Mittwoch, 28. Dezember 2016

Fünf Tipps für eine gelungene Reitstunde

Auch wenn es glatt läuft, ist es schwierig

Die Karte ist von Monika - einer meiner Lieblingskundinnen und es gibt eine Vorgeschichte, aber erstmal erzähl ich von mir:
Das ist Moni, von der ich
im zweiten Absatz erzähle
Sollte man ja nicht meinen, aber Schüler zu sein, ist gar nicht so einfach. Kenne ich gut aus eigener Erfahrung - wenn ich bei unserem Trainer bin, komme ich mir manchmal vor wie der letzte Depp. Irgendetwas ist immer falsch, z.B. bei den Seitengängen. Entweder klemmt das Pferd oder der Reiter: Und wenn das Pferd schön seitwärts läuft, dann habe ich mit Sicherheit vergessen, es vorne gerade zu halten. Das ist aber wichtig, wenn der Seitengang einen guten fliegenden Wechsel vorbereiten soll. Es ist wirklich nicht ganz leicht, Kritik zu ertragen und wenn man reiten lernt, dann hört es sowieso nie auf mit der niemals endenden Selbstverbesserung. Wäre ja auch irgendwie ganz schön schwachsinnig, wenn man zum Trainer fährt und der sagt immer nur: "Sehr schön, weitermachen." Ich bezahle ihn ja dafür, damit er mir sagt, was ich besser machen kann und nicht dafür, dass er mir Honig ums Maul schmiert, aber in der Tiefe des eigenen Herzens hegt man ja dennoch den Wunsch, dass es einem selbst so wie Larissa geht, die zum Trainer sagt, sie sei mit dem Spin nicht zufrieden, soll ihn vorführen und der Trainer sagt: "Und wo ist jetzt Dein Problem?" Bei mir hat es recht lange gedauert, bis der Spruch mal vom Trainer kam. Und bei Larissa wird natürlich auch stets und ständig gesagt: "Dieses anders, jenes besser."

Montag, 26. Dezember 2016

Wenn der Postmann zwei mal klingelt ...

Na ja, geklingelt hat er nicht gestern, aber er hat Weihnachtsmann gespielt und am Heiligen Abend gleich zwei Pakete vor die Türe gelegt. Mit einem hatten wir ja gerechnet: Die liebe Kerstin, die ja fleißig Gastbeiträge für den Themenmonat Esoterik geschrieben hat, hatte mich ja schon vor Wochen gefragt, womit sie meinen Kindern, denn wohl eine Freude machen könne....
Nachdem wir den Prozess verloren haben, den ich ja in meiner Satire beschreibe, sollte Weihnachten bei uns eigentlich ausfallen.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Ein dickes, fettes Lob an mich

Diana, eine Schülerin von mir, hat so einen schönen Bericht über mich geschrieben, dass ich vor Verlegenheit knallrot bin und vor Rührung Pipi in den Augen habe. Übrigens ein hoch-interessanter Reiseblog mit Berichten von einer USA-Reise und vielem mehr. Fotos von Lucky sind auch dabei - für alle, die wissen wollen, was der so macht, wenn er nicht gerade mit Larissa für die German Open trainiert:



Also! Alles fing damit an, dass ich wieder Westernreiten wollte, deswegen nach Reitställen in der Umgebung gegooglet und so die 12 Oaks Ranch entdeckt habe. Aber gefunden habe ich so viel mehr. Meine sehr weise Trainerin Nicola lehrt Natural Horsemanship und gibt mir seit der ersten Stunde das Vertrauen und das Gefühl, dass ich das auch hinkriege. Sie hat nicht nur ein echt ungeheuer riesiges Fachwissen, sondern auch eine Engelsgeduld, mit der sie mir jede Stunde ihr Wissen einfach, einprägsam und anschaulich erklärt. Das ist einfach der Wahnsinn, wie viel diese Frau weiß und dass alles, was sie erklärt, Hand und Fuß hat. Ich bin nach wie vor begeistert! Sie kann nur mit ihrer Energie und ihrem Bauchnabel mit ihren Pferden kommunizieren. Ist echt so! Hoffentlich komme ich da eines Tages auch mal hin.

