Mittwoch, 6. Januar 2016

Magic Pepper: ein Bilderbuch-LBI

Ein Left-Brain Introvert, wie er im Buche steht


Ein Blogeintrag, der am 24.1.15 auf www.12oaks-ranch.de erschienen ist:
Im Januar 2014 geht es ja um Problempferde. Eigentlich hasse ich dieses Wort, aber ich hatte mal ein Pferd, wo selbst ich denke, dass es passt. Ich hatte mal die glorreiche Idee, billig Pferde zu kaufen, die schwer zu reiten sind. Wenn ich sie dann korrigiert habe, dann verkaufe ich sie, so der Plan. Habe ich aber nur ein einziges Mal wirklich so gehandhabt.
Das Pferd für billige Tausend Euro hieß Pepper und war sowas von faul: Bei Parelli ein Left-Brain-Introvert, wie er im Buche steht. Und die hatte ein Ego, was durch keine Stalltür ging. Ich saß zu Beginn auf ihr drauf, sie ging geradewegs in eine Ecke des Trailplatzes und war mit nichts da wieder rauszubringen: Sporen, Gerte - alles vergeblich. Also habe ich sieben Spiele nach Parelli mit ihr gespielt. So viel konnte ich damals gar nicht: Bisschen Rückwärts, ein bisschen Vorhand verschieben, ein bisschen Hinterhand verschieben und es änderte sich schon etwas. Immerhin konnten wir Schritt gehen ohne Streit und auch die ersten Trailhindernisse funktionierten. Ich konnte sie sogar recht bald im Reitunterricht einsetzen, wenn ich mit der Longierpeitsche nebenher ging. Oh Mann, das waren noch Zeiten. Na ja, Pepper sollte dann auch mal traben, hatte sie aber keine Lust drauf und trat in meine Richtung: Mitten auf meine Uhr, die dann einen Riss hatte. Sie hat mich sogar mal gebissen, als ich Heu von ihr Richtung Lucky schieben wollte.

Dienstag, 5. Januar 2016

Ein Hengst, der nicht nach Hause will

UPDATE zur Anekdote: Wie man einen Hengst in den Pferdeanhänger verlädt

Bei einem "handelsüblichen" Pferd, das nicht in den Hänger geht, schaffe ich das auch ganz alleine - erschienen in meinem Blog auf www.12oaks-ranch.de im August 2015:
Erinnert ihr Euch an den Post von letzter Woche, wo ich den Hengst verladen habe und geschrieben habe, dass es nicht darum geht, das Pferd irgendwie in den Hänger herein zu bekommen, sondern das Pferd vielmehr zu lehren, dass es sein Job ist, in den Hänger zu gehen und dass es dort nichts zu befürchten hat?
Tja: Es hat funktioniert - beim letzten Unterricht bei Elias konnte Angelina ihren Hengst ohne irgendwelche Diskussionen verladen. Das hört man gern. Für alle, die es letzte Woche nicht gelesen haben, schiebe ich den alten Post noch einmal hoch:

Montag, 4. Januar 2016

Rettung in der Not: Ohr abgerissen bei Verladedrama


Das obige React-Video ist brandneu, aber der dazugehörige TV-Bericht (HIER + Folge 2: https://www.ndr.de/fernsehen/Die-Neuen-kommen,sendung765736.html) hat auf Facebook schon vor Jahren für Diskussionen gesorgt - ich habe darüber im Blog geschrieben:
Ich bin ja ein großer Freund von umgekehrter Psychologie und partnerschaftlichem Denken dem Pferd gegenüber, aber immer nur Nett-Sein führt eben auch nicht IMMER zum Ziel: Da ein Pferd einerseits eine klare Führung braucht, um sich als Fluchttier sicher fühlen zu können und andererseits das Pferd keine Gefahr für die Allgemeinheit werden darf, brauchen wir eben auch Leadership und dann sieht nicht alles immer nur schön aus (mit unserem eigenen Nachwuchs kracht es in der Pubertät ja auch schon mal). 
Bei Pferden ist es so, dass sie unter zwei Voraussetzungen durchaus auch Druck vertragen: Wenn sie wissen, was sie tun sollen und wenn ihr Gegenüber keine aggressiven, wütenden oder frustrierten Emotionen empfindet. 
Der Mann, um den es in dem Video geht, ist Uwe Weinzierl und er hat uns einmal bei einem Pferd geholfen, das wirklich gefährlich war. Durch seinen tatkräftigen Einsatz wurde dem Pferd das Leben gerettet, denn es hieß: Entweder geht es auf den Hänger oder es kommt zum Schlachter:

Sonntag, 3. Januar 2016

Die Gedanken sind eben doch nicht frei

Früher hat man in Reitställen eigentlich eher gesehen, dass Menschen zu hart mit ihren Pferden sind, heute sehe ich auch oft das Gegenteil. Es ist so viel von positiver Verstärkung die Rede, dass sich niemand mehr traut, seinem Pferd Grenzen zu setzen. Das erinnert mich manchmal an die in den 70er Jahren populäre anti-autoritäte Erziehung von Kindern, die ja auch zuweilen ganz schön ausgeufert ist. Deswegen muss man heute vielen Leuten erst einmal beibringen, ihren Pferden auch mal Grenzen zu setzen oder auch einen gewissen Gehorsam einzufordern, denn es gilt der Grundsatz "Safety First" und man darf auch einmal verlangen, dass das Pferd einen Job macht. Also ist mein Grundsatz immer "Weg von Extremen - Hin zum Mittelweg". Dennoch macht das Stichwort "Positiv" sehr viel Sinn für mich, aber in einem ganz anderen Zusammenhang - nämlich eher im Hinblick auf meine Gedanken, Gefühle und meine Energie. Denn wenn ich mein Pferd schubse, dann mache ich das so spielerisch, dass keine negative Energie fließt und ich versuche auch diese 80:20 Regel einzuhalten. 80 Prozent Lob und 20 Prozent Kritik oder Grenzen setzen, wie auch immer man es nennen will.
Hierzu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen von einer Schülerin, die auch erstmal lernen musste, sich ihrem Pferd gegenüber durchzusetzen und im zweiten Schritt auch lernen musste, auf die eigene Energie zu achten.

Samstag, 2. Januar 2016

Noch ein Fallbeispiel zum Thema "Zero Brace"

Gib dem Pferd, was es braucht und erlebe wahre Wunder

Dieser Eintrag ist ebenfalls vor einem Jahr im Blog der 12 Oaks Ranch erschienen:

Heute muss ich wirklich den Hut vor meiner Reitschülerin E. ziehen, denn sie hat echt einen tollen Job gemacht. Bei dem stürmischen Wetter sind unsere Pferde erstens etwas durch den Wind und zweitens nicht ganz ausgelastet. Bei dem matschigen, rutschigen Boden ist das auch gar nicht so einfach. Fancy braucht es gelegentlich, dass man sie am langen Seil galoppieren lässt, ohne sie dabei zu stören. So kann sie ihre Emotionen verarbeiten, aber vor der Reitstunde haben wir dafür nicht die Zeit gefunden: Zu lange geschlafen.
Eigentlich war Fancy auch sehr brav im Reitunterricht, kennt halt ihren Job: Erste Gruppenstunde ging sie ruhig Schritt und in der zweiten Stunde war Trailtraining mit E. angesagt. Fancy hat wirklich toll mit gemacht, aber als wir am Ende noch auf den Sandplatz gegangen sind, merkte man an Fancys Tempo, dass sie wohl doch ziemlich unter Strom stand. Als ich Fancys Stechtrab sah, habe ich spontan zu E. gesagt: "Sei einfach Passagier." E. wusste sofort, was gemeint ist und hat Fancy einfach in Ruhe gelassen: Nicht gelenkt und nicht gebremst - einfach in der Bewegung mitgehen. Und das kostet Überwindung, wenn ein Pferd so "an" ist, aber es funktioniert auf geradezu magische Weise. Es hat keine Runde gedauert und Fancy ging von sich aus in einen gesetzten Trab und hat dann sofort eine Pause von uns bekommen. E. ist somit ein perfektes Zero Brace gelungen. Was das ist, könnt ihr hier nachlesen:

http://parellispirit.blogspot.de/2012/10/von-zero-brace-zum-fliegenden_28.html

Das Pferd der Autorin ist übrigens ein Right Brain Extrovert: Genau wie Fancy, die in folgendem Video auch fliegend wechselt mit Janik (als Freestyle - also ohne Zügelkontakt):



Freitag, 1. Januar 2016

horseman's handshake & zero brace

Erste Begegnung mit Blogspot und die Wirkung von Zero Brace & umgekehrter Psychologie





IM MONAT JANUAR STARTE ICH EINE NEUE SERIE MIT DEM THEMA: FALLBEISPIELE

Fallbeispiel vor exakt einem Jahr in meinem täglichen 12-Oaks-Ranch-Blog erschienen:
Bericht vom mobilen Unterricht zum Horseman's Handshake: 

Ich war gestern zum ersten Mal bei einer Kundin mit einem zweijährigen Araber-Berber-Mix. Wir haben erstmal die 7 Spiele als Test gemacht - und wenn man sich kennen lernt, gibt man sich ja erstmal die Hand: Horseman's Handshake. Aber Pustekuchen - ob rückwärts gehen oder auch den Pferdekopf nach links und rechts führen: Die Stute wollte mit ihrer Nase nicht meine Hand berühren - zum Verrecken nicht.
Nach einigen Sekunden rettete mich meine Intuition, die mir sagte: "Okay, ich zwinge sie nicht mir die Hand zu geben, wenn sie das nicht will", und habe mich der Besitzerin zugewendet und von Left Brain Extroverts mit der Grundbotschaft: "Du bist nicht mein Boss" erzählt. Derweil sah ich aus dem Augenwinkel, dass das Pferd kaute und kaute, dann auf einmal kam es erst zu mir und stupste mit der Nase meine Hand an und machte dann dasselbe bei der Besitzerin. Das liebe ich so am Parelli-Programm: Auch die Pferde dürfen ihre Ideen und Wünsche einbringen - es sind eben keine konditionierten Roboter. Da ich vorgestern über den wundervollen Blog einer Parelli-Instruktorin gestolpert bin, habe ich Euch bei ihr ein Fallbeispiel rausgesucht, wo es um Zero Brace geht. Absolut lesenswert: http://parellispirit.blogspot.de/2012_10_01_archive.html

Zum Thema Horseman's Handshake gibt es auch eine weitere Anekdote, in der die Co-Trainerin von Bernd Hackl vorkommt (Bestandteil des Themenmonats VOX-Pferdeprofis):


Lesen Sie auch unseren heutigen Wordpress-Artikel: Was ist Natural Horsemanship?

Dazu passend ein Video aus dem Natural-Horsemanship-&-Reitschulguide auf unserer Website:



Donnerstag, 31. Dezember 2015

Erfahrungsbericht: Der Spin im NHS



Infonachmittag zum Jungpferdeeinreiten 
mit Parelli Instructor David Zünd




Sonntag Nachmittag bin ich mit meiner Bodenarbeitsschülerin Jacky zu einem Infonachmittag zum Thema Jungpferdeeinreiten nach Gackenbach gefahren. Parelli-Instructor David Zünd hat bei zwei Pferden gezeigt, wie das Einreiten funktioniert, wenn es auf Parelli-Art geschieht. Auch wenn Larissa und ich vieles genauso gemacht haben seinerzeit bei Queenie, gab es dennoch den einen oder anderen Aha-Effekt. ... (weiterlesen)


