Montag, 18. September 2017

Totes Pferd: Zeitungsartikel zu Pfisters Methoden


Der folgende Blogbeitrag ist ein Ausschnitt aus meinem neuesten Buch - die besten Artikel erscheinen natürlich nicht hier im Blog, sondern exklusiv im Buch. Mehr Infos zu "Tod eines Pferdes - Zirkuslektionen ...": HIER und bevor es zum Zeitungsartikel geht ein React-Video zu Pfister & Evita:



Die Videos in der folgenden Playlist beinhalten WDR-Beiträge, die auf telefonisches Drängen des Trainers jetzt von mir aus Youtube gelöscht werden müssen:


Da der Trainer sich beim WDR beschwert hat, muss ich die Videos von Youtube löschen, aber sie sind unter folgenden Links nach wie vor verfügbar:

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/leichlingen-pferd-bei-dressurtrick-gestorben-100.html

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-aktuelle-stunde-2342.html


Im September habe ich darüber berichtet, wie bei einem Kurs von Peter Pfister ein Pferd zu Tode kam. Enthalten ist eine Stellungnahme der Reitbeteiligung - eine weitere Stellungnahme von ihr findet ihr unterhalb des Zeitungsberichtes:

Pferd zu Tode gestürzt, weil es Kompliment & Fußlonge verweigert

Heute hat Zirkustrainer Uwe Jourdain Liberté folgenden Bericht auf meine Facebook-Seite gepostet, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:
"Training mit Todesfall
um die ständigen Diskussionen zu dem Streitfall zu beenden
bin ich zu dem Schluß gekommen – bildet euch eine eigene Meinung, deshalb hier die Fakten.

Hier der erste ordentlich recherchierte Artikel zum Thema:
Ramsloh/Leichlingen 05.12.2017 
(Quelle: General Anzeiger: 26817 Rhauderfen)

Streit nach Tod eines Pferdes im Training
Von Horst Kruse
Zirkuslektionen 

Bei der Übungseinheit im April in Leichlingen sollte das Pferd ein sogenanntes Kompliment lernen.
Das ist eine vornehme Verbeugung, eine Art Knicks. Sie kommt zum Beispiel nach einer Show als Ausdruck zum Dank oder zur Verabschiedung zum Einsatz.
Ursprünglich stammen diese Übungen aus dem Zirkus – daher auch Zirkuslektionen.
Bei einem Lehrgang von Peter Pfister zum Thema Zirkuslektionen in Nordrhein-Westfalen war eine Stute mehrfach gestürzt, ehe sie starb.
Der Fall erreichte inzwischen das Saterland.



Ramsloh/Leichlingen -
Bei einem Reitsport-Seminar zum Thema Zirkuslektionen in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) unter der Leitung des in der Szene bundesweit bekannten PferdesportTrainers Peter Pfister ist im April dieses Jahres ein Pferd zu Tode gestürzt. Es gibt ein Video davon. Darauf sind dramatische Szenen zu sehen. Der Fall sorgt seit Monaten für Diskussionen und hat inzwischen das Saterland erreicht: Uwe Jourdain aus Ramsloh, ein international tätiger Trainer für Zirkuslektionen, wurde um Rat gefragt. Nach Sichtung des Videos war er entsetzt, wollte vermitteln – und befindet sich nun in einem heftigen Streit mit Pfister.
Während Jourdain von einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und „fahrlässiger Tötung“ spricht, wirft Pfister dem Saterländer „Rufmord“ vor.
Streit entbrannt
Jourdain beklagt, dass lange Zeit versucht worden sei, das Thema unter den Tisch zu kehren. Das hat sich inzwischen geändert. Es liegen Einschätzungen mehrerer Tierschutzorganisationen und Veterinärämter vor, die Jourdains Sicht bestätigen. Gegen Pfister wurde wegen des Vorfalls inzwischen Strafanzeige gestellt. Den Grund nennt Jourdain: „Hier hat es einen eklatanten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegeben. Peter Pfister hätte das Training frühzeitig nach dem ersten Steigen des Tieres abbrechen müssen, dann wäre das Pferd nicht gestorben. Mich macht es wütend, dass er von einem Unfall spricht.“ Pfister selber rudert inzwischen in der Angelegenheit etwas zurück. Er spricht nicht mehr von einem Unfall, sondern von einem „tragischen Unglücksfall“. Er sagt, er hätte das Training früher abbrechen sollen. „Ich habe daraufhin umgehend mein Trainingskonzept in Frage gestellt“, teilte Pfister dem GA mit.
Tier sei ein harmloses Kinderreitpferd gewesen
Die Reitbeteiligung der verunglückten Stute hatte sich wegen des Vorfalls an Jourdain gewandt. Sie konnte die Art und Weise, wie das Tier zu Tode kam, nicht akzeptieren. Auch dass Pfister ihnen zwischenzeitlich vorwarf, ihm einen „Steiger“ (ein häufig steigendes Pferd) untergeschoben zu haben, erboste die Beteiligten. Das Tier sei ein harmloses Kinderreitpferd gewesen. Sie mailte ihm das Video, das der GA-Redaktion ebenfalls vorliegt. Darauf ist zu sehen, wie das Pferd schon nach kurzer Zeit scheut und sich weigert, das Training mitzumachen.
Weglaufen konnte das Pferd nicht
Weglaufen, wie es Fluchttiere üblicherweise machen, wenn sie Angst haben, konnte das Tier nicht. Pfister setzte eine Methode ein, bei der dem Pferd ein Vorderbein hochgebunden wird, um durch das Ziehen am Zügel das Pferd zu Boden in die gewünschte Lektion zu bringen. Zudem wurde dem Tier ein Führstrick angelegt, um es durch eine zweite Person beim erwarteten Steigen vom Trainer weg zu halten – mit am Ende fatalen Folgen. Das Pferd stieg vielfach, überschlug sich während des Trainings mehrmals und war nach dem dritten Überschlag tot. Das alles ist auf dem Video zu sehen. Auch, dass Pfister weitermacht, obwohl die Pferde-Eigentümerin und Reitbeteiligung dagegen waren.
„Veraltete Trainingsmethode“
Für Jourdain war nach der Sichtung des Films klar, „dass kein Unfall“ vorliegt. Er wandte sich an Pfister. „Ich habe vor 20 Jahren bei Peter Pfister Kurse belegt, ich kenne diese Methode und verurteile sie seit Jahren“, sagt Jourdain. Pfister habe allerdings empört reagiert. Jourdain schaltete dann Tierschutzorganisationen und das Veterinäramt ein. Pfister hingegen klagt über Jourdain: „Sein erklärtes Ziel ist die Zerstörung meiner Existenz.“ Jourdain weist das zurück. „Mir geht es nicht darum, Herrn Pfisters Ruf zu schädigen. Ich möchte, dass diese veraltete Ausbildungsmethode ausgemerzt wird. Sie ist gefährlich und hat Vergewaltigungscharakter. Ich möchte, dass ein ,Nein‘ von Tier und Mensch erkannt und respektiert wird.“ Schließlich werfe solch ein Vorfall auch ein schlechtes Licht auf die Ausbilder-Szene. Jourdain: „Zirkuslektionen sollen Spaß machen und sind grundsätzlich sinnvoll.“
Hier ein Link zum Video der Trainingseinheit:😞😞
Vorsicht: es enthält dramatische Szenen
Bitte auch auf den O-Ton achten !!
Das Video ist auch auf meiner HP zu sehen sein falls es von YOUTUBE gelöscht wird."


Hier mein neuestes Buch, das im Januar 2018 erscheint. Es beleuchtet den Fall Pfister & Evita in ungewöhnlichen Kon-stellationen: Satiren über die Pferdepresse, esoterische & religiöse Betrachtungen, Interviews & Statements von anderen.

