Turnieren auch zu sehen ist: Es gibt Pferde, die dem Trubel gewachsen sind und es gibt Pferde, die zuhause möglicherweise wie ein Uhrwerk laufen, aber regelrecht durchdrehen, wenn es eine Messe bzw. eine Prüfung ist, was zu diversen Kontrollverlusten der Reiter geführt hat. Wenn meine Tochter unser Pony Lucky reitet, sieht das völlig anders aus, als wenn sie Fancy reitet, die einfach höher im Blut steht - aber es ist ein und dieselbe Reiterin (btw: Was bin ich froh, dass wir ihre Videos von Turnieren nicht nur filmen, sondern sogar hochladen dürfen).
Ernst-Peter Frey scheint ein ähnliches Pferd erwischt zu haben und es war spannend zu sehen, wie er das Problem im Laufe der Veranstaltung gelöst hat. Auch bei zwei anderen Trainern, von denen Teile der Facebook-Community "enttäuscht" waren, bin ich nach wie vor der Meinung, dass sie wirklich etwas von Pferdetraining verstehen, ihr Pferd bestmöglichst vorbereitet und nicht überfordert haben. Ich bin auch ein großer Fan der Gewinnerin, aber die beiden Ritte, die ich von ihr auf Videos gesehen habe, wären auf einem normalen Turnier entweder als nicht wertungsfähiger Ritt mit "durchgefallen" geendet: Denn der Weg wurde nicht zuende geritten, als das Pferd sich wälzen wollte. So nett das auch ist, wenn das Pferd sich wälzen darf: Out of Pattern ist out of Pattern. In einer normalen Prüfung hätte es auch zu Abzügen geführt, als ihr Pferd gebuckelt hat. Dennoch gratuliere ich ihr und gönne ihr den Sieg von Herzen, es war alles in allem dennoch schön anzusehen. Gleichwohl hätte ich andere auch eher vorne gesehen:

Pferd lässt Reiter nicht aufsteigen und reißt sich los


- Das Pferd von Thomas Günther, den ich in meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" zitiert habe, hat sich in der Prüfung vom Bodenarbeitseil losgerissen, als Thomas aufsteigen wollte, und ist Richtung Ausgang gelaufen, wurde dort von Helfern gestoppt und dann von Thomas wieder eingefangen, der den Trail dann doch noch ziemlich souverän bewältigt hat - bis auf die Schreckhindernisse, aber was haben die auch in einer Prüfung zu suchen, die für junge Pferde gedacht ist? In der nächsten Prüfung, die einer EWU-Jungpferde-Basis ähnlich war (allerdings müssen bei der EWU die Jungpferde noch nicht aus dem Galopp anhalten), ließ selbiges Pferd sich zunächst nicht vorwärts reiten und rannte kurz vor der Prüfung einige Meter rückwärts. Danach hat Thomas aber erneut einen recht guten Ritt gezeigt, den man in der EWU durchaus als wertungsfähig bezeichnet hätte. Ich muss auch sagen, dass es beachtlich ist, dass Thomas es geschafft hat, dass das Pferd derart nachgiebig am Gebiss war. Einerseits Hut ab, andererseits: Die Behauptung des Veranstalters Strussione, dass es keine Köpfe hinter der Senkrechten geben würde, ist damit jetzt schon wiederlegt, denn das ging hin und her: Mal gab das Pferd nach, dann war es hinter der Senkrechten und mal hebelte es sich raus ... wie junge Pferde das eben so machen. Und immerhin bringt man das Pferd ja für seine eigene Gesundheit in Form, daher von mir ein Daumen nach oben für Thomas Günther. Dass, was man von Thomas sah, entspricht nämlich so ziemlich dem, was man in Jungpferdeprüfungen der EWU eben auch sieht - mit dem Unterschied, dass diese Pferde dann mindestens ein Jahr unterm Sattel sind, aber das hat ja dann der Veranstalter zu verantworten. Auch glaube ich, dass das Event viel harmonischer gewesen wäre, wenn es KEIN Wettbewerb gewesen wäre. Ich glaube den Meisten, dass sie nicht gewinnen wollten, aber auch die Angst davor Letzter zu werden, kann sich als innerer Druck auswirken. Man wird nervös, hat Angst sich zu blamieren und das Pferd spiegelt das: ein Turnier ist etwas völlig Anderes als zuhause zu reiten und auch bei Menschen gibt es solche, an denen dieser Druck abprallt und an anderen nicht - wer weiß das schon?

Pferd steht unter Strom - Austreten nach dem Absteigen


Nicht ich habe das MMO gemeldet, aber
auch diesen Screenshot muss man kennen:
Verstoß gegen FB-Gemeinschaftsstandards
- Das Pferd von Parelli-Instruktorin Silke Vallentin, deren Buch ich HIER rezensiert habe und bei der ich Kurse besucht habe, hat nach der Prüfung einmal ausgetreten. Auch das kommt vor, ist meiner Tochter sogar neulich mit ihrem Pony passiert, das jahrelange Turniererfahrung hat - aber in einer Prüfung steht man z.T. unter Strom. Bei Silkes Pferd war zudem schon in den Trainingsvideos zu sehen, dass es kein einfaches Pferd ist. Auch das ist wie auf jedem normalen Turnier: Es gibt supercoole Pferde, die so etwas in kürzester Zeit lernen (nach Parellis Pferdepersönlichkeitstypen z.B. die Left-Brain-Pferde) und es gibt sehr ängstliche Pferde, die einem solchen Riesenevent eben nicht gewachsen sind (die Horsenality der Right-Brain-Pferde). Ich hätte mir gewünscht, dass Silke ihr ureigenes Konzept bei ihren Showauftritten zeigen kann, aber sie musste die oben erwähnte Westernhorsemanship-Aufgabe vom Rolli aus begleiten, die einer Basisprüfung für Jungpferde ähnelt, wie sie im EWU-Regelbuch steht. Bei einem Wettbewerb müssen alle Teilnehmer, die gleiche Prüfung absolvieren. Allerdings habe ich bei diesem Paar nur den "Westernhorsemanship"-Teil gesehen. Es gibt einen Bericht von Toffy, dem Einradpony, in dem nachzulesen ist, dass der Slalom so eng gewesen wäre, dass Pferd und Silkes Rolli beinahe kollidiert sein sollen (hierzu gibt es einen Kommentar am Ende dieses Blogbeitrags).
Diese Veranstaltung ganz ohne Wettbewerb wäre meines Erachtens spannender gewesen, weil mehr Vielfalt hätte gezeigt werden können und der Druck auf die Teilnehmer nicht so hoch gewesen wäre, weil es Erste und Letzte gibt. Es liegt dann eine Spannung in der Luft, an die sich Pferd und Reiter allmählich (möglichst auf Dorfturnieren) gewöhnen müssen: Da gibt Silkes Pferd sich die ganze Zeit große Mühe, weil es spürt, dass es ein Wettbewerb ist und wenn es spürt, jetzt ist der Wettbewerb zuende, dann entlädt sich die Spannung genau in dem Moment, wo Zoe abgestiegen ist, so meine Theorie. So etwas kommt einfach vor: Auf dem Turnier der Nicht-Turnierreiter (außer Andrea Bethge und Ernst-Peter Frey reiten die glaube ich alle keine Turniere) und manchmal ist der Mensch die Ruhe selbst und die Pferde sind von sich aus aufgeregt, weil sie merken, dass es eine Prüfung ist. Es ist nämlich nicht immer der Mensch Schuld, weil man es mit Lebewesen zu tun hat, die nach Silkes Mentor Pat Parelli "eine eigene Meinung auf vier Beinen sind". Wenn ich dann bei Schauen der Videos Kommentare aus den Zuschauerreihen höre: "Jetzt zeigen die jungen Mädchen den großen Trainern, wie es richtig geht", kriege ich echt die Pimpernellen.