© Katharina Erfling, www.pony-galopp.de
Wenn Sie uns und unsere Pferde näher kennenlernen möchten, dann lade ich Sie herzlich ein, den Blog auf meiner Website zu besuchen.
© Nicola Steiner www.12oaks-ranch.de


Pferd der Extreme mit Spaß an der Freiheitsdressur

Als Queenie ein Fohlen war, hat sie immer alle Leute begrüßt und ist denen auf den Pelz gerückt – wer aber den Fehler gemacht hat, ihr auszuweichen, hatte ganz schnell einen Fohlenhuf auf dem Oberschenkel. Sie hat das Ausweichen der Menschen eben Pferdisch gedeutet: „Wenn ich Raum beanspruche und Du ausweichst, bin ICH ranghoch.“

Queenie ist halt ein Pferd der Extreme: Auf der einen Seite eine Rotznase wie sie im Buche steht und auf der anderen gibt sie sich oft so viel Mühe und zeigt so viel Begeisterung, z.B. bei der Freiheitsdressur. Folgendes Video zeigt ihr Fortschritte in vier Wochen: von Mitte Dezember 2014 bis Mitte Januar 2015. Das darunter ist ein recht neues Video: Meine Tochter Larissa verlädt zwei Pferde auf einmal:




Beide Videos sind auch in unserer neuen Youtube-Playlist: Best of 12 Oaks Ranch 2015

Queenie hat auf unserer Homepage zwei eigene Unterseiten - einmal Queenie übt fürs Turnier und die ältere: Queenie wird eingeritten

Morgen geht es los mit dem Thema "Fallbeispiele" und ich berichte von meinen anderen eigenen und von Kundenpferden. Um genau zu sein: Ich blicke überwiegend zurück auf Januar & Februar 2015 und suche Anekdoten heraus, die ich damals bereits in meinem täglichen Blog www.12oaks-ranch.de veröffentlicht hatte.


Der Blog hier bei Blogspot soll vor allem Geschichten aus dem Nähkästchen sammeln. Bei Wordpress habe ich eine Art Archiv angelegt: https://nicolasteiner12oaksranch.wordpress.com/

Dort ist am Neujahrstag Thema: Was ist eigentlich Natural Horsemanship?

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Queenies Nähkästchen mit Hund, Katze, Maus

Okay, ohne Maus, aber mit vielen unterhaltsamen Videos und Bildern:

Hier der Beweis, dass Queenie wirklich vor nichts Angst hat, was Zivilisation ist:





Gamaschen widerum fand sie beim 1. Mal doch recht doof ... ich nenn das dann: Augsburger Puppenkiste:


Hier ein Video, was mir dieser Tage den letzten Nerv geraubt hat. Ich wollte mal ausprobieren, wie das mit Zeitlupe und schneller-laufen-lassen bei Youtube funktioniert und habe das folgende Video als Versuchsobjekt genutzt. Im Original habe ich beim Filmen 2 x mal ein bißchen gehustet und im Schnelllauf quietscht das dann halt, versteht sich eigentlich von selbst. Larissa hat sich darüber kaputt gelacht und saß dann neben mir und sagte entweder "Nochmal" oder drückte unter lautem Gekicher gefühlte 27 x auf den "Wiederholen"-Button .... Augen verdreh :-D ... 

Pferde sind die besseren Therapeuten

Warum es manchmal richtig & wichtig ist, Angst zu haben & dazu zu stehen

Vor einem Jahr hatte ich über Queenie das hier geschrieben: 

Ich hatte Euch ja Anekdoten versprochen. Dieses Mal geht es um mich und ich muss etwas weiter ausholen : Vor etwas über einem Jahr hatte ich ja einen Autounfall, wo ein anderer Verkehrsteilnehmer in rasender Geschwindigkeit in mich reingeschossen ist, weil er wohl aufs Handy gesehen hat statt auf die Strasse. Abgesehen vom chronischen Schleudertrauma habe ich seitdem mit Ängsten und gelegentlichen Flashbacks zu kämpfen – komischerweise mittlerweile seltener beim Autofahren: aber beim Reiten ist dieses Gefühl, das Leben sei bedroht, immer mal wieder aufgetaucht: 

