Montag, 1. Januar 2018

Start in die Reihe: Gespräche mit Pfister - das Telefon schellt

In der Woche als das Video, das die letzten Minuten des Pferdes Evita zeigt, über Facebook kursierte, lag ich eigentlich mit Grippe flach und habe mich zwischen Laptop und Bett schniefend und niesend hin und her geschleppt. Als ich dann endlich mal wieder atmen konnte und die erste Nacht durchschlief, klingelte um halb 9 morgens das Telefon, das ich vor mich hin fluchend erreichte.

Foto überlassen von Peter Pfister
"Steiner", brummte ich und hörte so was wie: "Guten Morgen, hier spricht Peter Pfister und ich wollte Sie fragen, warum Sie auf Facebook so gegen mich schießen. Habe ich Ihnen was getan?" Oh nein, dachte ich bei mir, muss ich das jetzt wirklich rechtfertigen? Der glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich jetzt meine Blogartikel lösche. Aber ich kriegte ja endlich wieder Luft und atmete erst mal tief durch, bevor ich um Geduld ringend sagte: "Herr Pfister, es geht doch nicht gegen Sie persönlich, aber ich finde einfach, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, zu erfahren warum ein Pferd auf einem Kurs stirbt. So etwas darf nicht vertuscht werden." Herr Pfister wollte daraufhin wissen, warum ich denn auch noch das Video mit dem "A genoux" (das Knien, das aus dem Kompliment entwickelt wird) veröffentlicht hatte und ich behauptete, im Brustton der Überzeugung, dass es beweist, dass es kein Einzelfall ist.

"Das ist doch aus dem Zusammenhang gerissen und keiner kennt die Vorgeschichte. Und überhaupt: Muss man da so eine Schlammschlacht draus machen?", hielt er dagegen und plötzlich war ich wach und kam in Fahrt: "Wieso Schlammschlacht? Niemand will Sie ruinieren, aber die Öffentlichkeit hat ein Recht auf die Wahrheit. Es ist einfach richtig und wichtig, über die Öffentlichkeit zu kontrollieren, wenn irgendwo in der Gesellschaft etwas schief läuft, damit sich daraus etwas ändert" und so ging es dann über Hölzchen und Stöckchen:

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Wie ihr oben lesen konntet, weiß ich wirklich alles besser, mache aber auch jede Menge Fehler (der Mensch an sich ist fehlbar), aber da stehe ich auch zu - ganz besonders in den Fallgeschichten zu Beginn von "Westernreiten meets Natural Horsemanship" mit Pleiten, Pech & Pannen. Der Praxisteil ist dann dafür da, dass man aus diesen Pleiten, Pech und Pannen wieder herauskommt, was ganz schön verzwickt ist, denn ausgerechnet dafür gibt es im Natural Horsemanship eine klare und unumstössliche Regel, die da lautet: Es kommt drauf an. 



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Auch für die interessant, die die Erstausgabe haben, da es über 50 brandneue Seiten enthält.




"Take the time it takes, so it takes less time" ( Pat Parelli)

Nimm die Zeit, die es braucht, dann wird es schneller gehen

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