Rechenbeispiel führt zu Spekulationen: Zu wenig Zeit für Muskelaufbau


Was denn jetzt? Kein Wettbewerb?
Und wo kommen die Gewinner her?
- Bernd Hackl hat einen ziemlich guten Ritt hingelegt Aber dies nur am Rande, doch wenn es ein normales Turnier gewesen wäre, wäre es kein wertungsfähiger Ritt gewesen (der Ritt der Siegerin Maja aber auch nicht), weil er auf der falschen Seite der Pylone gelandet ist (oder sind alle anderen auf der falschen Seite der Pylone gewesen?). Dann hätte er in der Basis auf einem normalen Turnier auch noch gewaltigen Abzug wegen Kontrollverlust erhalten, weil das Pferd beim Angaloppieren einige Meter nach vorne losgeprescht ist. Danach hatte er durch das sehr deutliche Durchparieren eine Gangartunterbrechung von mehreren Tritten. Auch das hätte so viele Penaltys gegeben, dass er auf einem normalen Turnier keine Chance auf eine Platzierung mehr gehabt hätte. Aber auch hier: Es ist nicht Bernd Hackls Schuld, dass der Großteil der Pferde von diesem Event überfordert war. Dennoch sei mir eine Frage erlaubt: Warum reitet er eigentlich keine normalen Turniere, wo weniger Zuschauer sind, es mehr Zeit für die Jungpferde gibt - sowohl vor dem Event bzgl. der Trainingszeit als auch während der Prüfung? Aber auch wenn ich finde, dass es ein ordentlicher Ritt war und Bernd Hackl einen geschmeidigen und ausbalancierten Sitz hat, ändert dies nichts an meinen in anderen Blogbeiträgen und einem React-Video geäußerten Zweifeln daran, dass er das Pferd selbst trainiert hat (habe andere auch nicht alleine gemacht, aber die stehen dazu. Das geht ja auch gar nicht anders, wenn auf diversen Messen vertreten ist und Kurse gibt, wenn der Mustang zuhause nicht versauern soll). Den Verdacht hatte ich allerdings schon, als er PR-mäßig verbreitete, dass er das Pferd erst mal ankommen lasse und kaum Videos vom Training gezeigt wurden, da hatte ich direkt den Gedanken: "Nicht, dass die Co-Trainerin schon am ersten Tag das Pferd trainiert". Mein Verdacht gründet auf dem, was mir vom Trainer-Contest Odenthal von Augenzeugen berichtet wurde, wonach er damals das Pferd erst kurz vor der Show von dieser Co-Trainerin (zu sehen in folgendem Video bei Minute 10:22 & 15:20) übernommen habe, die ich auch einmal zufällig persönlich kennengelernt habe (HIER nachzulesen). Ich erwähne das nur deswegen, weil es für mich genau ins Bild passt, dass das Pferd so gut ausgebildet war, denn Muskelaufbau dauert eben bei jedem Pferd sechs Wochen und wenn er erst drei Wochen später als alle anderen angefangen haben will und dieselbe Zeit in die Bodenarbeit gesteckt hätte wie alle anderen, käme das für mich rein rechnerisch einfach nicht mehr hin, aber ich bin auch kein Mathegenie. Zu Hackls Finale gibt es auf Facebook auch Gerüchte und zwar er hätte dort weder Schritt noch Trab zeigen können. Leider ist ausgerechnet das Finale bei folgendem Video abgeschnitten - welche Gründe das hat weiß ich nicht, aber sehenswert finde ich die Passage bei Minute 13 (Video wurde von Youtube entfernt - siehe oben):



Hackl wurde jedenfalls Vierter beim MMO. Ob verdient oder nicht, das weiß man nicht, weil sich das alles nach irgendwie gewürfelt anfühlt, denn es gibt kein Regelbuch und keine ausgebildeten Richter. Nachdem ich alle (Horsemanship)-Ritte gesehen habe, sind mir die Bewertungskriterien nach wie vor schleierhaft. Leider sind sie auch nirgendwo einzusehen - es gab da mal was, aber das wurde gelöscht (HIER ein Screenshot der ursprünglichen, jetzt gelöschten MMO-Regeln - bitte nach unten scrollen).

Wurden manche Wettbewerbspferde gedopt?


Man weiß noch nicht einmal, ob Doping erlaubt oder verboten war. Wenn es aber keine Dopingkontrollen gegeben hätte, wie will man ausschließen, dass nicht vereinzelte Trainer ihre Pferde mithilfe von Beruhigungsmitteln im Showring vorgeführt haben? Wobei ich das den Dreien auf dem Siegerpost auf gar keinen Fall zutraue, denn ich fand gerade die Vorführung der beiden 18jährigen wirklich sehenswert, z.T. mit Halsring und beim Finale hatte die Gewinnerin Unmengen von Luftballons ans Pferd geheftet und die Andere ein Einhorn hinter sich hergezogen. Wirklich süß, aber so etwas fällt bei mir unter Showact und das spiegelt ja genau meine Meinung: Könnte man ein Mustang Makeover nicht auch als Nicht-Wettbewerb vermarkten, womit es sich erübrigen würde, dass der Veranstalter normale Turnierreiter diskreditiert, zumal auf normalen Turnieren auch Pferde wie meine Fancy irgendwann so viel Routine bekommen, dass man einen wertungsfähigen Ritt selbst auf einer Messe hinbekommt? Zum Glück kam da der Regen und als der Großteil der Zuschauer weg war, hatte unsere Fancy sich wenigstens halbwegs beruhigt, aber zwei Schritte seitwärts nach links vergessen, ist ein Nullscore und das ist auch richtig so, weil fair den anderen gegenüber. Wenigstens gab es da auch keinen Moderator, der wenn es knifflig wurde "45 seconds" brüllte und man dann auch noch den Druck hatte, dass die Zeit nicht reicht: Larissa durfte trotz Nullscore in aller Ruhe ihren Ritt beenden - keiner hat sie ausgelacht oder ausgebuht. Drei Dinge, die es beim Mustang Makeover gibt und die sich wirklich von normalen Turnieren insofern unterscheiden, dass mich das Mustang Makeover an einen Gladiatorkampf im alten Rom erinnert hat: Brot und Spiele für den Pöbel. Die Kollegin vom Einradpony auf Facebook verglich das Ganze ja mit der Hexenverfolgung im Mittelalter - auch sehr treffend, wenn man sich die Videos ansieht.


Noch etwas, was auf mich ein wenig entwürdigend wirkte, war die Versteigerung von Lebewesen. Da meines Wissens ja kein Geld an die Mustang Organisation in den USA gespendet wird: Muss das dann wirklich sein mit dieser Versteigerung, wo Leute ausgebuht wurden, weil sie auf Pferde geboten haben, bei denen auch der Trainer mitgeboten hat? Wenn der Veranstalter den Trainern kein Vorkaufsrecht einräumt, kann dann nicht auch gleiches Recht für alle gelten?