Um die Geschichte auf den neuesten Stand zu bringen, unterhalb der Bitte unsere Youtube-Kanäle zu abonnieren, das Statement der Reitbeteiligung zu obigem Artikel:


Harte Zeiten für Youtuber, wer keine 1.000 Abonennten hat, kann auf Youtube leider nichts mehr verdienen, weil keine Werbeanzeigen geschaltet werden (und viel war es auch vorher nicht). Wir haben bis zum 20. Februar Zeit 1.000 Abonennten zu gewinnen und hoffen auf Eure Mithilfe. Es ist kostenlos und wir würden uns freuen, wenn ihr alle drei Kanäle abonniren würdet. Wenn es aber nur einer sein darf, dann bitte den Ersten. Vielen, lieben Dank.




"Zum Tode von Evita:
Ich kann mir die Flut an Kommentaren nicht durchlesen, es sind zu viele.
Deswegen ein kurzes Statement von mir, der Reitbeteiligung:
Das Video sollte nie an die Öffentlichkeit gelangen.
Auch habe nicht ich mich an Uwe gewandt, ich habe auf Pfisters unverschämten Post reagiert, dass wir ihm einen Steiger untergeschoben haben sollen. Und dass wir ihm die Vergangenheit des Pferdes verschwiegen hätten.
So kam mein Engagement erst an die Öffentlichkeit, weil Pfister etwas behauptet hat, was nicht wahr ist.
Fakt ist: Evita sollte das Kompliment nicht erlernen, weil ich die Arbeit mit der Fußlonge schon vor Jahren an einem anderen Pferd gesehen hatte, das auch gestiegen ist.
Im morgendlichen Vorgespräch haben wir Pfister gesagt, dass wir nur gymnastiziernde Lektionen machen wollen, da Evita auch schon 20 Jahre alt war.
Im Laufe des Trainings zeigte sich Evita gewohnt entspannt und souverän.
Pfister fragte uns, ob wir nicht doch das Kompliment versuchen wollen.
Wir waren uns unschlüssig, Pfister wirkte, als ob er das ständig macht und weiß, was er da tut.
Als ob es ein Klacks ist, ein Spaß.
Wir haben ihm vertraut.
Und ja, wir hatten keine Ahnung davon, wie die Arbeit mit der Fußlonge zu sein hat (Pfister offenbar auch nicht, oder er ist vom Weg abgekommen, denn er setzt sie als Zwang ein, wie wir dann heute, leider zu spät, wissen).
Ich war geschockt und entsetzt, als Evita zu steigen anfing. Aber ich hatte keine Ahnung, wie so ein Training abzulaufen hat.
Pfister tritt sehr dominant und selbstsicher auf. Ich dachte, er weiß, was er da tut.
Als Evita dann richtig auf Abwehr ging, habe ich zu Pfister gesagt, dass ich das nicht möchte. Ich hatte Angst.
Pfister hat das einfach übergangen und sagte deutlich, "er aber". Das ist in dem Video auch zu hören. Weiter sagt er, dass er da vorne jemanden braucht, der mit anpackt.
Mir kamen die Tränen, ich konnte das nicht mehr mit ansehen. Niemand hat etwas gesagt, alle schienen es gut zu heißen.
Ich bin weggerannt, sah noch den ersten Sturz, habe völlig die Nerven verloren, und kam erst wieder, als Evita tot in der Halle lag."

Quelle des obigen Zeitungsartikels: 

http://www.ga-online.de/-news/artikel/326484/Streit-nach-Tod-eines-Pferdes-im-Training

Kommentare:

  1. Auf welcher HP kann man das Video schauen?
    Von YouTube wurde es ja gelöscht.

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    1. Vielleicht auf der Facebook-Seite bzw. Website von Uwe Jourdain? Ich habe es auch, aber es scheint den YT-Nutzungsbedingungen zu widersprechen. Da darf ja keine Tierquälerei gezeigt werden. Kennen wir beide uns auch auf Facebook? Unter Unknown kann man sich ja niemand vorstellen, aber falls wir uns kennen, schreib mich dort mal an ..

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