Dienstag, 29. Dezember 2015

Eine eigene Meinung auf vier Beinen

Queenie: Eine eigene Meinung auf 4 Beinen (P. Parelli)

Queenies allererstes Mal allein in Wald und Flur, kann ich Euch natürlich nicht vorenthalten - unten ist das Video. Es ist wieder ein Rückblick: Ein ganzes Jahr ist es her, weswegen "heute" natürlich nicht "heute" ist. Den Frühling, Sommer und Herbst 2015 haben wir diese Thematik weg gelassen, weil man auf dem Platz noch gut reiten konnte und wenn wir ausgeritten sind, dann mit zwei Pferden. 
Die Neuauflage des Übens-alleine-Auszureiten kam dann Anfang Dezember 2015 mit dem Durchbruch an Heiligabend (siehe 1. Post an Heiligabend). Vorgestern hat Larissa sie ganz ohne Begleitung zum Wald geführt und gestern waren wir mit zwei Pferden unterwegs und haben uns mitten im Wald getrennt und nach einem Kilometer wieder getroffen: Das hat so weit geklappt, außer dass Queenie einmal stehen geblieben ist und Larissa sie kurz geführt hat, bevor es beim 2. Mal trennen dann wirklich funktioniert hat. 

Hier noch das Foto,was Larissa mir vorgestern per Whats App vom Spaziergang geschickt hat und dann der Blogeintrag von Mitte Januar 2015:




Obwohl Queenie im Wald so gelassen ist (wir haben das mit zwei Spaziergängen vorbereitet) und Larissa und ich  einmal mit ihr ohne andere Pferde am Reitplatz waren, fand sie es heute morgen aufregend: Lucky und Mutter Fancy auf der Spielplatzwiese und sie sollte mit zum Reitplatz. Obwohl die Schecken ebenfalls am Reitplatz waren, hat sie sich doch ein wenig aufgeregt. Allerdings hatte ich da nicht mit gerechnet und habe Liberty mit ihr auf dem Reitplatz versucht, wobei ich die Mitte des Platzes mit einer Extra-Litze abgeteilt hatte. Angefangen habe ich erstmal am Seil, wobei sie quietschte und buckelte, was ja schon mal vorkommt. Sie hatte sich jedoch eigentlich recht schnell eingekriegt, also habe ich das Seil abgemacht, worauf sie alles in meiner Nähe sehr brav machte. Aber als ich sie auf dem Zirkel von mir weg schickte, hat sie zweimal versucht durch den Zaun zu klettern - das hat ja als Fohlen auch immer gut geklappt. Ich war eigentlich ganz baff, dass sie auf mein energisches "Nein" tatsächlich beide Male von diesem Vorhaben abließ - zumindest in Richtung Trailplatz. Es gelang mir sogar eine Trabrunde nach rechts und eine nach links, aber dann hat Queenie den Feierabend eingeläutet und meine neu gespannte Litze auseinander genommen. Immerhin kam sie, als ich sie gerufen habe, so dass wir noch fliegende Wechsel am Seil üben konnten - ihr wisst ja: wegen dem guten Abschluß. Aber es wurde höchste Zeit den "Zwerg" zu seiner Mama zurück zu bringen, aber jetzt wurde es wirklich knifflig: Es ging Queenie alles nicht schnell genug und auf dem Trailplatz fing sie mal kurz das Hopsen und das Steigen an. Das habe ich zwar unterbunden, aber ich hatte jetzt keinen Bock mehr sie durch unseren kleinen Engpass zu führen und dachte: Wenn sie sich so benimmt, soll sie halt bei den Ponys bleiben und ich habe sie auf die untere Weide gelassen. Ich glaube, die hat überhaupt nicht mitbekommen, dass die Ponys da sind, denn sie rannte wie besessen Richtung Ausgang: "MAMA !!!". Da ich ja bekanntermaßen dann nur ihre Omma sein kann (Fancy ist ja die Mama) und Ommas bekanntermaßen zum Nachgeben neigen, dachte ich: "Na gut, ich hole sie doch am Tor ab und bringe sie rüber - wenigstens erspare ich mir so wenigstens die Hälfte vom Engpaß". Schon wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der frisch gebackene Wirt Queenie erkannte mein Vorhaben, dachte dieses Mal "OMMA" und machte wieder Anstalten durch den Zaun zu klettern (die hat wohl auch nicht mitgekriegt, dass sie seit der Fohlenzeit ein kleines bißchen gewachsen ist). Bevor sie sich jetzt völlig verheddert, habe ich also ein Zwischentor aufgemacht und sie somit auf die oberen Wiese gelassen, die etwas näher an der Spielplatzwiese ist - aber dazwischen liegt leider der Spielplatz. Queenie dachte "MAMA", galoppierte los Richtung Ecke der Wiese, ich dachte: "MEIN GOTT." und obwohl das Quatsch ist, habe ich zu Queenie gesagt: "Du kannst nicht ohne Halfter durchs Dorf gehen - ohne mich kommst Du nicht zur Fancy." Glaubt es oder glaubt es nicht: Sie kam zu mir, ließ sich aufhalftern und anstandslos eine Runde um den Block auf die andere Seite der Spielplatzwiese bringen ;-) . Puuuh !!!

