Samstag, 7. Mai 2016

Nicht meine Meinung & keine Grenzen für Satire

Zwar bewegt sich die Facebook-Gruppe, worum es in diesem Themenmonat geht in einem bestimmten Rahmen: "Hier darf Kritik gegen VOX-Pferdeprofis" geäußert werden, aber die dort geäußerte Kritik entspricht in vielen, aber nicht allen Punkten meiner Meinung. In der Gruppe habe ich zu dieser Kritik, die nicht meiner Meinung entspricht noch nie Stellung genommen, weil es überhaupt nicht notwendig ist, dass man in einer Demokratie immer einer Meinung ist, aber ich finde auch das darf man einmal machen. Frei nach Voltaire:

Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.


  1. Auch ich reite nicht mit Helm,
  2. Ich trage bei der Bodenarbeit keine Handschuhe, weil ich eher mit hochwertigen, teuren Seilen arbeite und diese loslasse, um Verbrennungen an den Händen zu vermeiden
  3. In der Gruppe wird häufig kritisiert, dass Sandra Schneider die Longe schleifen lässt - mit Longe macht man das ja auch nicht, aber mit Bodenarbeitsseilen ist das durchaus üblich.
Das sind nur drei Beispiele von Kritik, die nicht meiner Meinung entspricht, die in der Gruppe aber durchaus auch ausgesprochen wird, denn es geht nicht darum, dass nur meine Meinung wiedergegeben wird, sondern darum irgendwo auf Facebook eine Nische zu schaffen, wo man seine Meinung auch dann sagen darf, wenn diese kritisch ist. Denn im Rest von Facebook wurde man regelrecht mundtot gemacht, wenn man seine Kritik an der Sendung äußerte.

Und das war kein Austausch von Argumenten, sondern die Kritiker wurden persönlich angegriffen - ich finde das sehr bedenklich - ihr nicht?

Noch ist obige Liste kurz, weil ich keine Zeit habe in der Gruppe nachzusehen. Bei Gelegenheit werde ich diese Liste länger machen. Abschließend noch ein Archiv-Beitrag aus den 12-Oaks-News im Februar 2015:

Keine Grenzen für Humor und Satire

Es heißt jetzt nicht mehr "Spiegel-Leser wissen mehr", sondern "Keine Angst vor der Wahrheit". Ich habe heute morgen beim Arzt den Spiegel gelesen und da ging es um das Attentat auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo". Ein paar tolle Zitate habe ich abfotografiert: 

"Können wir über alles lachen? Werden wir morgen in der Lage sein, über alles zu lachen? Das sind Fragen, die es wert sind, gestellt zu werden. Keine Grenzen für Humor. Und zwar im Dienst der Redefreiheit, denn wenn der Humor endet, dann hinterlässt er seinen Platz oft der Zensur oder der Selbstzensur." Cabu (13.1.1938 bis 7.1.2015) Zeichner bei Charlie Hebdo.
Spiegel-Artikel: "Und was für ein Verständnis von Humor sich darin ausdrückte, ob das Lachen eines der Verachtung war oder eines der Aufklärung, eines der Ausgrenzung oder eine Einladung: Das war ein dauernder Prozeß, den man freie Meinungsäußerung nennt. Sie schossen fröhlich und sie schossen auch übers Ziel hinaus, was Teil des Plans war. (...) Es ging ihnen darum, dass Satire alles, wirklich alles darf. (...) Ich will lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben, hatte Charb einmal gesagt."
Zum Emblem: Je suis Charlie: "Ein Land, ein Kontinent ist Charlie. (...) Es ist zu einem Emblem dafür geworden, dass dieses Land und dieser Kontinent nicht vorhaben, sich wegzuducken in Angst vor dem Terror. Frankreich kann trotzig sein und widerspenstig; und Europa hat Charakter, so würden es die Franzosen sagen."
"Charb mag die Menschen nicht" so hieß eine seiner Kolumnen - doch er war ein ruhiger, zurückhaltender Mann, der wie alle hier für das stand, was sie für Menschlichkeit hielten. Die den Kampf führten für die Freiheit der Presse, der Meinungsäußerung, und ja, auch den für gelegentliche Beleidigungen und Geschmacklosigkeiten."

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