Freitag, 23. Dezember 2016

Ich wünsche all meinen Schülern frohe Weihnachten

Wie im letzten Post erwähnt: Kein Konflikt, keine Geschichte. Aber es gibt ja auch noch den Spruch: "Sag es mit Bildern" - auch wenn ich von vielen meiner Kunden weder Bilder noch Geschichten habe und wenn doch, dann habe ich sie HIER schon erzählt, so kann ich wenigstens ein paar Videos bieten, z.B. dieses hier von Anabel, die mir beim Video zum Horseman's Handshake geholfen hat, das ich für DIESEN Beitrag benötigt hatte. Aber das Video ist auch ohne Beitrag schön:



Dorina und Jack kennt ihr ja schon aus der Geschichte: Ein Geht-Nicht-Pferd geht jetzt doch - die Playlist hat im Moment nur ein Video, aber zwei weitere folgen. Jack ist ja jetzt brav beim Reiten, aber Balance, Nachgiebigkeit und Rittigkeit müssen natürlich noch verbessert werden.



Und ganz besonders möchte ich mich bei Manuela von der Chickadee-Hill-Farm bedanken: Erst habe ich ihr Unterricht gegeben und dann hat sie unserer kranken Ponystute Indi ein neues Zuhause gegeben, wo sie es wirklich gut hat - siehe auch in den August-News auf unserer 12oaks-ranch-Website.



Und hier noch ein paar Playlists, wo ihr die Geschichten drumherum ja schon aus dem Themenmonat "Angst vorm Reiten" kennt:



oder noch aus dem allerersten Beitrag in diesem Themenmonat mit dem interessanten Gastbeitrag zu Pferden und Hunden von Bianca Kierspel. Ihr Pferd May reiten wir gerade ein.



Es gibt natürlich noch einige andere Lieblingskunden, aber bei den Kindern habe ich darauf verzichtet, weil die nicht unbedingt überall im Web auftauchen müssen und von den anderen erzähle ich euch im nächsten Jahr ;-)

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Unterricht zwischen hui und pfui: Vom Los einer Reitlehrerin

Man kann es ja nicht jedem Recht machen und es gibt ja Menschen, denen es niemand recht machen kann. Als Dienstleister versucht man es aber selbst bei diesen Menschen und schluckt so einiges wortlos runter. Habe ich zumindest bei einer Kundin gemacht, die erstaunlicherweise zwei Jahre bei mir Unterricht genommen hat. Erstaunlich deswegen, weil ich schon nach der ersten Stunde mit gerümpfter Nase kritisiert wurde, als ich nach dem Unterricht ein Jungpferd ritt: "Ist das normal, wenn das Pferd sich beim Travers verwirft", wurde ich gefragt und ich dachte im Stillen: "Ja, solange das Pferd in der Ausbildung ist, kommt das durchaus vor." Alsdann schwieg ich nicht nur dieses erste Mal, sondern immer und immer wieder bei ähnlichen Bemerkungen. Ich wurde deswegen sogar schon von anderen Kunden gefragt, warum ich mir das gefallen ließe und ich antwortete regelmäßig, dass ich ja schlecht Kunden wegschicken könne und zwischendrin war sie ja kurzfristig weder verletzend noch beleidigend. Es kam zuweilen auch Lob von ihr, sogar ins Gästebuch hinein geschrieben. Daher sind wir sogar ein paar mal zusammen zu einem Horsemanship-Stammtisch gefahren.
Die junge Frau, die so gut sah, was bei anderen (noch) nicht perfekt lief, war selbst weit davon entfernt perfekt zu sein und mit Ihrem eigenen Pferd lief es alles andere als glatt. Bei diesem konnte man z.B. nicht die Zügel lang lassen, dann schoss der Isländer sofort im Affenzahn los.


Dienstag, 20. Dezember 2016

Die nettesten Praktikantinnen des Jahres

Das war wirklich das schönste Feedback, was ich von einer Praktikantin jemals erhalten habe. Danke dafür