Das war der Blogeintrag vom 15. Januar 2015 in unserem täglichen Blog auf www.12oaks-ranch.de und hier jetzt das versprochene Video, wo wir uns auch vor etwa einem Jahr erstmal getrennt haben ... allerdings bin ich da immer in Sichtweise geblieben, sonst hätte ich Queenie ja auch nicht filmen können.


Montag, 28. Dezember 2015

Foundation before specialization: Finesse reiten

Foundation before specialization: Queenie wird Finesse geritten

Getreu Parellis Motto "foundation before specialization" erarbeitet Larissa sich mit Queenie den Level 4 bei Parelli als Grundlage, damit das darauf aufbauende Reining-Training als Spezialisierung dem Pferd leichter fällt. Larissa als unsere beste Reiterin hat bisher noch nie eine Audition eingereicht und wir würden es ja toll finden, wenn sie unmittelbar im Level 4 einsteigt und dann auch noch mit einem Jungpferd. Das Risiko ist überschaubar, denn bei Nicht-Bestehen des Level 4 dürfte zumindest der Level 3 bestanden sein - zumal es ja nicht um die Auditions geht, sondern darum, dass das Pferd Übungen in der richtigen Reihenfolge lernt und neben der einen Säule des Gehorsam auch die zweite Säule im Parelli-System - die Motivation - gefördert wird. Denn ein Gleichgewicht zwischen beiden führt zur Begeisterung für die Arbeit und ein Pferd, was nicht nur "Dienst nach Vorschrift" macht, sondern seinem Reiter wirklich gefallen will. Unser Plan für Queenie war immer schon, dass sie über den Natural Horsemanship-Weg zum Turnierpferd ausgebildelt werden soll. Hier die ersten Versuch im Finesse-Reiten - also Reiten mit stetigem Kontakt. Darunter ist das Video vom Freestyle-Reiten, was dem Finesse-Reiten unbedingt vorgeschaltet werden muss, um sich kein Pferd zu erziehen, dass im Trab und Galopp los läuft, sobald der Zügel locker ist. Das Halten des Tempos (auch innerhalb der Gangart) gehört nämlich zum Verantwortungsbereich des Pferdes.





Hier noch mehr Videos mit Queenie unterwegs im Parelli-Programm: