Dienstag, 2. Januar 2018

Ein Pferd wird zum Märtyrer - Evita soll nicht umsonst gestorben sein


Die Zweitauflage berücksichtigt nicht nur das Urteil, sondern enthält auch eine lange überfällige Stellungnahme der VFD. Es kann HIER bestellt werden.
Auch für die interessant, die die Erstausgabe haben, da es über 50 brandneue Seiten enthält.


"Wie kann man da als Besitzer zusehen - den Besitzerin sollte man lebenslanges Tierhalteverbot aufbrummen", war einer der unzähligen Kommentare, die man Mitte Dezember auf Facebook zu lesen bekam. Es ging um das Pferd Evita, das durch umstrittene Methoden des Zirkustrainers Peter Pfister zu Tode kam. Dennoch bekam ich subjektiv den Eindruck, dass mehr Leute den Besitzern (z.T. sogar der Reitbeteiligung) die Schuld an diesem grausamen Tod gaben als dem Trainer, dem ja immerhin von der Reitbeteiligung gesagt wurde, dass sie das nicht möchte, der ihren Einwand jedoch mit "Ich aber" rigoros "abwürgte". Daraufhin lief die Reitbeteiligung bestürzt und vor Hilflosigkeit weinend aus der Halle. Als sie sich gefangen hatte und zurückkam, war das Pferd tot: Genickbruch nachdem es 13 Mal gestiegen war und sich drei Mal überschlagen hatte.

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Von Frau Sanders von den Dressurstudien gab es einen kleinen Seitenhieb in meine Richtung (der sich auf DIESEN BEITRAG beziehen könnte). Sie kritisiert, dass sich auch Blogger zum Thema Pfister äußern (ja aber sie selbst doch auch) und erwähnt, dass jemand (ich etwa?) nicht weiß, ob er Trainer oder Journalist sein will und auch Videos einstellt, wie man es besser macht. Meinen Senf dazu gibt es HIER:

Da ich nicht weiß, ob ich Trainer oder Journalist sein soll ... oder noch lieber Autor, reihe ich mich ein in die große Gruppe, der Trainer, die Pferdebücher schreiben:




Bei "Pferde vermenschlichen aber richtig" gebe ich Denkanstösse und bei "Westernreiten meets Natural Horsemanship" regelrechte Trainingstipps, die im DEZEMBER von jemandem getestet wurden, dem ich noch nie im Leben begegnet bin. 

Unterhalb der Buchtipps findet ihr zwei Videos - eines ist nicht von mir und zeigt das Milgram-Experiment, was beweist, dass der Mensch an sich so autoritätshörig ist, dass er nicht nur zusieht, sondern sogar Täter wird und selbst dann Täter bleibt, wenn jemand Schmerzenslaute von sich gibt. Darunter mein React-Video zu Buck Brannaman, denn auch hier wurde ein Pferd am Hinterbein gefesselt, damit man es reiten kann. Dieses Pferd war nicht so duldsam wie Evita und hat seine Peiniger angegriffen, die sich keiner Schuld bewusst waren und dem Pferd stattdessen einen Gehirnschaden diagnostizierten, der von keinem Tierarzt bestätigt war, sondern auf Hörensagen der Besitzerin beruhte.




Montag, 1. Januar 2018

Kapitalverbrechen Kollegenschelte: Die Sache mit dem Neid (Glosse)


Auch die Dressurstudien reihen sich ein in die Reihen der Magazine, die die Hauptaufgaben der Fachpresse (öffentliches Informationsinteresse & Kontrollfunktion) ignorieren und mit stolzgeschwellter Brust erklären, dass sie "ganz bewusst" nicht über Evita berichtet haben - zunächst aber ein kleines Vorab:

Sachlich ist langweilig: Ich übe lieber
Kritik, denn die Presse tut es ja nicht -

außer an der unschuldigen Ausrüstung
Habt ihr eigentlich gewusst, dass ich mal bei den Dressurstudien gearbeitet habe? Es war nur ein kurzes Intermezzo. Ich hatte damals zunächst für artgerecht-pferd geschrieben. Meine Artikel fielen offensichtlich auf und daher hat mich eine Redakteurin der Dressurstudien angeworben. Man brauche dort Verstärkung, weil einige Kollegen aufgehört hätten, und dann war es vorbei mit meiner locker-flockigen zuweilen frechen "Schnüss". Jetzt sollte es seriös sein: Kann ich auch, habe ja Jahrzehnte in Nachrichtenredaktionen gearbeitet, aber selbst da hat man auf den Konjunktiv dann doch oft verzichtet, wenn klar war, wessen Meinung wiedergegeben wird - Nicht so bei den Dressurstudien.



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Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, dann kauft meine Bücher. Das Neueste, in dem es um Evitas Tod und das drumherum geht - der Rest der Pferdefachpresse hat sich ja auch nicht mit Ruhm bekleckert und den Lesern scheinbar ganz bewusst die Wahrheit vorenthalten.


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Start in die Reihe: Gespräche mit Pfister - das Telefon schellt

In der Woche als das Video, das die letzten Minuten des Pferdes Evita zeigt, über Facebook kursierte, lag ich eigentlich mit Grippe flach und habe mich zwischen Laptop und Bett schniefend und niesend hin und her geschleppt. Als ich dann endlich mal wieder atmen konnte und die erste Nacht durchschlief, klingelte um halb 9 morgens das Telefon, das ich vor mich hin fluchend erreichte.

Foto überlassen von Peter Pfister
"Steiner", brummte ich und hörte so was wie: "Guten Morgen, hier spricht Peter Pfister und ich wollte Sie fragen, warum Sie auf Facebook so gegen mich schießen. Habe ich Ihnen was getan?" Oh nein, dachte ich bei mir, muss ich das jetzt wirklich rechtfertigen? Der glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich jetzt meine Blogartikel lösche. Aber ich kriegte ja endlich wieder Luft und atmete erst mal tief durch, bevor ich um Geduld ringend sagte: "Herr Pfister, es geht doch nicht gegen Sie persönlich, aber ich finde einfach, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, zu erfahren warum ein Pferd auf einem Kurs stirbt. So etwas darf nicht vertuscht werden." Herr Pfister wollte daraufhin wissen, warum ich denn auch noch das Video mit dem "A genoux" (das Knien, das aus dem Kompliment entwickelt wird) veröffentlicht hatte und ich behauptete, im Brustton der Überzeugung, dass es beweist, dass es kein Einzelfall ist.

"Das ist doch aus dem Zusammenhang gerissen und keiner kennt die Vorgeschichte. Und überhaupt: Muss man da so eine Schlammschlacht draus machen?", hielt er dagegen und plötzlich war ich wach und kam in Fahrt: "Wieso Schlammschlacht? Niemand will Sie ruinieren, aber die Öffentlichkeit hat ein Recht auf die Wahrheit. Es ist einfach richtig und wichtig, über die Öffentlichkeit zu kontrollieren, wenn irgendwo in der Gesellschaft etwas schief läuft, damit sich daraus etwas ändert" und so ging es dann über Hölzchen und Stöckchen:

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Wie ihr oben lesen konntet, weiß ich wirklich alles besser, mache aber auch jede Menge Fehler (der Mensch an sich ist fehlbar), aber da stehe ich auch zu - ganz besonders in den Fallgeschichten zu Beginn von "Westernreiten meets Natural Horsemanship" mit Pleiten, Pech & Pannen. Der Praxisteil ist dann dafür da, dass man aus diesen Pleiten, Pech und Pannen wieder herauskommt, was ganz schön verzwickt ist, denn ausgerechnet dafür gibt es im Natural Horsemanship eine klare und unumstössliche Regel, die da lautet: Es kommt drauf an. 



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"Take the time it takes, so it takes less time" ( Pat Parelli)

Nimm die Zeit, die es braucht, dann wird es schneller gehen

Freitag, 15. Dezember 2017

Mein Buch im Praxistest #5: Ein toller Nachmittag

Hier geht es zu TEIL 1 & TEIL 2TEIL 3 & TEIL 4 des Praxistests         (und bald zu TEIL 6)

Getestet wird mein Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship", das auch für Nicht-Westernreiter interessant ist. Testerin ist Barbara, Versuchsobjekt: Schimmelstute Penny

"Heute (am 3.12.17) war wieder ein guter Tag: Maria und ich haben die Pferde von der Koppel geholt: fünf Pferde mit zwei Mann ... alles ganz entspannt. Auf dem Winterpaddock dann alle Knotis ab. Jedem Pferd ohne Anbinden die Hufe ausgekratzt und ich habe dann mit Penny am Knotenhalfter mit der raschelnden bösen blauen Regenjacke geübt. Anfassen überall und Jacke - im Wind raschelnd - über Hals, Kruppe und Rücken. An den Beinen entlangstreichen - für Penny immer eine Herausforderung. Auch Jacke an den Ohren und im Nacken ist so eine Sache - mit Ruhe und Geduld letztlich kein Problem. Dazwischen immer wieder rückwärts und Heranholen oder auch die Vorhand kreuzen lassen. Das alles auf dem Winterpaddock - wir haben ja weder Platz noch Roundpen.
Letztendlich hatte ich dann vier Pferde vor und bei mir: Nikita, das dreijährige Pony, den sechsjährigen Lucius und Eddi (2,5 Jahre). Alle drei waren neugierig und sahen aus, als wollten sie sagen: "Nimm mich", denn sie waren alle ohne Strick und keines hatte ein Problem mit der Jacke: über dem Kopf, über dem Hals - überall ohne mit der Wimper zu zucken.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Mein Buch im Praxistest #4: Erfolge schon nach wenigen Monaten


Hier sitzt Barbara auf "ihrer" Penny - es ist zwar "nur" eine Reitbeteiligung, aber Freundschaft ist Freundschaft

Mein Buch im Bild rechts, besteht derzeit einen Praxistest. Im ZWEITEN und DRITTEN TEIL habt ihr die Anfänge von Barbara und ihrer Reitbeteiligung Penny gelesen. In nur vier Monaten haben die beiden rasante Fortschritte gemacht - allerdings nicht nur durch mein Buch. Auch die Pferdebesitzer haben Kenntnisse im Natural Horsemanship, denn mit einem Buch alleine sollte man nicht lernen: Es sollte Hand in Hand mit Unterricht gehen. Und hier geht es weiter mit Barbaras Test:

"Ich arbeite jetzt seit einigen Monaten - mal mehr, mal weniger - mit Penny. Da wir keinen Reitplatz haben: überwiegend vom Boden aus. Dein Buch gibt mir immer wieder sehr schöne Anregungen und mit Hilfe von Maria, deren Lebenspartner ja Penny gehört und die richtig gut ist, wenn es ums NHS geht, komme ich Penny immer näher. Wir haben alle möglichen Spielarten des Friendly Games nach Parelli probiert - derzeit ist die knisternde Regenjacke im Spiel (Videobeispiel gibt es in TEIL 5). Penny trabt und galoppiert sehr schön an der Hand - Rückwärts mit nur einer Handbewegung und inzwischen auch aus den Zonen 2 und 3. Seitwärtsbewegungen im Stachelschwein auf Phase 1, Schlangenlinien um Hütchen und Tonnen und saubere Achten dazwischen sowie Parellis Circling Game in allen Gangarten am Siebenmeter-Seil. (Videobeispiele unterhalb der Buchtipps)

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Mein Buch im Praxistest #3: Geduldsproben ...

Rasselbande im Schweinsgalopp - da kann das Einfangen zur Geduldsprobe werden, wie Barbara unten erzählt

  • Teile 4, 5 & 6 folgen in den nächsten Tagen
Oben könnt ihr die anderen Teile der Miniserie anklicken - hier beschreibt die Testerin, wie schwierig es für sie im Sommer noch mit ihrem Pflegepferd war. Barbara versucht nun mithilfe meines Buches Lösungen zu finden:

"Meine Reitbeteiligung Penny war vorsichtig und misstraute erstmal allem und jedem. Putzen der Beine nur schwer möglich (sie hatte dort wohl mal eine schlimme Verletzung) dazu kopfscheu - was es mir bei ihrer Größe sehr schwierig machte, die Trense aufzuziehen. Sie hatte sehr lockere Beine und trat auch mal, wenn der Druck zu groß wurde. Es musste also Überzeugungsarbeit geleistet werden. Ich habe daher zunächst mit Bodenarbeit begonnen - Vertrauen, aber auch Respekt war das Ziel. Das Pferd kannte das grundsätzlich - ihr Besitzer Micha hat das auch immer wieder mit ihr gemacht und bei ihm gelang vieles, was bei mir nicht klappte. Es war schon ein Geduldsspiel, sie das erste Mal von der Koppel zu holen - seehhhrrr große Koppel und ein unwilliges Pferd - ich bin viel gelaufen. Zunächst habe ich mich ihr genähert - sie war auch nicht abgeneigt, aber wollte nicht gehalftert werden (Knotenhalfter, was sie kennt - Videos zum Halftern gibt's unterhalb der Buchtipps)

Es muss nicht immer Leckerli sein

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Mein Buch "Westernreiten meets NHS" im Praxistest #2

Hier geht es zu TEIL 1 & TEIL 3 des Praxistests         (und bald zu TEIL 4 & TEIL 5 & TEIL 6)

Penny ist die Schimmelstute, die bei Barbara Joostens Test als Versuchskaninchen fungiert


Letzte Woche hatte ich mit Euch geteilt, wie sehr ich mich über eMails freue, in denen berichtet wird, dass mein Buch auch in der Praxis anwendbar & hilfreich ist. Im Sommer erhielt ich dann diese Facebook-Nachricht:

"Hallo Nicola, ich habe mir am Wochenende Dein Buch "Westernreiten meets NHS" geholt und bin ehrlich begeistert. Schön geschrieben und für mich absolut nachvollziehbar - na ja ... jedenfalls bis jetzt, hab' etwas mehr als die Hälfte durch. Ich werde sehen, was ich umsetzen kann, sobald ich wieder einen reitbaren Untersatz zur Verfügung habe. Liebe Grüße Barbara"

Ich habe mich über diese Nachricht natürlich gefreut wie Bolle und sie gefragt, ob sie nicht Lust hat, dies in eine Amazon-Rezension zu schreiben. Die Amazon-Rezension hat sie prompt geliefert, aber mit einem völlig neuen Wortlaut (HIER in Teil 1 zu finden) und einige Wochen später erhielt ich dann die nächste private Facebook-Nachricht von ihr.

"Hallo, wollte nur berichten, dass ich Dein Buch einer Freundin geliehen habe - sie war ganz gespannt, denn sie kennt Dich über FB und ich darf eines ihrer Pferde als Reitbeteiligung reiten und betreuen - ist noch ganz frisch. Ich freue mich die Tipps und Hinweise aus dem Buch umzusetzen. Es zeigt sich jetzt schon, dass die Beziehung immer an erster Stelle steht und der Mensch derjenige ist, der lernen muss, denn vieles will einfach noch nicht klappen, aber sie hört zu und es macht ihr Spaß."

Das fand ich so toll, dass ich sie gebeten habe, weiter über das Training zu berichten und wie ihr mein Buch dabei hilft. Das ist das erste Ergebnis - eine Art Bestandsaufnahme: 


"Penny ist eine Warmblutstute, neun Jahre alt, 170 cm groß (und ich bin eigentlich nicht schwindelfrei), die man wohl ungeschliffener Rohdiamant nennen könnte. Sie lebt jetzt seit 5 Jahren bei Maria und Micha - seit letztem Jahr im Offenstall, der in Eigenregie liebevoll geführt wird. Sie lebt dort in einer Herde, bestehend aus ihrem Sohn Eddi (zwei Jahre), den Wallachen Lucius (6) und Sontos (24 Jahre, Araber) und einem Pony, Nikita (3), das aber zur Zeit verletzungsbedingt Boxenruhe hat.

Die von Dir im Buch beschriebenen Übungen - Hinterhand und Vorhand bewegen sowie mit Körpersprache kommunizieren - habe ich eingesetzt, um so eine Bindung zum Pferd aufzubauen. Ich habe dies gekoppelt mit einem Stimmkommando das ich z.B. für das Anhalten installieren möchte, um es so beim Reiten etwas leichter zu haben.

Ich muss halt immer sehen, was das Pferd zulässt und anhalten beim Reiten ist so eine Sache - genau wie das Trensen. Es gibt viele Baustellen, die ich ganz behutsam angehe. Viel Zeit und Ruhe - immer im Tempo des Pferdes. Das ist auch etwas, was ich von Dir gelernt habe. Danke !!!"

Unter den Buchtipps gibt's eine kleine Nikolausüberraschung

Freitag, 1. Dezember 2017

Großes Lob per eMail für mein "großes" Buch - Praxistest #1

Im Dezember gibt es hier im Blog eine kleine Miniserie; eine Art Praxistest, in der jemand mithilfe meines Buches einen völlig neuen Zugang zu seinem Pferd gefunden hat. Dies wurde mir per Privatnachricht auf Facebook geschrieben.
Mich erreichen gelegentlich eMails, in denen Leute mir für mein Buch danken. Das bedeutet mir sehr viel, besonders dann, wenn diese Menschen auch so eine nette Rezension hinterlassen wie diese hier, die z.B. loben, dass es weniger um Technik, sondern vielmehr um die innere Haltung des Menschen geht:

"Dieses Buch ist mit viel Herzblut, gepaart mit einem enormen Fachwissen, geschrieben worden. Die Ergänzungen namhafter Pferdeprofis ergänzen die Beschreibungen des Weges mit Pferden in wunderbarer Weise. Nicola Steiner motiviert in ihrem Buch immer wieder das einzelne Pferd zu sehen und dabei besonders auf die eigene Haltung zu achten, ein Gefühl zu entwickeln, was es im Training benötigt. Sie schreibt, dass es schwer ist, ein Gefühl für die eigene Haltung und das jeweilige Pferd in einem Buch zu vermitteln. 
Ich finde, dass ihr dies sehr gut gelungen ist. Es ist kein Methodenbuch, vielmehr fordert es auf, sich selber in den Prozess mit einzubeziehen und mit Pferden beim Training gemeinsam zu lernen. 
Ich kann dies Buch nur empfehlen, besonders den Pferdemenschen, die sich in der Arbeit mit Pferden gerade mal in einer Sackgasse befinden. Es hilft bei sich anzukommen, sein Pferd noch einmal mit anderen Augen zu sehen und dann den Weg des gemeinsamen Lernens zu gehen. Dann ist plötzlich alles ganz leicht. (von Ulrike Spanuth)"

Weitere Rezensionen findet ihr auf Amazon - meine Lieblingsrezension jedoch im letzten Blogbeitrag

WESTERNREITEN ZWISCHEN WITZ UND WISSENSCHAFT

Ihr müsst dafür nur den Link oben anklicken und dort ziemlich weit nach unten scrollen.

An dieser Stelle möchte ich aber noch die Rezension von Barbara Joosten hier hinein kopieren, denn sie war die Erste, die dieses Buch rezensiert hat und sie ist es auch, die den Praxistext gemacht hat und in den den nächsten Tagen berichtet, wie es ihr und ihrem Pflegepferd mit meinem Buch ergangen ist, aber als Auftakt lest zunächst ihre Amazon-Rezension:

Donnerstag, 9. November 2017

Westernreiten zwischen Witz und Wissenschaft ...

... ist ja auf den ersten Blick ein Titel, der im Horsemanship-Blog nichts zu suchen hat, aber im Turnierblog ist gerade "kein Platz": Dort habe ich im Dezember erzählen, warum Larissa und ich dieses Jahr nicht zur Rheinlandgala gehen. Außerdem ist Natural Horsemanship ja auch keine Reitweise, sondern die Grundlage für jedes Reiten.

Das Büchlein links gehört als Begleitband zu meinem "großen" Lehrbuch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" (unten findet ihr Links zu Rezensionen und Leseproben). Obwohl es "nur" ein Begleitband ist, ist es auch für sich lesenswert, am Besten jeden Tag ein Beitrag - so wie es in dieser Amazon-Rezension von Jane Doe vorgeschlagen wird:

"Im Buch erwartet den Leser ein buntes Potpourri aus Fachartikeln und Blogbeiträgen. Die voneinander unabhängigen Geschichten sind entweder unterhaltsam oder sehr lehrreich. Denn die im Buch aufgezeigten Lösungen, sind z.T. wirklich originell.

Besonders sympathisch finde ich, daß die Autorin ungeniert auch über ihre Fehlversuche berichtet. Dadurch steht sie nicht mit erhobenem Zeigefinger auf einem Sockel, sondern wird zu "Einer von uns".

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Von Stürzen, steigenden Pferden und Tränen der Rührung

Was tun mit selbstbewussten Pferden? Ideen muss man haben


In den letzten Beiträgen habt ihr ja am Rande auch unsere Queenie kennengelernt und die hat es faustdick hinter den Ohren. Vor einigen Tagen bin ich wegen einem dummen Zufall mit ihr gestürzt und mein Bein lag unter ihrem Bauch. Ich dachte: "Geh hoch" und sie hat tatsächlich reagiert. Dann sah ich, dass mein Fuß im Steigbügel hängt und ich dachte: ""Geh runter" und sie hat das ebenfalls gemacht - rauf und runter nur über Gedanken - irre. Mit Queenies Mutter hatte ich noch erstaunlichere telepathische Erlebnisse, die ihr HIER nachlesen könnt: Ohne Worte - Verständigung durch Raum und Zeit. 
Inga mit einem ihrer eigenen Pferde, aber nicht das, was sie an
Queenie erinnert. Dieses hier will immer gefallen
Aber bei Queenie war ich wirklich verblüfft, denn sie hat sich früher einen Namen dadurch gemacht, dass sie regelrecht streitsüchtig war, aber mit Charme, denn sie ist auch eine kleine Herzensbrecherin. Neulich hat sie eine Kundin von mir zu Tränen gerührt, die sie ansah und unter Tränen sagte: "Die ist so schön." Ich fand das in dem Fall besonders berührend, weil die Kundin eigentlich Zirkuslektionen bei mir lernen wollte und ich versucht habe, ihr zu erklären, dass man das nicht entkoppeln sollte, denn egal, was man mit seinem Pferd macht: Die Beziehung steht immer an erster Stelle. Die Kundin sagte mir, dass sie eine gute Beziehung zu ihren Pferden hat und als sie Sekunden später Tränen der Rührung in den Augen hatte, dachte ich bei mir: Queenie hat sich auf ihre Art ebenfalls mit uns unterhalten und gezeigt, wie tief eine Pferd-Mensch-Beziehung sein kann. Wenn man die hat, sowohl auf Vertrauen als auch auf Respekt beruhend, dann kann man selbst so einen Sturz ohne große Angst wegstecken, weil man weiß, dass man sich jederzeit auf den anderen verlassen kann (ich werde die matschige Ecke am Reitplatz allerdings meiden).
Beziehung muss natürlich gegenseitig sein, deswegen ist es auch so wichtig nichts beim Pferd zu erzwingen (ob mit oder ohne Fußlonge). Gerade bei selbstbewußten Pferden ist es sogar absolut wichtig, dass man sie nicht zu sehr bevormundet. Man braucht Grundgehorsam, was ich in TEIL 1 (Mit der Schaufel Pferd ohnmächtig geschlagen) und TEIL 2 (Wahl zwischen Pest und Cholera: Klaps oder Pferde fesseln) dieser Mini-Serie erklärt habe, aber wenn man diesen Grundgehorsam hat, dann sollte man selbstbewussten Pferden so viele Mitspracherechte wie nur möglich einräumen, denn dann geschehen wahre Wunder. Nachzulesen bei: Umgekehrte Psychologie bei Pferden.

Hier lernt Queenie das Kompliment - ohne Longe, denn ihr habt sicherlich
im letzten Monat gelesen, dass ein Pferd zu Tode gestürzt ist: HIER klicken
Nach dem Sturz letzte Woche hat Queenie mich jedenfalls mehr oder weniger von Kopf bis Fuß abgeleckt, als wollte sie sagen: "Das wollte ich nicht." Mein Sohn sagt eh immer, die passt auf mich auf, aber meine Tochter ist da schon eher ein ebenbürtiger Partner für Streitereien, die kann das aus Queenies Sicht ab. So gab es bei ihr auch einmal Zeiten, wo Queenie regelmäßig unter dem Reiter gestiegen ist. Queenie beherrscht Parellis sieben Spiele nämlich aus dem Eff-Eff und hat schon als Fohlen Leute getreten, wenn diese auch nur einen Zentimeter ausgewichen sind. Nachdem es durch Natural Horsemanship dann doch ein einigermaßen braver Jährling geworden war, gingen die Probleme beim Einreiten wieder los. Alle paar Monate kam dieses Pferd auf die Idee uns mitzuteilen, dass es gerade keinen Bock hat: Mal durch Buckeln, was Larissa schnell im Griff hatte, dann durch sich einfach Hinlegen oder Stehenbleiben, was wir noch schneller im Griff hatten und nach einigen recht harmonischen Monaten, kam das Pferd auf die Idee unterm Sattel kerzengerade zu steigen und ist einmal dabei sogar nach hinten rüber gekippt. Wie gefährlich das nicht nur für den Reiter, sondern auch fürs Pferd ist, wissen wir ja jetzt (HIER geht es zu Teil 3: Pferd zu Tode gestürzt, weil es Kompliment und Fußlonge verweigert), aber dieses Problem hatten wir nicht so schnell im Griff, weil man in dem Moment statt angemessen zu reagieren, versucht einen Sturz zu vermeiden und das eigene Leben zu retten.

Montag, 18. September 2017

Totes Pferd: Zeitungsartikel zu Pfisters Methoden


Der folgende Blogbeitrag ist ein Ausschnitt aus meinem neuesten Buch - die besten Artikel erscheinen natürlich nicht hier im Blog, sondern exklusiv im Buch. Mehr Infos zu "Tod eines Pferdes - Zirkuslektionen ...": HIER und bevor es zum Zeitungsartikel geht ein React-Video zu Pfister & Evita:



Die Videos in der folgenden Playlist beinhalten WDR-Beiträge, die auf telefonisches Drängen des Trainers jetzt von mir aus Youtube gelöscht werden müssen:


Da der Trainer sich beim WDR beschwert hat, muss ich die Videos von Youtube löschen, aber sie sind unter folgenden Links nach wie vor verfügbar:

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/leichlingen-pferd-bei-dressurtrick-gestorben-100.html

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-aktuelle-stunde-2342.html


Im September habe ich darüber berichtet, wie bei einem Kurs von Peter Pfister ein Pferd zu Tode kam. Enthalten ist eine Stellungnahme der Reitbeteiligung - eine weitere Stellungnahme von ihr findet ihr unterhalb des Zeitungsberichtes:

Pferd zu Tode gestürzt, weil es Kompliment & Fußlonge verweigert

Heute hat Zirkustrainer Uwe Jourdain Liberté folgenden Bericht auf meine Facebook-Seite gepostet, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:
"Training mit Todesfall
um die ständigen Diskussionen zu dem Streitfall zu beenden
bin ich zu dem Schluß gekommen – bildet euch eine eigene Meinung, deshalb hier die Fakten.

Hier der erste ordentlich recherchierte Artikel zum Thema:
Ramsloh/Leichlingen 05.12.2017 
(Quelle: General Anzeiger: 26817 Rhauderfen)

Streit nach Tod eines Pferdes im Training
Von Horst Kruse
Zirkuslektionen 

Bei der Übungseinheit im April in Leichlingen sollte das Pferd ein sogenanntes Kompliment lernen.
Das ist eine vornehme Verbeugung, eine Art Knicks. Sie kommt zum Beispiel nach einer Show als Ausdruck zum Dank oder zur Verabschiedung zum Einsatz.
Ursprünglich stammen diese Übungen aus dem Zirkus – daher auch Zirkuslektionen.
Bei einem Lehrgang von Peter Pfister zum Thema Zirkuslektionen in Nordrhein-Westfalen war eine Stute mehrfach gestürzt, ehe sie starb.
Der Fall erreichte inzwischen das Saterland.



Donnerstag, 14. September 2017

Pferd zu Tode gestürzt, weil es Kompliment & Fußlonge verweigert



Lucky hat die Fußlonge toleriert, Fancy nicht - im VIDEO unten zeigen wir
mit Fancy wie das Kompliment auch ohne Fußlonge beigebracht werden kann
Der folgende Blogbeitrag ist ein Ausschnitt aus meinem neuesten Buch - die besten Artikel erscheinen natürlich nicht hier im Blog, sondern exklusiv im Buch. Mehr Infos zu "Tod eines Pferdes - Zirkuslektionen ...": HIER

Im letzten Monat ging es darum, dass Pferdetraining nicht immer lieb und nett sein kann und man es z.B. durchsetzen muss, dass ein Pferd einmal einen Schritt zur Seite geht (HIER nachzulesen). Aber einen Zirkustrick beim Pferd durchzusetzen .. auf die Idee würde ich im Leben nicht kommen, denn das macht man doch zum Spaß (oder zur Gymnastizierung und Dehnung) und es geht hier nicht ums Thema Grundgehorsam bzw. Safety First. Es darf nicht wahr sein, dass ein Pferd, das das Kompliment nicht lernt, dafür sein Leben lässt.