Wir hatten dieses Jahr auch einige
Praktikanten, und zwei von Ihnen möchte ich auch zum Jahresabschluß vorstellen. Zum einen Melina, die mir diese tolle Karte (Bild oben) zum Abschied überreicht hat, die mich einfach zu Tränen gerührt hat.
Melina ist eine von der Sorte, die echt auf Zack ist. Zum Einen musste man ihr nichts doppelt erklären: Sie hat die Grundlagen des Horsemanship binnen weniger Tage so gut drauf, dass man ihr Aufgaben anvertrauen kann, die uns etwas bringen (z.B. Hilltherapie zum Muskelaufbau oder das Zirkeln um Pylonen als Vorbereitung auf die Freiheitsdressur) und hat uns auch beim Hufe raspeln geholfen - in Ciscos Fall mit seinem plüschigem Kuschelkopf auf der Schulter. Melina reitet auch ziemlich gut. So gut, dass ich sie sogar auf Queenie drauf setze ... und das will etwas heißen. Und da wir ja mit vier Pferdchen nicht so viele Arbeiten haben, bei denen wir misten oder Pferde füttern, hat sie uns sogar gemeinsam mit Larissa den Pferdeanhänger repariert (Fotos davon mit Klick auf weiterlesen unten). 
1. Station: Ruine Neuenberg mit meiner Kundin Jasmin. Danach waren wir bei
der Zwergenhöhle und der Ruine Eibach, die im Wasser liegt
Besonders glücklich war ich über Melinas Idee mit dem 12-Oaks-Ranch-Schild. Das liegt seit Jahr und Tag in der Ecke, weil ich nicht wusste, wie ich es so anbringe, dass es unseren Eingang markiert. Ich dachte an einen Bogen, wo man es einhängt oder ein Holztor. Die Variante, die Melina sich hat einfallen lassen, ist einfach wie genial. Jemand, der so fleißig ist, muss natürlich auch belohnt werden und so sind wir am letzten Tag noch zu unseren Ruinen geritten.
Melina war die letzte Praktikantin 2016, die Erste war Pia und von ihr gibt es ein Video:



Und hier noch die fehlenden Fotos von Melina und Pia sowie je eines von Katja & Ronja:

Sonntag, 11. Dezember 2016

Alle guten Dinge sind drei: Die 12-Oaks-Buchprojekte

Dieser Beitrag ist für die Lieblingskunden, die an unserem Adventsspiel teilnehmen: Anabel, Marlen, Maya, Dorina, Stephanie, Yvonne, Svea, Manfred und Marion, denn hier ist eine Lösung versteckt:




"Pferde vermenschlichen - aber richtig", ist der Titel meines zweiten Buches (LESEPROBE in unserem Turnierblog).
Ich brauchte zwei Bücher für die Vorweihnachtszeit, weil wir ja im September immer das Adventskalenderspiel in den News unserer Homepage haben und ich fand es ist eine gute Idee, wenn ich da auch meine Bücher verlose. Das sind natürlich nur die kleineren.


Ich arbeite ja seit Jahren an einem Buch, das

Westernreiten meets Natural Horsemanship 
- wie das Turnier zum gemeinsamen Projekt von Pferd und Mensch wird 

heißen soll. An sich steht der Text dafür auch, aber da soll es Fotoserien geben, die zur Anleitung von bestimmten Übungen in die Tiefe gehen. Es ist jede Menge Text zu Disziplinen wie Cutting, Reining, Trail und, und, und ... mit dem Ziel nicht nur zu zeigen, wie ich diese am Boden vorbereite, sondern vor allem, wie ich das Pferd dafür so begeistere, dass es gerne lernt und so motiviert ist, dass es von sich aus die Perfektion anstrebt. Das Buch wird dann auch mindestens doppelt so teuer sein wie die beiden anderen, es soll aber mindestens auch drei mal so gut sein. Das zu überarbeiten und zu lektorieren wird wohl den Rest des Winters in Anspruch nehmen, so dass es wohl ein paar Wochen vielleicht Monate dauert bis zur nächsten Leseprobe. Um Euch die Zeit zu versüßen (oder denen, denen ihr ein Buch in der Art schenken wollt) gibt es diese beiden - mit Klick auf den Button habt ihr es noch nicht gekauft - ihr landet damit nur auf der richtigen Seite bei Amazon und ich freue mich immer, wenn ihr auf diesem Weg Bücher kauft, den das Autor sein, ist ja bekanntlich eine brotlose Kunst, wenn man nicht gerade Bestseller-Autor ist, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Deswegen freue ich mich darüber, wenn ihr meine Beiträge teilt und über meine Bücher Rezensionen schreibt.

HIER geht es übrigens zur Leseprobe meines Erstlingswerkes:

"Die Lüge vom Sozialstaat - warum es die Todesstrafe in Deutschland immer noch gibt"

Montag, 5. Dezember 2016

Willkommen im Themenmonat "Lieblingskunden"

Manche meiner Lieblingskunden habe ich Euch ja schon im Laufe des Jahres vorgestellt, aber weil bald Weihnachten ist und man für alles Gute im Leben dankbar sein soll, was ich spätestens seit dem Themenmonat "Esoterik & Spiritualität" weiß, hält doppelt bekanntlich besser und ich verlinke unten auf diese Beiträge.

Vorher möchte ich Euch aber unbedingt von einem Dreier-Gespann berichten über das ich mich ganz besonders gefreut habe. Zur Vorgeschichte: Wir haben es irgendwann einmal eingerichtet, dass jeder Ausrittkunde wenigstens eine Stunde Unterricht nehmen soll, was bei manchen Kunden zu regelrechter Entrüstung führte, die dann ausblieben. Wie sich das aber auswirkt, wenn man diese Regel nicht einhält, erzähle ich u.a. in meinem zweiten Buch "Pferde vermenschlichen - aber richtig" (noch eine Negativ-Kundengeschichte findet ihr HIER), aber in diesem Themenmonat geht es ja um Positivbeispiele und bei dem Dreiergespann war es genau andersherum. Der Ausritt bei uns war ein Geschenk und die Schenkerin Katharina hat ganz gezielt all die Ställe aussortiert, wo es ohne eine Stunde Unterricht direkt ins Gelände ging. Die Ställe, die ihre Pferde sogar verleihen, waren von vorneherein unten durch, deswegen gehörten diese drei Kunden zu meinen Highlight des Jahres, denn da weiß ich, dass sowohl unser LEITBILD, als auch unsere Konditionen für AUSRITTE bei den Kunden ankommen.

Eine meiner Lieblingskunden ist natürlich Dorina, die fleißig bei unserem ADVENTSSPIEL mitmacht und auch sonst zu meinen absoluten Favoriten meiner Lieblingskunden zählt. Nicht nur, weil wir uns mittlerweile schon Jahre kennen und sie mir auch immer wieder sagt, dass sie großen Wert auf meine Meinung legt, sondern auch, weil sie so ein tolles Pferd hat.
Dieses Quarterhorse names Jack stelle ich Euch im Beitrag "Ein Geht-nicht-Pferd geht jetzt doch" vor.

Die schönsten KUNDENGESCHICHTEN findet ihr, wenn ihr den fetten Button in Großbuchstaben drückt oder scrollt einfach hier nach unten und klickt auf:

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gastbeitrag zu Hunden & Pferden


Fleischfresser & Vegetarier oder gibt es doch Gemeinsamkeiten?




Mein Pferd, Welsh Cob D-Stute, steht in einer Herde mit 2 Haflingerstuten, davon eine ehemalige Zuchtstute, einem Haflingerwallach, 30 Jahre alt, einer Haflinger-Appaloosa-Mix-Stute, einer deutschen Classic Pony-Stute und einer Hannoveranerstute.
Wie in jeder anständigen Herde gibt es auch hier eine Arbeitsaufteilung, je nach Fähigkeit und Charakter der einzelnen Tiere.
Die Hannoveranerstute hat den Job des Wächters übernommen. Passt perfekt zu ihrem Interieur, da sie vom Grunde her eher ein nervöser Typ ist, sicherheitsbedürftig und recht schnell frustriert.
Ihr Pendant, quasi die Bewerterin der Meldungen, ist die Haflingerstute die früher in der Zucht eingesetzt wurde. Sie ist ein gesetzter Typ, selbstsicher durch ihre Lebenserfahrung. Die zweite Haflingerstute ist stoisch im Typ, nicht schreckhaft oder sensibel. Ihr Bestreben ist es dabei zu sein, damit gibt sie sich in ihrer Genügsamkeit gerne zufrieden. In ihrer Trägheit verfolgt sie auch keine höheren persönlichen Ziele, die mit Arbeit und Verantwortung einhergehen würden.
Meine Cob-Stute ist mit ihren drei Jahren die Jüngste im Bunde. Sie übernimmt noch keine große Verantwortung in der Gruppe, sondern genießt den Schutz, der ihr angeboten wird. Vom Typ her neugierig und sensibel ruht sie in der Mitte und ist ein gern gesehener Kraul- und Pflegepartner.
Der alte Wallach hält sich gerne in der Nähe dieses Herdenkerns auf, er flankiert regelrecht die Stuten. Die Stuten dulden ihn und gewähren ihm damit Herdenschutz. Er ist wenig an Interaktionen beteiligt, zeigt selbst jedoch auch kein Bestreben, sich einen Aktivposten zu erarbeiten.
Meist abseits dieses Kerns befindet sich das Partner-Duo aus der kleinen Ponystute und der Appaloosa-Mix-Stute. Die beiden sind eine eigene Einheit, die aber trotzdem mit den anderen eine Herde bilden. Beide sind vom Typ her mutig, offensiv, selbstsicher und haben in der Herde den Beschützerposten inne.
Damit sind alle lebenswichtigen Posten und Aufgaben verteilt.

Im Spätsommer haben wir May an den Reiter gewöhnt - unten gibt es eine Playlist
Nun zu folgender Begebenheit: vor ca. zwei Wochen besuchte ich mein Pferd auf der Weide um nach ihm zu sehen. Der Zahnarzt war zwei Tage zuvor da gewesen und hatte ordentlich gewerkelt.
Ich stand also neben meiner Stute als der Wachtposten (Hannoveraner) mit einem Wiehern Alarm schlug. Sofort danach kam die Antwort der gesetzten Haflingerstute (lebenserfahrene Mutter): „Ok, wahrgenommen. Schlimm?“, Antwort Wachtposten: “Nein, eine von uns.“. Ruhe. Unten am Weidetor wurde das kleine Pony nach einem Ausritt wieder eingelassen und machte sich zielstrebig auf die Suche nach ihrer Partnerin, der Mix-Stute. Der Wachtposten war, um die „Gefahr“ besser beurteilen zu können, an den äußeren Herdenkern getreten und damit dem Pony entgegen. Das Pony, dem Wachtposten keine Beachtung schenkend, erklomm zielstrebig den Hügel. Als Pony und Wachtposten noch ca. 20 m voneinander getrennt waren, begann das Pony den Wachtposten offensiv zu fixieren, woraufhin der Wachtposten sofort stehen blieb. Das Pony kam auf 10 m heran und blieb stehen, den Wachtposten fixierend. Daraufhin senkte der Wachtposten den Kopf. Das Pony, seiner Wirkung bewusst, hob den Schweif, ging in die Hocke und pinkelte. Mit festem Blick auf den Wachtposten.
May mit Haflinger auf der Weide
Dann ging es, mit breiter Brust und sicherem Blick, auf den Wachtposten zu, und begann mit einer Riechinspektion. Zögerlich und vorsichtig roch auch der Wachtposten am Pony. Wohlgemerkt, das Pony hat ein Stockmaß von 1 m, der Wachtposten von 1,70 m. Aber das tut wahrer Größe ja keinen Abbruch.
Jedenfalls inspizierte das Beschützer-Kämpfer-Pony die Genitalien von Wachtposten und arbeitete sich dann bis zur Nase vor. Wachtposten, ganz vorsichtig, grüßte ebenfalls über die Nase. Das Kampf-Pony, um seiner Autorität nochmals Nachdruck zu verleihen, begann zu quietschen und legte die Ohren an. Drehte sich um und verließ Wachtposten um sich selbstsicher durch die komplette Gruppe der anderen Pferde hindurch, seiner Gefechtspartnerin, der Appaloosa-Stute, zu nähern.

Nun, wo wollen wir hier den Bezug zu den Hunden herstellen?
Wie bei den Pferden gibt es auch bei den Hunden Tiere mit unterschiedlichem Charakter und Fähigkeiten. Hält man mehrere Hunde im Rudel zusammen, kann man dasselbe beobachten wie bei unseren Pferden. Es gibt verschiedene Aufgaben innerhalb der Gruppe die besetzt und ausgefüllt werden müssen.
Die Kernaufgaben jeder Gruppe von sozial hoch entwickelten Tieren sind immer gleich:

Mittwoch, 30. November 2016

Krank durch negative Gedanken

Bevor der Themenmonat "Esoterik und Spiritualität" sich dem Ende neigt, wollte ich noch schnell eine Brücke schlagen zu dem Themenmonat, in dem es um Gesundheit und Krankheit geht.

Sowohl von den Vertretern in Sachen Selbstheilung als auch von den Wissenschaftlern, die esoterische Theorien vertreten, wird immer wieder betont, dass unsere Gedanken Einfluß auf unsere Gesundheit haben.Walter Häge ging ja sogar so weit, dass er Wasserflaschen Kopfhörer aufgesetzt hat, so dass das Wasser die Mantras hört und wenn man diese trinkt, soll der Körper auf diese Energien reagieren:



Ich bin nicht sicher, ob das funktioniert - aber geht einfach mal zurück zum Beitrag "Willkommen im Themenmonat" und schaut Euch das Experiment mit dem Reis im Wasserglas, der beschimpft wird an. Auch weiß ich, dass ich nichts weiß und somit ist nichts unmöglich. Was ich aber absolut vorstellbar finde, ist, dass unsere Gedanken unseren Gesundheitszustand beeinflussen. Ihr kennt ja alle solche Leute, die sehr viel über ihre Krankheit jammern und nach meinem Autounfall ging es mir ganz ähnlich. Ich hatte von morgens bis abends Kopfschmerzen und dann noch positiv zu denken, hält natürlich wirklich genau. Die Kopfschmerzen haben sich zwei Jahre gehalten, wurden aber immer seltener. Ich habe meinen Nacken aber danach immer als Schwachstelle empfunden und wenn ich denke, dass es eine Schwachstelle ist, dann ist das auch so. Aber wenn man sich mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigt, stößt man unweigerlich über eine Menge Geschichten, wo Menschen sich mit der Kraft ihrer Gedanken selbst geheilt haben. Deswegen beende ich diesen Themenmonat mit demselben Video, mit dem ich den Themenmonat begonnen habe:



Ab Minute 1:01:00   geht es z.B. um einen Mann, der mit dem Flugzeug abgestürzt ist, wo die Ärzte sagten, er würde nie wieder alleine atmen, geschweige denn alleine gehen können. Mit der Kraft seiner Gedanken, ist es ihm gelungen, beides binnen zehn Monaten neu zu lernen - ein Wunder? Auch Walter Häge aus dem ersten Video wurde vor Jahrzehnten gesagt, er habe nach einem Herzinfakt nur noch wenige Monate zu leben. Er hat die Ernährung umgestellt, die Wassermantras eingesetzt und sein Denken geändert und ist gesund geworden.

Freitag, 25. November 2016

"Zensur" meines Buches: Darf man zeitgleich Gutes tun und Geld verdienen?


Ich bin gerade ziemlich fassungslos, denn mein Buch wurde - kaum erschienen - direkt schon quasi "zensiert" wurde und das ausgerechnet bei der Hauptzielgruppe: Den Hartz-IV-Empfängern. Ich habe das in eine Facebook-Gruppe gepostet und es erschien die Meldung, dass es durch einen Admin geprüft wird. Der Admin schrieb mich prompt an, dass man dort keine Werbung veröffentlicht: Ich habe ihr geschrieben, dass ich das Buch aber doch extra acht Wochen lang als ebook zum Sonderangebotspreis von € 2,99 anbiete, damit es sich auch ein Hartz-IV-Empfänger leisten kann: Das ist ja quasi der Selbstkostenpreis. Die Admineuse blieb hart: Die Leute in der Gruppe hätten alle ihre eigene Geschichte und müssten nicht noch Geld dafür ausgeben, dass sie meine Geschichte kaufen - MÜSSEN nicht, aber DÜRFEN, WENN SIE WOLLEN war meine bescheidene Meinung, die ich aber verschwieg.
Ich schrieb ihr stattdessen, dass aufgrund meiner Satire schon Leute auf mich zugekommen seien, um mich zu bitten, doch auch ihre Geschichte zu veröffentlichen, weil sie selbst das nicht formulieren können, schrieb ihr, dass doch die Presse (wozu ich auch Buchautoren zähle, man denke an Günter Wallraff) eine Kontrollfunktion habe und als vierte Gewalt im Staat gilt.
Genau diese Bücher wie meine könnten doch dazu beitragen, dass Hartz IV abgeschafft wird, schrieb ich im idealistischen Feuereifer und immerhin ist die LESEPROBE ja umsonst sei. Tja, gefiel ihr wohl nicht: Ich wurde blockiert.
Bei den großen Foren elo-Forum und hartz.info gibt es auch keine Chance, das Buch zu posten - ist das nicht zum Heulen? Ich weiß, dass es Zensur natürlich nur von staatlicher Seite gibt, aber dennoch - wie kommt man denn jetzt an die Leute dran, die man erreichen will?

Jetzt heißt aber dieser Themenmonat nicht: Ich stelle mein eigenes Buch vor, sondern es soll um Esoterik und Spiritualität gehen:
Deswegen stelle ich Euch an dieser Stelle zwei andere Bücher vor: "Die Wissenschaft des Reich-werdens" von Wallace Wattles und "Gespräche mit Gott" von Neale Donald Walsch und weil ich es nie lassen kann mit dem eigenen Senf dazu geben, bleibt ein bißchen Towanda-Mentalität aus dem Film "Grüne Tomaten" nicht aus - einen Filmausschnitt gibt es auch ganz unten nach dem Text.

Dienstag, 22. November 2016

Buchausschnitt: Die Lüge vom Sozialstaat

Satire: Warum die Todesstrafe in Deutschland keineswegs abgeschafft wurde


Ihr habt es ja schon in der Anleitung, wie man Negatives in Lebens zieht gelesen: Ich war ein Meister darin und habe mich nach besten Kräften bemüht, mich über all die Ungerechtigkeiten aufzuregen, die mir widerfahren waren. Das ist natürlich mein gutes Recht, aber dummerweise zieht man damit wohl immer mehr der fiesen Ungerechtigkeit an. 

Deswegen habe ich jetzt aus der Not eine Tugend gemacht und die ganze Geschichte auch einmal von ihrer lustigen Seite aus betrachtet und konnte endlich von Herzen über alles lachen: Und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo so ziemlich die allerletzten finanziellen Reserven aufgebraucht waren. Herausgekommen ist eine bitterböse, spöttische Satire. Nach Meinung meiner Kinder das Beste, was ich je geschrieben habe. Unterhalb der Werbung ist ein Ausschnitt - weiter geht es im Buch mit einer verschnupften Gutachterin und einem Hausmeister, der an Rumpelstilzchen erinnert. 

Die Leseprobe von Buch Nr. 2 (Pferde vermenschlichen - aber richtig) findet ihr übrigens HIER und HIER stelle ich mein Lehrbuch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" vor.





Der Tragödie erster Teil - dessen zweiter Teil:


Dann gibt es noch so eine Bezeichnung, die meinen Kopf regelmäßig zum Qualmen bringt: Das Ding heißt ja Jobcenter. Nach meinem Verständnis also ein Zentrum, in dem man einen Job findet. Weit gefehlt: Jobangebote unterbreiten sie so gut wie keine (woher auch – gibt halt nicht genug Jobs für alle), aber ein mehrwöchiger Bewerbungskurs wurde mir gesponsert, weil das konnte ich vorher noch nicht so gut – bin ja nur ein kleiner Schreiberling so als gelernte Redakteurin. „Ja, nee, is' klar“, würde Comedian Atze Schröder jetzt wohl anmerken. Ich langweilte mich also nach besten Kräften, erfuhr, dass meine Bewerbungen nicht zu verbessern seien, aber meine Computerkenntnisse, die würde der Kurs ja jetzt auffrischen. Man erfährt ja immer wieder Dinge über sich selbst, die man vorher noch nicht wusste: Computerkenntnisse hatte ich als Diplom-Medienwirtin vorher wohl auch nicht – da kann ich wieder nur Atze zitieren: „Ja nee ... is' klar.“ Um mir also Kenntnisse zu vermitteln, die ich bereits hatte, investierte man üppig öffentliche Gelder in Dinge, die die Welt nicht braucht.
Da die Klage ja vor allem deswegen abgewiesen wurde, weil die Buchhaltung den Ansprüchen des Richters nicht genügt hatte, frage ich mich, warum einer selbstständigen Aufstockerin nicht stattdessen ein Kurs in Buchhaltung finanziert wird? Ich frage mich auch, warum sich das Jobcenter geschlagene sieben Jahre Zeit damit lässt, den Leistungsbezieher darauf hinzuweisen, dass man von der Aufstockerin erwartet, dass sie jedem Reitschüler Quittungen ausstellt. Nach Vorgabe des Finanzamtes fallen Reitschulen in die typischen Bargeldgeschäfte, wo man am Ende des Tages sogar die Gesamtsumme unaufgeschlüsselt irgendwo notieren darf, sofern es Kleinunternehmer sind. Man darf auch den Betrag in einer Excel-Tabelle vermerken und kann dann auf die handschriftlichen Notizen verzichten. Damals zu Beginn meiner Selbstständigkeit hat das Jobcenter das genauso gesehen und auch endgültige Bescheide erlassen. Es gab nie Beanstandungen – die kamen erst zwei, drei Monate vor Klageabweisung und die Sache mit der Umwandlung des Betriebsvermögens wurde galant unter den Teppich gekehrt.

MERKE: Der Staat geizt nicht bei den Arbeitslosen, wenn man ihnen etwas beibringen kann, was sie vorher schon konnten. Kenntnisse in Buchhaltung werden hingegen nicht vermittelt, weil mit etwas Glück machen die Hartz-IV-Empfänger Fehler und dann kann man praktischerweise Leistungen komplett verweigern

Auf dem Tisch standen nach wie vor Nudeln, aber es gab dennoch ein Ergebnis der vom Jobcenter finanzierten Maßnahme: Die hieß Eingliederungsvereinbarung. Das sind die Verträge, die man eigentlich gemeinsam mit dem Arbeitsberater aushandeln soll, die einem aber im Endeffekt, komplett ausformuliert, nur noch zur Unterschrift vorgelegt werden. Ich habe es mal gewagt, da etwas gegen zu sagen: Da war was los. Die Mitarbeiterin beklagte, sie hätte andere Sorgen, denn das war genau der Tag, nachdem in einem anderen Jobcenter eine Mitarbeiterin mit einem Messer niedergestochen worden war und jetzt solle ich ihr nicht mit diesen „Kinkerlitzchen“ kommen. Völlig eingeschüchtert habe ich den Wisch dann unterschrieben und noch am gleichen Nachmittag schriftlich widerrufen und bemängelt, dass das ja auch nicht im Sinne des Erfinders ist, dass die Vereinbarungen schon komplett ausformuliert sind, bevor man auch nur ein einziges Wort miteinander gewechselt hat. Stellt Euch vor, man hat mir geantwortet. Völlig von den Socken war ich, als mir sogar schriftlich zugesagt wurde, dass in Zukunft die Eingliederungsvereinbarung mit mir gemeinsam ausformuliert wird. Ich hatte mich aber zu früh gefreut, denn danach wurde ich nie wieder zu einem Gespräch eingeladen und habe jahrelang dann gar keine Eingliederungsvereinbarung mehr abgeschlossen. Diskutiert wird wohl nicht im Jobcenter: Entweder „Friß oder stirb“ oder „Bleib, wo der Pfeffer wächst“.

MERKE: Eingliederungsvereinbarungen werden vor Gericht als Verträge angesehen, die man freiwillig unterschreibt, weil man den Inhalt zuvor mit dem Arbeitsvermittler ausgehandelt hat.

Dann gab es auch eine Änderung bei der Hausversicherung, weil das Haus gewaltig unterversichert gewesen war in der Vergangenheit. Die Änderung führte dazu, dass sich die Versicherungsbeiträge verdoppelten. Ich habe den Beitragsbescheid zeitnah nachgereicht. Das Jobcenter hat den Betrag aber nicht berücksichtigt, also habe ich gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt. Der wurde abgeschmettert, denn der fehlende Betrag würde ja dann beim endgültigen Bescheid erstattet – ich möge mich gedulden. Endgültiger Bescheid – was ist das? Ich hatte seit zwei Jahren keinen endgültigen Bescheid mehr bekommen, aber in Friß-oder-Stirb-Manier habe ich die Hälfte des Versicherungsbeitrages eben von dem Schonvermögen bezahlt, das ich eigentlich gar nicht hatte. Aber man kann das Geld ja auch bei der Ernährung einsparen, machen wir ja seit Jahren: Nudeln in allen Variationen.
Die seit Jahren fehlenden endgültigen Bescheide habe ich erst erhalten, als ich bei Gericht Untätigkeitsklagen eingereicht habe und manchmal kann ich den Richter verstehen und kann mir lebhaft vorstellen, dass er von mir genervt war, wenn er seine Post durchging: „Und schon wieder eine Klage von Frau Steiner.“ Man muss ja auch bedenken, dass bis jetzt nur das Urteil für das eine Jahr, wo ich so krank war, verkündet wurde. Von 2014 bis 2016 steht ja auch noch einiges aus: Eine Klage für zwei Bewilligungszeiträume und jede Menge Anträge über die noch nicht entschieden wurde. Richtig prickelnd ist, dass aufgrund meiner Untätgkeitsklage dann sämtliche Leistungen auch für die Vergangenheit abgelehnt und die gezahlten Gelder zurück verlangt wurden – für drei Jahre ! Dagegen haben wir auch Widerspruch eingelegt und die Widersprüche liegen jetzt in der Widerspruchsstelle setzen Staub und Spinnweben an und warten darauf, dass man sie irgendwann einmal bearbeitet, falls es das enge Zeitkontingent der permanent überlasteten Jobcenter-Mitarbeiter einmal zulässt.

Der Tragödie zweiter Teil: Klage eingereicht, weil kein Bock mehr auf Nudeln