Ich hatte auch schon schlechte Ritte auf
"normalen" Turnieren, aber da hat bisher
niemand laut über mich gelacht
Auch dass das Publikum lacht, wenn einem Reiter etwas schief geht, gibt es nur beim Mustang Makeover oder beim Horse-Dog-Trail, wenn die Hunde Quatsch machen - ich finde beides unmöglich, denn es stört das Pferd-Reiter-Paar. Noch unmöglicher fand ich, dass die Jungpferde (die erst wenige Wochen unter dem Sattel sein konnten, wenn man seriös mit Bodenarbeit den sechswöchigen Muskelaufbau und einen 1-2 wöchigen Kennlern- und Vertrauensaufbau begonnen hat) auf Zeit geshowt wurden, ich erwähnte ja oben die Zwischenrufe "45 seconds" - nach so einer Durchsage würde ich mich sofort verreiten, denn das war echt knapp bemessen. Im obigen Beispiel von Thomas Günther, der da ja recht flüssig durchgekommen ist (das Rückwärtsrennen war, bevor die Prüfung begonnen hatte), war die Zeit genau in dem Moment zuende, wo auch die Prüfung zuende war (Anhalten aus dem Galopp - noch etwas, was es in einer Jungpferdebasis der EWU nicht gibt, da wird erst mal in den Schritt durchpariert).

Ich will jetzt nicht jeden einzelnen Reiter aufdröseln, aber man sah Pferde, die gescheut haben, Pferde, die sich nicht an ein Ende der Arena reiten ließen, das Sieger-Pferd hat (wenn auch nur kurz) gebuckelt, Sandra Schneiders Pferd sprang zur Seite, was zur Folge hatte, dass sie danach mehr mit dem Sortieren der Longe beschäftigt war als mit dem Pferd und ich den Filmausschnitten, die mir zur Verfügung standen, hat auch ein Pferd gebuckelt.

Unter zuhause gesucht, stelle ich mir etwas Anderes vor, als Pferde für
9.500 oder über 12.000 Euro zu versteigern und dann auch noch ausgebuht 
zu werden, wenn man es wagt da wirklich mitzubieten, weil man denkt, das 
Geld käme den Mustangs in den USA zugute - meines Wissens: Pustekuchen
Die hier gestreuten Screenshots zeigen, dass ich mich bereits im Vorfeld kritisch mit dem Event und den VOX-Pferdeprofis auseinandergesetzt habe, weswegen ich jetzt eine Klage am Hals habe und zwar wegen einem zulässigen Bildzitat in diesem Blogbeitrag:


Auch ich habe zwischenzeitlich erwogen, ebenfalls Klage gegen Bernd Hackl einzureichen, denn genau das hat mir die Staatsanwaltschaft geraten, aber andererseits ist mir das zu doof. Ich habe HIER richtig gestellt, dass ich weder seine Kinder bedroht noch bei Sandra Schneider Telefonterror betrieben habe und kann abschließend nur feststellen, dass Bernd Hackl ganz ähnlich mit Kritik umgeht, wie der Veranstalter des Mustang Makeover, weswegen dieser THEMENMONAT überhaupt ins Leben gerufen wurde. Gerade deswegen möchte ich explizit darauf hinweisen, dass ich positive Dinge durchaus auch erwähne, weil das ja immer wieder von seinen Fans unterschlagen wird. Wer ein Problem damit hat, dass ich nicht nur eine Meinung zum Mustang Makeover habe, sondern diese auch niederschreibe und verbreite, dem sei dieser Blogbeitrag von mir ans Herz gelegt:


Fundstück auf Facebook
Wenn ihr möchtet, dass ich Euch von weiteren Ritten berichte, dann kann ich das gerne machen. Auch freue ich mich über die Zusendung weiterer Trailritte, falls vorhanden, denn hier habe ich nur Günther, Hackl und Schneider gesehen. An all die, die mir Youtube-Links zu Videos oder auf andere Weise geschickt haben: Danke für das Vertrauen in mich, dass ich den Namen von Informanten nach alter Journalisten-Tradition nicht preisgebe.
Als Beleg dafür, dass ich meine Verdachtsmomente aufgrund von nachweisbaren Tatsachen entwickelt habe und diese Tatsachen nicht frei erfunden sind, hier meine eigenen Videos, die z.B. belegen, dass der Veranstalter Michael Strussione auf seiner Homepage tatsächlich behauptet hat, es werde weder aufgerissenen Augen noch Mäuler geben (die gab es aber bei 80 Prozent der Pferde sehr wohl - ist ja auch kein Wunder, da die Zeit von drei Monaten i.d.R. zu kurz ist, um Pferd auf solch einen Hexenkessel mit 5.000 Zuschauern vorzubereiten) und auch keine Köpfe hinter der Senkrechten (das bleibt beim Jungpferd ja auch einfach nicht aus, da es normal ist, dass manche Remonten  entweder nach vorne gegen den Zügeln gehen oder sich hinter dem Zügel verkriechen)


Für alle, die sich nicht die Mühe machen möchten, das Video anzusehen. Bei Minute 4.53 ist die Homepage des Mustang Makeover gescreent und dort stand bis zu Beginn des Events:
"EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU WETTBEWERBS- UND TURNIERVERANSTALTUNGEN - Du hast schon oft auf dem Turnier gestanden und Dich gefragt, warum der Sieger gewonnen hat, obwohl ein anderer sein Pferd harmonischer präsentiert hat. Dann bist Du beim Mustang Makeover genau richtig. Es gibt IHN den Wettbewerb der über Harmonie und Vertrauen bewertet wird. (...) LASST UNS GEMEINSAM DIE WELT DER PFERDE ETWAS BESSER MACHEN - helft mit diese Veranstaltung bekannt zu machen, denn das sollte die Zukunft sein. Keine Pferde hinter der Senkrechten, keine aufgerissenen Augen. Wir wollen entspannte Pferde, die sich vertrauensvoll dem Reiter anschließen."
Da die meisten Pferde beim MMO waren aber nicht entspannt waren, hat man die Startseite jetzt offenbar geändert.


.
In letzter Zeit wird mir vorgeworfen, ich würde NUR meckern und ich soll auch mal was Positives schreiben - mache ich eigentlich stets und ständig. Hier im Blog, im Turnierblog oder auch auf meiner Homepage, z.B. bei den Buchtipps, wo ich noch kein einziges Buch zerrissen habe und Bücher von der Konkurrenz auf die ich angeblich so neidisch bin von Herzen empfehle. Nicht nur das oben erwähnte Buch "Mit Horsemanship zur Hohen Schule" von Silke Vallentin, sondern auch die Bücher von Alfonso Aguilar, Linda Kohanov, Phillippe Karl, Mark Rashid, Jenny Wild und Peer Claßen. Es folgt bald die Rezension zu einem Fachbuch von Kathrin Förster übers Westernreiten, das ebenfalls positiv bewertet werden wird, denn auf die bin ich wirklich neidisch, denn die reitet einfach nur toll und hat eine tolle Beziehung zu ihren Pferden (ich komme z.Zt. nicht zum Schreiben, aber es ist bei Kathrin Förster von den Rode Ranch Stables und bei Reitsport Müller für 15 Euro erhältlich). Da es nicht auf Amazon ist in der oberen Reihe, die erwähnten Bücher und darunter meine eigenen.



Kommentare:

  1. Hallo Nicola, leider ist dein Satz "Zum Trail-Teil gibt es einen Bericht von Toffy, dem Einradpony, in dem nachzulesen ist, dass der Slalom so eng war, dass Pferd und Silkes Rolli beinahe kollidiert sein sollen.", so nicht ganz richtig oder zumindest missverständlich. Toffy bezieht sich auf das Finale in dem die Teilnehmer ihre Aufgabe selbst gestalten konnten; ein Slalom kam weder im Trail noch in einer anderen "Pflichtaufgabe" vor. Den Slalom hat dann auch Silkes Team für sie aufgebaut - wie es für mich als Zuschauer aussah, sehr gewissenhaft in den Abständen und für meine Einschätzung mit wirklich mehr als ausreichend Platz zwischen den Pylonen.

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  2. Danke für den Hinweis - ich werde das mit dem Trailteil streichen und noch einmal mehr Konjunktiv benutzen, um zu verdeutlichen, dass es sich um einen Verweis auf einen anderen Blog handelt, der damit ja auch nicht meine Meinung widerspiegelt. Die Bloggerin war übrigens auch live dabei und da sieht man mal wieder wie subjektiv Dinge wahrgenommen werden, weswegen ich mir kein Urteil erlauben möchte. Dieses habe ich mir nur anhand von authentischen Videos gebildet, was mir für die konkrete Situation in der Tat nicht vorlag. Ich hatte mich auf die Angaben der Bloggerin verlassen, die den Beitrag gegengelesen hat, aber da wohl nicht drüber gestolpert ist. Danke nochmal.

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    1. Wenn es dich interessiert, ein Video von Silkes Finale gibt es auf Facebook bei den Road Brothers, ihrer Band: https://www.facebook.com/theroadbrothers/videos/1560292397354198/
      Leider ist es ziemlich winzig, denen ging es wohl hauptsächlich um die Musik. ;)
      Dem Bericht von Toffy kann ich insgesamt übrigens zustimmen, vieles habe ich genauso gesehen wie sie. Warum Silke ihr Mustang-Stütchen ein paar mal fast (?) umgefahren hat, kann ich aber auch nur raten.

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    2. Vielen lieben Dank für das Video. Ich kann jetzt auch nur raten, warum man davon enttäuscht sein kann, was die drei da gezeigt haben. Mir gefällt das wirklich gut - Silke war eh eine meiner Favoritinnen, obwohl ich das Event eher kritisch sehe. Ich sehe es aber vor allem deswegen kritisch, weil der Veranstalter so tut, als wäre sein Event soooo viel besser als reguläre Turniere und das ist unfair und auch nicht wahr. Es gibt immer unschöne Einzelfälle, aber ich habe auf einem (Western-)Turnier noch nie jemanden gesehen, der sein Pferd mit einem Klaps mit Zügelende antreibt. Man würde auch sofort disqualifiziert werden - beim Mustang Makeover hat es das sehr wohl bei einer Reiterin gegeben. Ich wollte hier aber nicht die Fehler der Reiter aufzeigen, sondern verdeutlichen, dass es für ein Pferd harter Tobak ist: Drei Monate menschliche Bindung, nur wenige Wochen unterm Sattel und dann SO ein großes Event. Wir Turnierreiter bereiten die Pferde über Jahre darauf vor und dafür möchte ich mit diesem Themenmonat einfach eine Lanze brechen. Es gibt nämlich auf JEDEM Event Einzelfälle, aber eben auch ein Großteil von Reitern, die sehr um Horsemanship bemüht sind. Silke hat das jedenfalls sehr schön gemacht.

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    3. Ja, wie gesagt, leider ist Silkes Auftritt im Video echt super klein. :/ Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber enttäuscht war ich deshalb, weil ich zum einen wirklich mehr von ihr erwartet hätte (war vielleicht unfair, aber an eine 4-Sterne Parelli Trainerin und eine 3-Sterne Trainerin waren meine Ansprüche einfach höher als z.B. an Maja Hegge) und ihre Auftritte teilweise recht unkoordiniert wirkten, zum anderen weil sie sich in den kurzen Statements nach den Auftritten immer entschuldigt und "Ausreden präsentiert" hat, warum sie mit ihrem Pferd noch nicht so weit ist, statt sich wie die anderen Trainer zu freuen, dass sich ihr Pony nach 3 Monaten Training in diesem Hexenkessel überhaupt so toll benimmt. Das kam für mich persönlich(!) komisch rüber. Ansonsten finde ich, muss man vor ihrer Leistung und der Leistung aller Trainer (außer Sandra Schneider) und den Mustangs echt den Hut ziehen.
      Übrigens konnte man die Mustangs ja auch in der Abreitehalle sehen und teilweise bei Vorführungen der Trainingsmethoden auf den Außenplätzen oder vor Beginn in der großen Arena und ALLE haben sich, obwohl es da bestimmt je auch ein paar hundert Zuschauer gab, noch mal mindestens 100% besser benommen - fast als wären sie alte, abgebrühte Turnierpferde. Den Mustangs hat - völlig verständlich - die schiere Menge der 5000 Zuschauer echt zu schaffen gemacht.
      Dieses Turnierreiter gegen Nicht-Turnierreiter kann ich grundsätzlich nicht verstehen und finde diese Art in der sich da Vorwürfe gemacht wird albern. Solange wir versuchen pferdefreundlich zu handeln, sind wir doch alle auf der selben Seite!?

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  3. Mein Reden, aber sag das mal dem Veranstalter, der hat uns Turnierreiter als Tierquäler par excellence dargestellt (aufgerissene Augen, Köpfe hinter der Senkrechten) und behauptet, dass es das beim Mustang Makeover nicht geben würde und (die Trainer konnten es natürlich in der kurzen Zeit nicht besser machen), aber es gab sie doch: Die Köpfe hinter der Senkrechten und die aufgerissenen Augen, weil da ein Trainer keinen Einfluß drauf hat. Davon abgesehen, dass das ja ein "Turnier" für Prominente ist, wo nicht jeder mitmachen darf. Damit erkläre ich mir auch die Rechtfertigungen von Silke. Sie steht da unter einem immensen Druck, weil jeder von einer Parelli-Instruktorin mehr erwartet und der Wettbewerbsgedanke, der eben doch da ist, führt dazu, dass Pferde sich aufregen, nicht nur das Publikum. Deswegen frage ich mich die ganze Zeit: WARUM das Ganze überhaupt als Wettbewerb ausschreiben? Bei einem Wettbewerb brauchen die Pferde (und Trainer) einfach mehr Zeit und wie routinierte Turnierpferde hat sich meines Erachtens kein einziges verhalten - am Ehesten noch das von Silke, weil es wenigstens in Dehnungshaltung lief, aber das wurde von den Richtern eben nicht honoriert. Gab es eigentlich irgendwelche einsehbaren Bewertungskriterien? Also einfach als Show: Bekannte Trainer stellen ihre Trainingsmethoden vor, hätte es mir deutlich besser gefallen, dann würde sich auch jegliches Polarisieren des Veranstalters gegen die Turnierreiter erübrigen (denn die EWU ist auch eine Alternative, die Vorbildfunktion in Sachen Tierschutz hat)

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    1. In der Werbung für das MMO mögen die Veranstalter über das Ziel hinausgeschossen (und dir offenbar persönlich etwas auf die Füße getreten ;) sein, ich habe das im Vorfeld nicht verfolgt, kann dazu also nicht viel sagen. Ich finde diese Art sich gegenseitig jeden Fehler vorzuwerfen a la "der hat aber gesagt", "siehst du, bei denen hat aber auch einer den Kopf hochgerissen", hat Kindergartenniveau und trägt null zur Sache bei (von beiden Seiten!). Wenn die Werbung so war (wie gesagt, ich weiß es nicht), dann war sie halt kacke, übertrieben, zu hoch gegriffen, unzutreffend, polemisch, wasauchimmer - das kann man dann auch gern so feststellen, das wäre wahrscheinlich sogar einen eigenen Blogbeitrag wert um klarzustellen, dass so ein gegeneinander aufhetzen nicht im Sinne der Pferde(freunde) ist, aber ich beurteile doch nicht ein ganzes Event nach der Werbung und reite dann ewig darauf rum (haha, Wortspiel). Das soll jetzt kein persönlicher Angriff sein und ist selbstverständlich auch für die "Gegenseite" gültig. Es ist meine generelle Meinung dazu, die ich jetzt doch noch mal loswerden wollte, weil du wieder mehrfach auf das Thema Turnier vs. Nicht-Turnier zurückgekommen bist.

      Die Rechtfertigungen von Silke hätte jeder der Trainer vorbringen können, haben die anderen aber nicht, sondern lieber ihr Pferd gelobt, dass es sich trotz der kurzen Zeit und den vielen tausend Menschen Mühe gegeben hat. Das kam bei mir ein bisschen komisch an, war eigentlich aber kein Punkt, an dem ich mich jetzt großartig aufhängen wollte - insgesamt gesehen, hat sie echt keinen schlechten Job gemacht.

      Ich glaube nicht, dass die Wertungskriterien öffentlich einsehbar waren, weiß es aber auch nicht genau. Die Richter hatten für jeden Reiter einen Bewertungsbogen, da standen die Kriterien drauf und dazu sozusagen woran man erkennt, ob die gut ausgeführt wurden. Jeder Richter hat zu jedem Kriterium eine Punktzahl vergeben, woraus sich dann das Gesamtergebnis errechnet hat. Ob die Aufgabe korrekt wie vorgegeben ausgeführt wurde, dürfte damit nur ein Kriterium unter mehreren gewesen sein. *Alle Angaben ohne Gewähr und bitte nicht zitieren.* Wir saßen bei einer Prüfung ganz günstig und konnten so Blicke auf die Bewertungsbögen erhaschen, daher meine Informationen.

      Ich war vor dem Event sehr kritisch wegen dem Stress für die Pferde und finde immer noch, dass es legitim ist, sich deswegen gegen den Besuch des MMO zu entscheiden. Ich hatte auch – wie du - überlegt, ob es nicht besser wäre, den Wettbewerb als solchen wegzulassen. Was mich am Ende überzeugt hat, waren die Trainer, die durchweg pferdefreundlich entschieden haben und zugunsten des Pferdes auch mal auf sämtliche Siegchancen verzichtet haben - Yvonne Gutsche hat ihren Mustang im Finale quasi nicht mehr vorgestellt, Thomas Günther ist nur im Schritt am langen Zügel im Kreis geritten und hat was über das Pferd erzählt usw. Auch waren die Mustangs außerhalb der Arena super, super cool (hatte ich ja schon erwähnt). Leider gibt es vom Warmreiten so weit ich weiß keine Videos, das war fast interessanter als die Show. Schön war auch, dass fast alle Trainer, die Richter und weitere im echt interessanten Rahmenprogramm zu sehen waren (ähnlich wie die Vorstellungen auf einer Messe, nur ein klein wenig ausführlicher). Da konnte man sich über die Trainingsmethoden informieren und ggf. sogar noch das eine oder andere lernen. Alleine dafür hat sich für mich der Besuch dort gelohnt, denn wo hat man mal so viele Trainer auf einem Haufen.
      Andererseits fällt mir gerade ein, wäre der Druck für die Trainer vermutlich auch ohne Gewinner da gewesen: Die Zuschauer sehen ja trotzdem, hey, der kann sein Pferd schon reiten und der noch nicht. Was natürlich nichts über die Qualität des Trainings aussagt, aber ich denke, da würde ein Trainer ebenfalls nicht "letzter" sein wollen.

      Puh, das war jetzt ein echt laaanger Kommentar, ich hoffe du verzeihst mir. Ich finde den Austausch mit dir aber wirklich interessant! :)

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    2. Na ja,die Belege für das aggressive Marketing des Veranstalters sind ja im Blogbeitrag (im 1. Video, was noch da ist, sieht man die Original-Website als Beleg). Und wenn Du sagst, dass mich persönlich da was triggert, dann gebe ich Dir recht. Ich werde wirklich davon getriggert, wenn jemand unehrlich ist und kann auch Ungerechtigkeiten schwer ertragen. Wie viele Blogbeiträge man aus einem Thema macht, ist halt sehr individuell. Ich schreibe alles, was mir auf der Seele brennt und manchmal werden es eben Themenmonate wie in diesem Fall. Aber in einem verstehst Du mich falsch. Mir geht es gar nicht, um besser oder nicht besser und schon gar nciht Freizeitreiter versus Turnierreiter. Der Veranstalter hat den Mund sehr voll genommen mit seinem "Bei uns wird es nur Harmonie geben - wir sind viel besser als alle andere" und ich trete mit diesem Blogbeitrag lediglich den Beweis an, dass er da ziemlichen Unsinn von sich gegeben hat. Dass man das nach drei Monaten kaum besser machen kann versteht sich von selbst.
      Aber was mir so richtig gegen den Strich geht, ist dass alle Welt glaubt, dass dieses Event für einen guten Zweck wäre und es den Mustangs in den USA in irgendeiner Form hilft und das tut es definitiv nicht.
      Und um erneut den Beweis anzutreten, dass das Event weder besser noch schlechter als Turniere ist: Turnierpferde sind außerhalb der Prüfung auch meistens supercool, aber es geht bei guter Pferdeausbildung doch auch hoffentlich nicht ausschließlich um Coolness. Es sollte doch auch um gesunderhaltendes Reiten gehen und das hat man nicht einmal ansatzweise sehen können - wie auch nach dieser kurzen Trainingszeit?
      Es werden durch solche Events einfach die falschen Impulse gegeben - auch wenn ich die meisten Trainer, die mitgemacht haben auch gut finde. Aber dann gibt es Druck auf andere Trainer: Beim Mustang Makeover haben die es doch auch in drei Monaten hinbekommen - warum Du nicht? Und wenn man den Leuten dann erzählt, dass beim Mustang Makeover nur weggedrückte Rücken zu sehen waren, dann halten die einen für bekloppt, wozu auch Sendungen wie die VOX-Pferdeprofis beitragen. Man sollte eher vermitteln, dass ein seriöser Muskelaufbau sechs Wochen dauert - und zwar BEVOR man sich aufs Pferd setzt und dann reitet man idealerweise erstmal monatelang geradeaus und lässt die Zügel lang. Und darauf kann man dann sinnvolle Gymnastizierung aufbauen und darauf dann wieder Manöver und nach einem Jahr ist das Pferd dann bereit die Pflichtaufgaben, die beim MMO verlangt wurden, so auszuführen, dass sie auch in einer gesunden Form des Pferdes sind.
      Und da das Event den Mustangs in den USA nicht hilft und wohl eher die Absicht besteht, Nachzuchten in Deutschland zu etablieren, könnte man auch gleich hiesige Pferde nehmen und z.B. Haflinger vorm Schlachter retten. Die haben wenigstens Reitpferdepoints.
      Ich mag den Austausch übrigens auch, wenn man sich trotz unterschiedlicher Meinung nicht in die Köppe kriegt, das ist doch heutzutage eine Seltenheit.

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    3. Ich glaube, so schrecklich unterschiedlich sind unsere Meinungen gar nicht, wir gehen da schon in die gleiche Richtung. Sagen wir mal, ich sehe das nur nicht so "intensiv" wie du.
      Das Marketing war sicherlich in allen Aspekten sehr provokant formuliert und hat die Messlatte übertrieben hochgesetzt, was ja aber anscheinend korrigiert wurde
      (auch wenn ich nicht glaube, dass es genau so die Intention war: Es hat doch gewirkt – das MMO wird selbst bei dir als Kritikerin mit intensiver Berichterstattung bedacht ;). Versteh mich nicht falsch, ich hätte das auch anders, ehrlicher und weniger reißerisch beworben, aber ich finde es nach dem Motto „Klappern gehört zum Handwerk“ auch nicht übertrieben schlimm – vielleicht bin ich einfach etwas stumpf in der Hinsicht. Für mich macht das so ein bisschen den Eindruck, als wären sie halt auf den fahrenden Zug der Turnierkritiker aufgesprungen, um ein ganz bestimmtes Publikum anzusprechen. Weshalb ich das (ehemalige) MMO-Marketing dann vielleicht doch „moralisch“ schlecht finde, weil es Gräben vertieft, statt sie zu überwinden (mein Wort zum Sonntag, sorry, Samstag ;).

      Die Art der Bewertung, dass es eben z.B. im "Horsemanship"-Teil keinen Nullscore gab, wenn man auf der falschen Seite des Hütchens gelandet ist (die ersten 3 oder 4 Reiter sind alle auf der falschen Seite gewesen, sodass ich tatsächlich erst vermutet habe, das soll so sein xD) oder keinen Galopp zeigt, hätten für mich als Trainer deutlich Druck aus der Sache genommen - weil ich weiß, dass ich dadurch nicht gleich raus bin, kann ich entspannt meinen Fehler machen/korrigieren, statt ihn „mit aller Gewalt“ verhindern zu wollen. Sicher, ein guter Trainer sollte wohl in jedem Fall auf die Bewertung schei*en, aber ich zumindest hätte es dennoch im Hinterkopf "korrekt reiten zu müssen" und das macht für mich den Unterschied. Daher halte ich diese eher subjektive Art der "Bewertung nach Harmonie" bei in so kurzer Zeit trainierten Pferden für genau den richtigen Weg. Natürlich wird es dadurch schwieriger nachvollziehbar, aber das nehme ich bei dieser Veranstaltung gern in Kauf.

      Als Reiter/Teilnehmer ist das MMO sicher keine Alternative zum Turnier, als Zuschauer fand ich es tatsächlich interessanter als ein Turnier, weil die verschiedenen Trainer viele verschiedene Lösungsansätze für die Aufgaben hatten (und bedingt durch die Art der Bewertung auch zeigen konnten) und ich daraus mehr lernen und mitnehmen konnte, als bei einem Turnier.

      Es ist zwar schon wieder so lang, aber eine Frage habe ich noch: Woraus schließt du, dass Nachzuchten in Deutschland etabliert werden sollen? Davon höre/lese ich zum ersten Mal und es überrascht mich etwas, denn die Eigenschaften der Mustangs mit denen sie sich von den Hauspferden abheben, gehen in der 2./3. Generation in „Gefangenschaft“ verloren und es wurde fast schon nervtötend oft betont, dass es ja nur dann ein echter Mustang ist, wenn er einen BLM-Brand trägt (was eine Nachzucht nicht hätte).

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    4. Also erstens, wird ja auf Turnieren ebenfalls nach Harmonie bewertet. Das ist ja der springende Punkt - auf dem Turnier muss das Pferd zusätzlich so vorgestellt werden, dass es auf gesunderhaltende Art geritten ist. Da gibt es also keinen Unterschied.
      Wenn es aber ein Wettbewerb ist, dann sollte schon transparent sein, WORAN genau man diese Harmonie fest macht. Sonst ist der Verdacht schnell da, dass da gemogelt wird.
      Der Verdacht mit den Nachzuchten? Der Veranstalter hat einen Deckhengst, die Teilnehmerin, die man nachträglich ins Boot genommen hat, verkauft jetzt schon "Mustang"-Fohlen, es wurden nur Stuten eingeführt, es wird kein einziger Cent an die Mustang-Organisationen gespendet. Ich kann da nicht aus meiner Haut, habe zu lange in Nachrichtenredaktionen gearbeitet und höre da Nachtigallen trappsen.
      Ich denke auch, dass das MMO deswegen interessanter ist, als ein herkömmliches Turnier, weil viel mehr schief geht und es eben alles weniger harmonisch ist. Harmonisch ist auch irgendwie langweilig, dann lieber Brot und Spiele fürs gemeine Volk - leider auf dem Rücken der Tiere.

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    5. Der Unterschied liegt eher in der Gewichtung: Beim MMO ist vor allem das Zusammenspiel von Pferd und Reiter wichtig, die korrekte Ausführung der Aufgabe ist sekundär - wie soll man jemanden der sein Pferd an der Hand vorstellt auch sonst vergleichen mit jemandem der reitet. Beim Turnier ist vor allem die korrekte Ausführung der Aufgabe wichtig, sonst ist man sofort raus, die Harmonie ist sekundär. Ein Reiter der so unharmonisch reitet, dass man ihn am liebsten vom Pferd boxen würde, dafür aber die Pattern richtig macht, wird besser platziert, als ein Reiter der wunderschön reitet, aber leider zwei Schritte nach links vergisst. Das bietet Anreiz in die falsche Richtung (dem aber natürlich längst nicht alle folgen).
      Für die Kürze der Trainingszeit finde ich die Wertung beim MMO angemessener und fairer als die Turnierwertung. Natürlich ist diese eher subjektive Art der Wertung stark vom Vertrauen in die Richter abhängig und lässt sich nicht auf Turniere übertragen.
      Ob man da überhaupt einen Wettkampf draus machen muss, steht auf einem anderen Blatt. Ich finde nicht, aber so wie es gemacht wurde, hat es ganz gut funktioniert (mit Raum für Verbesserungen).

      Bei den Nachzuchten bzw. dem Vermarkten des Deckhengstes folge ich dir aus diversen Gründen nicht ganz (u.a. weil eine weitere Mustangzüchterin/-importeurin mit ihrem (Deck-)Hengst mehrfach im Showprogramm aufgetreten ist und der Hengst der Veranstalter gar nicht weiter erwähnt wurde, außer wenn man sich am Stand über ihn informieren wollte und weil ich aus Erfahrung weiß, dass Mustangstuten in den USA einfacher zu haben und auch billiger sind). Allerdings sehe ich auch das Problem nicht wirklich, sollte es den Veranstaltern, wie du meinst, um die Nachzucht gehen.
      Davon abgesehen hätte ich es wie du schöner und im Sinne des Events gefunden, wenn außer den Preisgeldern auch etwas an die Mustangs in den USA gespendet worden wäre.

      Ich kann nur für mich persönlich sprechen, aber ich fand das MMO interessanter als ein Turnier, weil auf so vielfältige Weise präsentiert wurde. Sei es, dass Birger Gieseke am Langzügel vorgestellt hat, andere ein erfahrenes Begleitpferd mitgenommen haben, Silke an der Hand, andere "normal" geritten, am Halsring usw. usf. Sprich zu sehen, wie viele Wege nach Rom führen (wie oben erwähnt, hätte es dabei aber für mich keinen Sieger geben müssen). Ich hatte tatsächlich gehofft, dass nichts schiefgeht, zum einen natürlich für die Mustangs, zum anderen weil ich das schlicht nicht unterhaltsam finde, wenn jemand „verkackt“. Dass jemand anders da andere Beweggründe haben kann, bleibt davon natürlich unbenommen.

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    6. Jetzt bin ich aber platt: Wie kann man Bewertungskriterien, die man nicht kennt, die m.E. sogar undurchsichtig sind, besser finden, als Bewertungskriterien, die öffentlich einzusehen sind. Wie Du jetzt auf die Idee kommst, dass auf einem Westernturnier die Ausführung wichtiger sei als die Harmonie kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, denn in vielem ist das ja ein und dasselbe, denn es geht um eine harmonische Ausführung und wie die aussieht, kann man im Regelbuch nachlesen, z.B. kein weggedrückter Rücken, den auf dem MMO fast alle Pferde hatten. Dass man für falschen Weg disqualifiziert wird, sollte sich von selbst verstehen, denn natürlich ist es harmonischer, wenn man das Pferd dahin laufen lässt, wo es gerade hin will oder schwierige hindernisse einfach auslässt. WEr abgestiegen ist beim MMO hat übrigens auch Punktabzug erhalten, die reiter wurden besser bewertet. Das ist so ziemlich das einzige, was vorher bekannt gegeben wurde. Und wenn man viele verschiedenen Trainingswege sehen will: Einfach eine Show draus machen - ohne Wettbewerb - bekommt man auf jeder Pferdemesse.

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    7. Ich versuche jetzt ausnahmsweise auch mal kurz und knapp zu antworten, denn im Prinzip habe ich das alles schon mal geschrieben ;)
      Ja, für dieses spezielle Event finde ich die Bewertungskriterien, die ich nicht kenne, besser. Als Teilnehmer würde ich die Kriterien auf jeden Fall sehen wollen, als Zuschauer ist es für mich nicht zwingend notwendig, zumindest wenn ich nicht das Gefühl habe, dass die Richter kompletten Mist gebaut haben - halte ich auf einem Turnier übrigens genauso, ist wahrscheinlich etwas nachlässig und vertrauensselig.
      Von gut ausgebildeten Pferden würde ich auch den richtigen Weg erwarten, aber das sind die Mustangs nach drei Monaten wohl kaum - daher meine "Großzügigkeit". Dass solche, die alles so machen wie vorgesehen (reiten, richtiger Weg) trotzdem mehr Punkte erhalten bzw. andere Punktabzug bekommen, finde ich in Ordnung, denn sonst ist es wie du schreibst, dann könnte das Pferd komplett hinlatschen wo es will. Wie so oft im Leben, ist der Mittelweg der (für mich) Beste. ;)
      Der Wettbewerbscharakter wäre aus meiner Sicht nicht notwendig gewesen und auch ich stand/stehe dem wegen des Wettbewerbsdrucks kritisch gegenüber - das habe ich ja schon mehrfach erwähnt.
      Übrigens brauchst du meinetwegen Turniere und MMO in deinen Antworten nicht in allen Einzelheiten zu vergleichen. ;) Ich sehe die als grundverschiedene Veranstaltungen (die weltberühmten Äpfel und Birnen) und halte die Werbung des MMOs mit dem Turniervergleich, wie du, für nicht angemessen. Für positive wie für negative Kritik am MMO kann man ausreichend Argumente finden, auch ohne Turniervergleiche zu bemühen (und sich auf das Niveau von billiger Werbung herabzulassen). Das wirkt dann auf mich auch seriöser und weniger wie "der hat was Böses über mich gesagt, jetzt sage ich was Böses über ihn" - das Wort Kindergartenniveau hatte ich oben ja schon mal erwähnt.

      *Wie immer: Das alles ist meine subjektive Meinung und auch wenn ich das ein bisschen drastischer formuliert haben mag als zuvor (ich hoffe nicht, wenn doch ist es der späten Stunde geschuldet), meine ich es nicht böse. Für passionierte Turnierreiter, die sich von der MMO Werbung ebenso wie du angegriffen gefühlt haben, könnte dein detaillierter Turniervergleich vielleicht sogar genau das Richtige sein. Und selbst wenn nicht, im Grunde ist es dein Blog und da kannst du es natürlich halten wie immer du magst.*

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    8. An sich sind wir uns einig. Aber eins kann ich jetzt nicht so stehen lassen. Es ist keineswegs so, wie Du es unterstellst, was Du Kindergartenniveau nennst: "Du sagst, was Böses über mich, also sage ich jetzt was Böses über Dich." Ich bin gelernte Redakteurin und habe über das MMO nach allen journalistischen und ethischen Kriterien berichtet oder aber kommentiert (ein Blog ist ja so gesehen ein Kommentar). Alle meine Aussagen waren gut recherchiert oder als "Es könnte ja auch sein, dass ..." gekennzeichnet. Auch die Sache mit dem Deckhengst. Es gibt ihn, er gehört dem Veranstalter und so wie Du schreibst, gab es für diesen auch einen (Werbe-)stand. Da würde jeder andere Journalist auch eins und eins zusammen zählen. Leider gibt es heutzutage kaum noch investigativen Journalismus und auch keine Verdachtsberichterstattung mehr (abgesehen von den Artikeln der Reiterrevue, Feine Hilfen und Equimondi über die VOX-Pferdeprofis) und ich möchte nicht, dass Du meine journalistische Arbeit aufgrund Deiner sehr, sehr subjektiven Interpretationen Kindergartenniveau schimpfst. Es hat schon Hand und Fuß, was ich schreibe und es gibt eine Menge Leute, die mal was Böses über mich gesagt haben. Ich berichte dann, wenn ich meine dass es öffentliches Interesse gibt und das scheint ja auch so zu sein, weil die MMO-Beiträge 6.000 bis 7.000 Leser hatten. Ich wünsch Dir was

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    9. Da musst du mich falsch verstanden haben, vielleicht habe ich da auch irgendwas getriggert, das tut mir leid.
      Ich hatte mich mit dem Ausdruck "Kindergartenniveau" etwas provokant aber eindeutig auf den permanenten Vergleich (von allen Seiten) anhand von Einzelbeispielen, MMO vs. Turniere vs. Werbung für das Event, bezogen - nicht auf deine journalistische Arbeit. Journalistisch ist die Formulierung von deiner Seite aus durchweg in Ordnung, aber davon habe ich gar nicht gesprochen, ich habe nur meinen rein subjektiven geschmacklichen/stilistischen Eindruck wiedergegeben ("Ich finde diese Art sich gegenseitig jeden Fehler vorzuwerfen a la "der hat aber gesagt", "siehst du, bei denen hat aber auch einer den Kopf hochgerissen", hat Kindergartenniveau und trägt null zur Sache bei (von beiden Seiten!).") und die Subjektivität dessen stets betont.
      Auch dass ich deine Meinung zum Deckhengst nicht teile, weil es nicht zu dem passt, wie ich (schon wieder subjektiv!) es auf dem Event erlebt habe (es war übrigens kein eigener Stand für den Deckhengst, sondern ein allgemeiner Informationsstand zu Mustangs kaufen, Importieren, der Auktion, dem Verein und auch dem Deckhengst), muss nicht heißen, dass das deine Meinung schlecht recherchiert ist oder falsch (ob es stimmt, weiß wohl nur der Veranstalter) oder ich mit deiner journalistischen Arbeit nicht einverstanden wäre - sondern nur, dass ich deine Meinung/Vermutung in diesem Punkt nicht teile, was ja an sich nichts schlimmes ist.
      Ich hoffe/glaube, dass deine Aussage "[...] ich möchte nicht, dass Du meine journalistische Arbeit aufgrund Deiner sehr, sehr subjektiven Interpretationen Kindergartenniveau schimpfst.", auf diesem/n Missverständnis/sen beruht und es kein persönlicher Angriff sein sollte, denn eigentlich hatten wir doch bisher einen guten, konstruktiven Austausch.
      Den Zusammenhang deiner letzten 2-3 Sätze mit dem was ich geschrieben habe, kapiere ich ehrlich gesagt nicht, es freut mich aber, dass dein Blog so beliebt ist. :)

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    10. Ich antworte als 12oaksTV Turnierkanal, weil wir ja auf der German Open sind und ich zur Zeit eher diesen Blog bearbeite: http://steiner-horsemanship.blogspot.de/2017/09/german-open-krimi-go-go-go-jetzt-geht.html - aber ich bin es trotzdem.

      Tut mir total leid, wenn ich Dich falsch verstanden habe. Ich dachte, du meinst das so, dass ich sage: "Der Strussione hat aber angefangen und ich wehre mich nur." Klingt ja auch ein bißchen nach Kindergarten. Andererseits muss man ja, wenn man angegriffen wird, auch irgendwie die Möglichkeit haben, diese Angriffe richtig zu stellen. Wie auch immer. Ich habe das in den falschen Hals bekommen und das tut mir aufrichtig leid.
      Dass mit dem öffentlichen Interesse ist natürlich ebenfalls auf dieses Mißverständnis begründet, weil es ja doch ein bißchen investigativer Journalismus ist und wenn man sich ansieht, wie Mein Pferd jemandem ein Forum gibt, der (Videoaufnahmen zufolge) ein Pferd fahrlässig getötet hat, weil er nicht akzeptieren kann, dass nicht jedes Pferd das Kompliment mit der Fußlonge lernen kann und manche darauf klaustrophobisch reagieren (siehe mein neuester Blogbeitrag) und MEIN PFERD ihm seitenweise ein Formum gibt, wo er das Ganze als Unfall herunter spielen darf, dann wollte ich damit nur sagen, dass es heutzutage immer wichtiger wird, dass es Blogs wie diese gibt, die die Kontrollfunktion der Presse dann doch noch erfüllen. Allerdings habe ich nur gehört, dass die REITERREVUE sich dann doch an die journalistischen Grundsätze gehalten hat und die Besitzerin der Pferdes kontaktiert hat, nachdem Herr Pfister dort behauptet hat, man hätte ihm einen Steiger "untergeschoben". Ich finde es wichtig, dass diese Sachen thematisiert werden. Und das gilt auch für Mustang Makeover. Dem zahlenden Zuschauer wird es als Tierschutz verkauft und am Ende gibt es hier Nachzuchten, die im Tierheim landen. Selbst wenn der Deckhengst nicht im Vordergrund steht bei dem Stand: Der Veranstalter nimmt eine Decktaxe von 750,- Euro, bewirbt den Hengst mit teueren Profivideos auf Facebook und gerade heute erreicht mich die Nachricht, dass das Tierheim Viersen dringend Plätze sucht für drei Mustangs (eigentlich sogar vier): ein Jährling, eine Zweijährige und eine 18jährige tragende Stute: Drei der vier sind Nachzuchten und es wird mir immer ein Rätsel bleiben, wie es den Mustangs in Amerika hilft, wenn diese hier gezüchtet werden (was ja dann eigentlich keine Mustangs mehr sind, weil sie ja gar nicht frei leben). Es ist halt - selbst wenn man es nicht beweisen kann - auch schon mal wichtig, Verdachtsberichterstattung zu betreiben und dafür ist eigentlich nichts weiter erforderlich als dass man dem Gegenüber Gelegenheit zur Stellungnahme gibt, was ich ja mit den 25 Fragen an die Macher des Mustang Makeover ordnungsgemäß nach allen Regeln der Kunst erledigt habe. Da ist dann keine Antwort eben auch eine Antwort.
      Bezeichnend ist auch, dass ich um Schriftform gebeten habe, was der Veranstalter abgelehnt hat. Er wollte telefonieren. Dem habe ich zugestimmt, wollte das Telefonat aber aufzeichnen, worauf der Veranstalter mich auf Facebook blockiert hat und auch recht aggressiv wurde. Da hört man dann (i.d.R. zu Recht) Nachtigallen trappsen, denn wer nichts zu verbergen hat, würde so nicht reagieren.

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    11. Dann ist ja alles gut. :)
      Ja, dem Herrn Veranstalter sollte man zu seinem eigenen Schutz Social Media wegnehmen. Ich habe jetzt aufgrund unserer Unterhaltung mich auch ein bisschen mehr informiert und was der teilweise schreibt auf Facebook ist - sehr vorsichtig ausgedrückt - äußerst ungeschickt.
      Zu den Mustangs, die ein Zuhause suchen: Wenn das noch aktuell ist (und eine Vermittlung nach Norddeutschland möglich ist), kannst du gerne Bescheid sagen, da kann ich evtl. helfen.
      Ich wünsche euch viel Erfolg auf den German Open!

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    12. Social Media zum eigenen schutz wegnehmen - hihi, aber wahr. Ich bin da nicht ganz involviert, aber normalerweise müsstest Du das Tierheim Viersen über Google finden. Auf Facebook hatten ein paar geschrieben, dass sie Interesse hätten, aber ob das geklappt hat, weiß ich jetzt nicht. Ich drücke Dir die Daumen und würde mich freuen, wenn Du mir sagst, was aus den Vieren geworden ist.

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    13. Danke auch fürs Glück wünschen. Leider hat es fürs Finale nicht gereicht, weil die Konkurrenz sehr gute (und wahrscheinlich) teure Pferde reitet. Larissa macht das ja mit einem Pony und hat immerhin die Hälfte der Quarter Horses besiegt, aber ins Finale kommen nur zehn. Gestern waren wir echt traurig, weil es ihr letztes Jahr in der Jugend ist. Aber gerade eben haben wir erfahren, dass sie die Reining in der Mannschaft am Samstag reiten soll und sind völlig aus dem Häuschen, deswegen verzeih mir, wenn ich an dieser Stelle auch mal schnell angeben muss. Hier der Ritt vom letzten Jahr - ich bin so stolz auf die beiden (und nein: der Kleine wird nicht gequält :D ) : https://www.youtube.com/watch?v=WivmPvgCiaM

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