Freitag, 30. September 2016

10 erstaunliche Fakten zum Thema Gesundheit

1. Würmer bei Menschen: Jetzt haben wir so viel darüber gesprochen wie sinnvoll oder sinnlos, dass Entwurmen auf Verdacht bei Tieren ist. Aber habt ihr gewusst, dass jeder zweite Mensch ebenfalls von Würmern befallen ist? Das Problem sind da eigentlich nicht die Würmer, sondern dass wir durch falsche Ernährung und Medikamente unser gesundes Darmmilieu zerstört haben. Deswegen ist hier die chemische Keule eher kontraproduktiv. Für Mensch und Tier funktioniert aber z.B. das Entwurmen mit Papaya-Kernen oder (zumindest für den Menschen) eine Knoblauchzehe und eine Zwiebel pro Tag + 6 Teelöffel Kokosöl. Was sonst noch hilft, lest ihr hier:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/darmparasiten-natuerlich-bekaempfen-ia.html

2. Ein Jungbrunnen der Natur ist das Produkt Chlorella, das reich an Chlorophyll ist: Es stoppt bzw. verzögert den Alterungsprozeß. Ihr könnt die kursiven Begriffe einfach in der Suchleiste beim Link oben (Zentrum der Gesundheit) eingeben und erhaltet dort mehr Infos - auch zum nächsten Punkt.

3. Krebsheilung: Selbst in der Schulmedizin weiß man, dass Natriumhydrogencarbonat hilfreich ist - ihr kennt das aus dem Supermarkt als eines der Bullrich-Salze. Aber das Gewürz Curcuma leistet Unglaubliches bei der Bekämpfung von Krebs (auch als Kapseln erhältlich unter dem Namen Curcuperin - wegen der Bioverfügbarkeit wichtig nach dieser Bezeichnung zu suchen). Aber wirklich erstaunlich ist, dass Krebs durch Sauerstoff geheilt wird. Einfach, kostenlos & genial: Ganz tief atmen - immer wieder.

4. Abnehmen leicht gemacht: Kalorien zählen ist Quatsch und wer übergewichtig ist, kann endlich aufatmen und muss sich nie wieder vorwerfen lassen, er würde zu viel essen. Es gibt eigentlich nur einen Grund für Übergewicht und zwar, dass der Säure-Basen-Haushalt aus dem Ruder geraten ist. Eine basische Ernährungsumstellung hilft. In hartnäckigen Fällen muss man zusätzlich basisches Wasser (Aktiv-Basen) zu sich nehmen, wegen der positiven und negativen Ladung - Mythen und Fakten zum basischen Wasser findet ihr hier: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/basisches-wasser-ia.html. Ich selbst esse seit einigen Tagen als Snack zwischendurch Knäckebrot mit Chiasamen oder habe mir zum Kochen Gheefett gekauft, frittiert wird künftig bei uns mit Kokosöl. Mehr Abnehmtipps hier: Neun Lebensmittel zum Abnehmen

5. Schmerzen: Es muss auch hier nicht immer Chemie sein, denn gegen Schmerz hilft es das Mittel MSM regemäßig einzunehmen. Das ist organischer Schwefel, woraus große Teile unseres Körpers bestehen. Man erhält MSM ziemlich günstig und rezeptfrei im Handel. Diesen Tipp habe ich übrigens mal nicht vom Zentrum der Gesundheit, sondern auf Youtube gefunden:


Dienstag, 27. September 2016

In zehn Schritten den Körper sanieren

Also - erstmal habe ich echt schon zwei Kilo abgenommen, obwohl ich erst seit 10 Tagen meine Ernährung umstelle und das noch nicht einmal drastisch, um meine Motivation nicht zu gefährden. Das mit dem Ernährung-Umstellen hätte ich übrigens früher haben können, denn als ich vor ein paar Jahren einer Bekannten von meinem Sodbrennen erzählt hatte, sagte sie mir schon auf den Kopf zu, dass ich meinen Körper entsäuern müsse. Das habe sie von ihrer Heilpraktikerin gehört und alle Krankheiten seien eigentlich darauf zurückzuführen, dass der menschliche Körper durch falsche Ernährung übersäuert sei. Ich habe gemutmaßt, dass entweder meine Bekannte spinnt oder ihre Heilpraktikerin: "Für jede Krankheit nur eine Lösung - da hat es sich aber jemand leicht gemacht", dachte ich damals. Jetzt, wo ich wegen Idgies Tod so viel kreuz und quer auf medizinischen Seiten recherchiert habe, bin ich wieder über die Säure-Basen-Balance gestolpert und muss zähneknirschend eingestehen: Meine Bekannte hatte anscheinend Recht:



Also habe ich mir vor zehn Tagen zwei Bücher über den Säure-Basen-Haushalt gekauft und esse seitdem morgens überwiegend Bananen, Äpfel, Kiwis und Rosinen (Beispiele für basisch verstoffwechselte Lebensmittel), mittags viel mit Kartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl  (noch mehr Beispiele) und abends Oliven oder Peperoni - habe mir Basentabletten geholt und Pulver für basische Vollbäder und tada: Zwei Kilo sind futsch. Witzig ist das vor allem nach diesen Vollbädern. Ich mache mir immer einen Spaß daraus, dass ich vorher auf die Waage steige und sehe dann z.B. 76, ... und dann bin ich eine Stunde in der Wanne (mit dem Laptop auf einem Stuhl, der Youtube-Videos abspielt), steige dann wieder aus und dann zeigt die Waage 75, ... Ist das nicht irre? Nachts trage ich Baumwollsocken, die ich ebenfalls ins basische Badepulver getränkt habe und nach dem Wringen anziehe (die ersten Nächte habe ich geschwitzt auf Teufel komm raus).

Nach Auffassung der Schulmedizin gibt es übrigens weder Übersäuerung noch Schlacken im Körper, weil das Blut ja den PH-Wert in der Tat immer hält, weil sonst: Mausetot. Manchmal kann man den Eindruck bekommen, dass der Schulmedizin Blutwerte entweder heilig sind oder der Mensch für Ärzte nur aus Blut besteht und Dinge wie Bindegewebe und Lymphsystem schlicht ignoriert werden. Na ja, ich habe eine Menge Aufwand betrieben in Sachen Ernährungsumstellung, um dann gerade eben festzustellen, dass ich das auch einfacher hätte haben können (und dabei war "Zentrum der Gesundheit" doch schon beim Thema Wurmkur die Top-Webadresse  - wieso habe ich da nicht geguckt?) - also, wie es einfach geht, lest ihr hier:


Aber irgendwie - ich weiß nicht - bin jetzt auf dem Trip und diese Idee mit dem weiter ernähren wie immer schon mit dem täglichen Chemie-Cocktail, kann ich jetzt einfach nicht mehr. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich Zucker, Fleisch und Mehl meide wie der Teufel das Weihwasser, aber ich habe drastisch reduziert und es gibt ja Alternativen wie Xylit, Stevia oder Kokosblütenzucker - wobei ich persönlich ja erstmal meine Vorräte an Ahornsirup aufgebraucht habe: Der ist jetzt nicht ganz optimal, aber besser als weißer Zucker. Außerdem muss man ja auch überlegen, wie es denn zu der Übersäuerung überhaupt gekommen ist. Abgesehen von nicht ganz optimalen Lebensmitteln wie Fleisch, Zucker und Weißmehl haben wir ja eine Menge chemische Produkte auf dem Speiseplan (z.B. Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Medikamente) und die übersäuern nicht nur den Körper, sondern machen auch den Darm kaputt. Zuerst wollte ich mit effektiven Mikroorganismen die schlechten von den guten Bakterien verdrängen lassen, habe dann aber gelesen, dass das ohne Darmsanierung erstmal sinnlos ist: Denn dann sausen die guten Bakterien nur so durch und siedeln sich nicht an. Außerdem habe ich von einer Apothekerin gehört, dass der Darm vieler Menschen regelrecht durchlöchert ist durch unsere "nicht-artgerechte" synthetische Ernährung. Deswegen habe ich mir folgende Reihenfolge ausgedacht, um meinen Körper wieder ins Lot zu bringen:

Schritt 1: Darmsanierung durch Flohsamenschalen und Heilerde (Zentrum der Gesundheit empfiehlt Bentonit / Walter Häge Zeolith)

Schritt 2: Die Löcher im Darm schließen, wobei ich die dreiteilige Reihe von symbioflor nehme, weil ich davon noch Fläschchen im Regal hatte - es soll aber auch ein gutes Produkt namens Synerga geben, wie man liest. Mehr Infos und wie man erkennt, ob man betroffen ist, gibt es hier:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/leaky-gut-syndrom.html

Schritt 3: Wochen später: effektive Mikroorganismen - so viele Arten und Stämme wie möglich, am Besten mit Kräutern durchsetzt. Da die EMs etwas zu essen haben wollen, sollte man auch prebiotische Lebensmittel essen oder z.B. das Nahrungsergänzungsmittel Inulin.

Schritt 4: (oder eher parallel) mineralstoffarmes, stilles Quellwasser ohne Kohlensäure trinken und Kräutertees (ich habe mir aus meinen Resten kunterbunte Mixtees aus Brennnessel, Löwenzahn und, und, und fabriziert - alles, was grün ist halt - es gibt aber auch spezielle Basentees)

Schritt 5: Ich habe mir ein Petersilienpflänzchen gekauft und knabber immer mal ein Blatt - ansonsten verseuche ich alle Salatsoßen mit getrockneter Petersilie, habe aber jetzt vergessen, wofür Petersilie noch mal gut war: Ich glaube für alles und was Petersilie nicht kann, kann Brennessel (habe mir da ein Tütchen aus den Pferdevorräten gemopst und verseuche die Salatsoße auch damit und staune, dass es schmeckt)

Schritt 6: 80-20-Formel oder auch: Ernährung auf 75 Prozent basische Lebensmittel zu 25 Prozent Lebensmitteln, die als Säure verstoffwechselt werden umstellen

Schritt 7: An manchen Tagen sündigen, was das Zeug hält - immerhin nehme ich ja jeden Tag Basentabletten und der Stoffwechsel soll auch brav weiter die Enzyme produzieren, die der Stoffwechsel braucht,um Fett zu verbrennen. Wer zu lange diätet, stellt seinen Körper auf Sparflamme und der Stoffwechsel fährt herunter - wäre ja doof, oder?

Schritt 8: Her mit den Basen - neben der Einnahme von Präparaten wie Sango Meereskoralle, Calciumhydrogencarbonat und Basentabletten helfen auch Basenbäder und basische Baumwollsocken über Nacht

Schritt 9: Ich mache jeden Morgen das Ölziehen bzw. Ölkauen zum Entgiften - müsst ihr mal googlen. Ich schaffe nie die 15 Minuten, die man mindestens soll, aber da das Öl danach nicht mehr klar, sondern gelb ist, wenn ich es ausspucke - findet es also anscheinend Gifte im Mund .... also entgifte ich so munter weiter, wenn auch zu kurz.

Schritt 10: Selbst denken und sich nicht mehr von Konzernen und deren Schergen manipulieren lassen. Ich bin über jemanden gestolpert, der Walter Häge heißt, zwei Herzinfakte hatte und dem gesagt wurde, dass er nur 1-2 Prozent Überlebenschance hätte. Der hat sich selbst geheilt und später jede Menge Tipps zur Selbstheilung auf einer Website zusammen gefasst .. da kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus:

www.selbstheilung-online.com/

Walter Häge hat auch einen Videokanal, wo er in verschiedenen Videos über die Heilmittel der Natur spricht:


Es gibt auch ein paar, wo er auf Youtube querdenken.tv ein Interview gibt (einfach bei youtube: "Ich entgifte mich" eingeben), wo ich es total spannend finde, wie negative Gedanken quasi Substanz gewinnen - das erklärt er echt toll und am Besten gefiel mir das Zitat, wie man mit Schulmedizin umgehen kann (bis auf Ausnahmen wie z.B. Chirugie etc.)

Einfach nur "Nein, danke" sagen, mehr muss man nicht tun (Walter Häge)

Wenn es Euch geht wie mir normalerweise und ihr so denkt wie ich bis vor zwei Wochen, dann kennt ihr bestimmt den Vorsatz: "Ich mache alles für meine Gesundheit, aber meine Ernährung ändere ich auf gar keinen Fall." Da ich vor Jahren das Rauchen aufgehört habe, fiel bei mir die Tage der Groschen, dass es auch bei der Ernährung Suchtfaktoren gibt. Man kann sich ein Leben ohne Alkohol, Drogen, Zigaretten, Zucker einfach nicht vorstellen. Aber da ich als Kettenraucher von heute auf morgen aufgehört habe zu rauchen und weiß, dass es bereits nach ein wenigen Tagen recht einfach ist und schon nach ein paar Wochen gar keine Sucht mehr da ist, kann ich Euch jetzt ... also 10 Tage nach Tag X sagen: Ist bei der Ernährungsumstellung auch nicht anders. 

Was eine Ernährungsumstellung bewirken kann bei Erkrankungen wie Glutenallergien und was sonst noch alles, seht ihr in folgendem Video (Ayurveda ist die indische Heilkunst):

 

Wenn ihr ein paar Ideen braucht, wie man sich "basenüberschüssig" ernähren kann und dabei trotzdem genießen wollt, dann müsst ihr nicht bis nach Indien denken, wenn ihr in der Küche steht. Mittelmeer reicht, denn die mediterrane Kost ist hervorragend geeignet, den Körper zu entsäuern:



Da Geschmack ja bekanntlich Geschmackssache ist, gibt es bestimmt viele Wege, sich gesünder zu ernähren, aber eine Devise habe ich in allen Lebenslagen (also nicht nur bei der Pferdeausbildung):

"Keep it natural" 

und natural ist das Gegenteil von künstlich = Chemie. Klar, einen gewissen Prozentsatz packt unser Körper sicher locker, aber dieses Übermaß, das klappt einfach nicht. Ist ungefähr so, als würde man jeden Tag beim Abwasch eine Tasse übrig lassen - ist ja erstmal nicht viel. Aber das mit dem Spüle-ich-morgen klappt nicht, weil dann auch wieder zu viel zu spülen ist und dann sind es schon zwei Tassen, 365 ungespülte Tassen im Jahr und den Rest könnt ihr selbst ausrechen, da komme ich ohne Taschenrechner nicht mehr mit ...

Donnerstag, 22. September 2016

Idgies Diagnose: Angeborener Leberschaden

Irgendwie schon traurig, dass man sich an die Tierärztekammer wenden muss, um zu erfahren, was die Blutwerte im 2. Anlauf (vergessen oder geronnen?) denn jetzt ergeben haben, aber eigentlich wussten wir ja von den schlechten Leberwerten. Zu wissen, warum Idgie gestorben ist, ändert ja nichts, aber ich wollte Euch wenigstens auf dem Laufenden halten: Idgie wurde mit einem Leberschaden geboren, der dazu führt, dass der Körper sich selbst vergiftet, weil Giftstoffe sozusagen an der Leber vorbei geleitet werden. Hier ein paar Links, was ein Lebershunt ist:

http://www.lebershunt.info/html/behandlung.html

Im Link oben steht, dass man das zwar über Diäten behandeln könne (wobei es bei Idgie ja ein sehr, sehr fortgeschrittenes Stadium war), aber eine reine Behandlung über die Diät dazu führt, dass die Hälfte der Hunde zehn Monate später dann doch eingeschläfert werden müssen. Was bleibt, ist also eine Operation, wo meine Recherchen ergeben haben, dass die Kosten hierfür um die 2.000 Euro sind, wenn der Shunt außerhalb der Leber ist. Ist der Shunt innerhalb der Leber wird es doppelt so teuer - wobei z.T. sogar zwei Operationen nötig sind, wie im folgenden Fallbeispiel:

https://lebershunt.wordpress.com/

Wenn man obiges Fallbeispiel liest, dann haben sowohl die Besitzer als auch der Yorkshire-Terrier, der ebenfalls am "Lebershunt" litt, einen langen, langen Leidensweg hinter sich, so dass ich froh bin, dass das Schicksal uns diesen Leidensweg erspart hat - zumal wir beim besten Willen die Kosten für diese OP auf keinen Fall hätten aufbringen können. Ich warte seit Jahren darauf, dass der Unfallverursacher mir Verdienstausfall zahlt und das Jobcenter lässt uns auch hängen: Beide Verfahren seit Jahren vor Gericht - daher haben wir nur das Einkommen von der Ranch, was für drei Leute nicht ganz reicht, so dass wir uns jeden Monat etwas mehr verschulden müssen - wenn man bedenkt, dass ich nach dem Autounfall ein Jahr arbeitsunfähig war, ist das eine reine Katastrophe.
Aber sei es drum: Im Nachhinein fällt es einem wie Schuppen von den Augen: Idgie wurde kaum stubenrein - nur halbwegs als sie kontinuierlich Zugang zum Garten hatte und selbst dann hat sie gelegentlich ins Haus gemacht. Sie wurde nicht läufig, das Wachstum war verzögert und in den letzten Wochen verweigerte sie oft die Nahrung und magerte auch ab - alles passt. In folgendem Link sind die Symptome noch mal detailliert aufgezählt und dort steht dann auch, dass zumindest ein angeborener Shunt IMMER operiert werden muss - bei erworbenenen bei älteren Hunden nicht.

http://www.praxis-am-dorney.de/63.html

Der behandelnde Tierarzt hat sich jetzt geäußert oder richtiger hat so drumherum geredet, dass er sich nicht äußern musste, was ich ihm natürlich nicht durchgehen lasse. Meine Antwort seht ihr mit Klick auf:

Sonntag, 18. September 2016

Bin ich nur ein Einzelfall? Janiks & meine Schulmedizin-Odysee

Im Themenmonat März hatte ich Euch meinen Sohn vorgestellt und wer es gelesen hat, der weiß, welche Kämpfe wir hinter uns haben, isbd. natürlich mit seinem Kindergarten. Wir sind damals aber auch von Arzt zu Arzt gefahren, um erstens zu erfahren, was es ist und zweitens die dann diagnostizierte unklare Muskelschwäche auch zu behandeln: Janik ist jetzt 19 und wir wissen immer noch nicht genau, was es ist. In der Zeit haben wir eine Menge gute Ärzte und auch Krankengymnasten kennengelernt, aber natürlich auch solche, die es sich leicht gemacht haben mit Sprüchen wie: "Das gibt sich, wenn er erstmal in der Pubertät ist." Nach wie vor erschreckend finde ich, dass der Kinderarzt - trotz regelmäßiger U-Untersuchungen - erst gemerkt hat, dass Janik stark sehbehindert war mit Dioptrien-Werten von weit über 6 und auf dem einen Augen nur 20 Prozent Sehkraft hatte, als er drei Jahre alt war - jetzt ist er wie gesagt 19 und hat mit Brille auf beiden Seiten und nach langjährigem therapeutischem Training 100 Prozent auf beiden Augen.
Als ich in Janiks Alter war, habe ich die Schulmedizin für einen Segen gehalten (was sie ja manchmal auch ist)  und wenn mir damals jemand kam, dass man eine Erkältung auch pflanzlich behandeln kann, habe ich ihn schallend ausgelacht. Ich war zwar selten erkältet, aber wenn es mal richtig heftig war, hatte ich auch keine Bedenken, diese Erkältung mit Antibiotika zu behandeln, wenn der Arzt das vorgeschlagen hat. Die Folgen dieser Leichtgläubigkeit kamen erst 20 - 30 Jahre später ans Licht, denn da hat dann mein Darm in Form einer Divertikullits gestreikt. Dreimal dürft ihr raten, womit diese behandelt wurde - ich denke, ihr wisst es schon: Mit Antibiotika und zwar gleich im Doppelpack - eines davon metallisch schmeckend und mit einer Wirkung, dass es einem erstmal wochenlang schlechter ging als vorher. Trotz Darmspiegelung mit der Divertikullitis-Diagnose hat der Arzt aber von einer Operation abgeraten und auf Eierstock getippt, denn da hatte der Ultraschall eine Zyste entdeckt und die sollte erstmal raus. Hat aber nichts gebracht: Die Schmerzen blieben und fast zwei Jahre nachdem die Beschwerden begonnen hatten, wurden mir nach dieser Odysee endlich 20 Zentimeter meines Dickdarms herausoperiert und mir ging es so weit besser - bis auf die Folgen der Unmengen an Chemie, die mein Körper verarbeiten musste und meine innere Stimme sagte mir: "Da ist was mit der Schilddrüse." Das habe ich meinem Arzt auf den Kopf zu gesagt - das haben die ja gar nicht gerne - und er hat Blut abgenommen: Schilddrüsenwerte im Normbereich. Mir ging es aber schlecht und dann habe ich den Arzt genervt, der war dann noch genervter und hat, damit ich endlich die Klappe halte, einen Ultraschall gemacht und tada, da war er mein Schilddrüsenknoten. Also sollte ich den radioaktiv entfernen lassen - noch mal in Großbuchstaben: RADIOAKTIV !!! Das fand ich doof, ihr wisst schon Hiroshima und Tschernobyl, aber ich hatte auch noch eine Reitbeteiligung, der man quasi die kompletten Schilddrüsen weggeschmolzen hatte, weil sie versehentlich zu lange in diesem radioaktiven Raum war. Also bin ich erstmal zur Uniklinik und habe getippt auf Unterfunktion und wurde erwartungsgemäß belächelt: "Gucken Sie mal: Ihr Hausarzt hat Ihnen doch Blut abgenommen und die Werte sind in Ordnung." Weil ich ja von Haus aus eine Nervensäge bin, habe ich nicht locker gelassen, bis die mir an der Uniklinik auch nochmal Blut abgenommen haben. Ich ab nach Hause, abends geht das Telefon und die Ärztin blafft mich an und behauptet, ich hätte Schilddrüsenhormone genommen, denn laut Blutwerten hätte ich eine gewaltige Überfunktion. Jetzt hatte ich endgültig den Kaffee auf und bin zu einer Ärztin, die nicht nur Schulmedizin studiert hatte, sondern auch Homöopathin ist und ihr werdet es nicht glauben: Ein paar Kügelchen und die Schilddrüse tat es wieder. Mir ging es wieder rundum wohl und alles war gut und was dann? Ja, dann fährt mir so ein Depp ins Auto mit den Folgen eines Schleudertraumas und einer posttraumatischen Belastungsstörung (von Letzerem erzähle ich HIER, weil ich ja die Panikattacke auf meinem Pferd hatte) und meine Homöopathin hat alles versucht, aber ich glaube, ich war innerlich so erschüttert, dass irgendetwas in mir alle Selbstheilungskräfte blockiert hatte: Da waren Todesängste und Schmerzen, die zum Teil so stark waren, dass ich heulend auf dem Sofa saß. Und wieder ging sie los: Die Ärzte und Therapeutenodyssee mit guten und schlechten ihrer Zunft. Nach vielen Fehlschlägen hat endlich etwas geholfen, was sich (glaube ich) Akupressur nennt. Verbessert mich, wenn ich Unsinn erzähle, aber der Osteopath meines Vertrauens hat kleine Kügelchen an mein Ohr geklebt, worauf ich eine derartige Erstverschlimmerung hatte, dass ich wieder die Wände hochging vor Schmerzen, aber dann waren die Kopfschmerzen schlagartig weg - zumindest solange, wie ich weder körperliche Arbeiten erledigte noch telefonierte (diese Armhaltung geht gar nicht). Bis dahin waren aber anderthalb Jahre vergangen und in der Zeit hatte ich mich mit Ibuprofen und Novalgin über Wasser gehalten. Dreimal dürft ihr raten, was Ibuprofen mit dem Körper anstellt? Genau, es zerstört die Darmflora - deswegen hatte meine Ärztin mir einen Magenschutz verschrieben: Pantroprazol und hier dürft ihr wieder raten, was das anstellt. Ganz genau: Macht auch die Darmflora kaputt. Aber mein Glauben an die Schulmedizin war so groß, dass ich all das erst erfahren haben, als ich mich während Idgies Krankheit und nach Idgies Tod Google rauf und runter gelesen hatte. Hier die Links, die ich gefunden habe - ich habe jede Menge Informationen auf allen möglichen Seiten gefunden, bin aber am Ende immer wieder beim "Zentrum-der-Gesundheit" gelandet und muss echt sagen, dass das die informativste Seite von allen ist.
Ich würde wirklich alles tun, um meinen kleinen Hund Idgie zurück zu bekommen und ich vermisse sie sehr, aber man muss in allem, was einem das Leben an Traurigem gibt, auch versuchen, das Positive zu finden. Für mich hat Idgies Tod Einiges ins Rollen gebracht und jetzt zu erfahren, dass mein Übergewicht wahrscheinlich nicht nur aus Fett resultiert, sondern auch aus Säureablagerungen im Bindegewebe besteht, ist irgendwie tröstlich. Ich habe heute angefangen, meine Ernährung umzustellen und wiege z.Zt. 77 kg (ich werde berichten, ob es funktioniert hat), auch habe ich heute mein erstes basisches Vollbad genommen, weil ich ein Buch gefunden habe, wo eine Frau schreibt, wie sie 30 Kilo abgenommen hat, ohne zu hungern, nachdem sie - wie fast alle Übergewichtigen - über Jahrzehnte, eine Diät nach der anderen ausprobiert hatte. Die Lösung war es, die Säure-Basen-Balance im Körper wiederherzustellen. Hier der Link zum Buch:


Und wo ich nun Feuer und Flamme bin fürs Thema Selbstheilung, fiel mir ein, dass ich in jungen Jahren, als ich noch keine Kinder hatte, Yoga betrieben hatte: Auch das habe ich in den letzten Wochen wieder angefangen. Einerseits mit Übungen aus der Erinnerung, aber andererseits hat der technische Fortschritt ja auch wirklich Vorteile und ich bin auf Youtube über Mady Morrison gestolpert, die Schritt-für-Schritt-Anleitungen à la "Yoga für Anfänger" anbietet:



Und dann habe ich zum Schluß noch eine richtig gute Nachricht. Ihr alle kennt ja bestimmt Leute, die können essen, was sie wollen: Sie bleiben Schlank. Das ist übrigens auch bei Mäusen so und man hat das untersucht: Die einen Mäuse hatten gute Bakterien im Darm und blieben schlank, die anderen hatten schlechte und wurden fett. Als dann die fetten Mäuse in den Genuss der guten Bakterien kamen, wurden sie schlank. Aber es gibt da leider einen kleinen Hahnenfuß: Die guten Bakterien (man kann sie auch effektive Mikroorganismen nennen), siedlen sich in einem kranken, übersäuerten und mit Kotresten verschmutzen Darm einfach nicht an, sondern fließen nutzlos durch. Also: Erst Darm sanieren, dann Mirkoorganismen einnehmen und wenn man das Ganze beschleunigen will, muss man selbst auf Pizza, Süßes & Co nicht komplett verzichten: Es reicht ein 80 : 20 Anteil von basischen Lebensmitteln zu saueren (basisch, z.B. Kartoffeln, Bananen, Oliven, Obst, Gemüse ... kurz: mediterrane Küche / sauer: z.B. Konservierungsmittel, Chemie, Süßigkeiten, kurz: Fast Food). 80-20 kommt mir so bekannt vor ... ach ja, richtig: Pat Parelli hat auch oft solche Mengenverhältnisse, wenn es ums Natural Horsemanship geht z.B. 80 Prozent positive Verstärkung und 20 Prozent negative Verstärkung, aber jetzt erstmal zum Link über den Mäuseversuch und dann noch ein empfehlenswertes EM-Präparat sowie Flohsamenschalen, Betonit, Bittersatz:



Mittwoch, 7. September 2016

Links zur natürlichen Entwurmung

Hallo Pferdeleute, wer mich auch von Youtube kennt, der weiß, dass ich immer mal Serien beginne, die ich kurz vor Ende zugunsten einer neuen Serie verschieben muß: Das tut mir natürlich leid, aber irgendwie mag ich als Querdenker strukturiertes Chaos auch irgendwie und habe jetzt spontan entschieden, dass ich mich im September zwar auf Youtube mit Spiritualität beschäftige, es hier im Blog im Monat September  ausschließlich um das Spannungsfeld zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde geht. Der Themenmonat zwischen Wissenschaft & Spiritualität findet aber trotzdem statt, aber dann eben im November - weil ich das zeitlich einfach nicht schaffe, weil wir ja Freitag früh zur German Open fahren und ich danach ja im Turnierblog auch Artikel darüber schreibe, wie es gelaufen ist. Dennoch hier schon mal die Playlist mit den Buchtipps zur Spiritualität, wo es jeden Dienstag im YT-Horsemanship-Kanal ein neues Video gibt:



Diese Reihe zum Pferdejungen habe ich vor einem halben Jahr gemacht und finde sie jetzt sehr, sehr passend:



Und hier das Booktube dazu, warum Idgie Idgie hieß (ich weiß die Bildqualität war grottig):





Im Zirkus- & Vlog-Kanal wiederholen wir bis Silvester die Welpenserie über Idgie und Stallkatze Noisy und es kommen noch bisher unveröffentlichte Videos hinzu.


  • Zitat aus Pferdedialog.de: Bis vor kurzem haben wir unsere Pferde regelmäßig zwei bis dreimal im Jahr entwurmt. Im Herbst gab es die „Große“, also auch gegen Bandwürmer – genau wie es seit Jahren von Tierärzten und in Pferdezeitschriften empfohlen wurde. In diesem Frühjahr kam nun unsere Stallbetreiberin auf die Einsteller zu mit dem Vorschalg, es einmal mit „selektiver Entwurmung“ zu versuchen: Von allen Pferden würde eine Kotprobe genommen, untersucht und nur die Pferde sollten entwurmt werden, bei denen die Zahl der Eier im Kot einen bestimmten Wert überschreitet. So wurde es gemacht. Das verblüffende Ergebnis: Von allen getesteten Pferden musste nur ein Einziges entwurmt werden! Und das, obwohl wir mit der Weidehygiene nicht gerade vorbildlich sind… Weiterlesen auf: http://pferdialog.de/wurmkuren-ueberflussig-neue-erkenntnisse/ In diesem Artikel finde ich ganz besonders folgende Frage interessant, ob die Natur inkompetent ist, isbd. vor dem Hintergrund, dass es Wurmkuren ja erst seit 30 Jahren gibt, Hunde & Pferde, aber seit Jahrmillionen auf der Welt sind - sollen wir wirklich alle Pferde mit Wurmkuren "vergiften", wo es doch nur bei ein Prozent (den kranken, schwachen Tieren) zu einem gesundheitsbedrohlichen Wurmbefall kommt?

Ist Euch schonmal aufgefallen, dass Menschen sehr viel seltener geimpft werden als Tiere, obwohl die Impfstoffe ja nicht anders sind. Und warum werden Tiere 4 x jährlich prophylaktisch entwurmt, Menschen aber nie, obwohl sie ja mit diesen Haustieren zusammen leben.
  • Obwohl bei Menschen die Chemiekeule nicht in dem immenen Ausmaß eingesetzt wird wie beim Tier, hat sich auch bei Menschen mittlerweile herausgestellt, dass Impfungen kritisch zu sehen ist, da jede Impfung ein Angriff aufs Immunsystem ist: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/schaedliche-impfungen-ia.html Auch beim Menschen sucht man Wege, um die selbstheilenden Kräft zu aktivieren: die Mind-Body-Technik.

Sonntag, 4. September 2016

Die Sache mit dem Geld

Link vorab: Das Geschäft mit 
der Hundegesundheit

Da mir eine wunderbare Tierärztin geholfen hat, die letzten Stunden für meinen kleinen Hund so schön wie möglich zu gestalten, will ich nun wirklich nicht die Schulmedizin verdammen - das wäre auch nicht gerecht. Eigentlich ist es eher so wie z.B. bei Pferdetrainern: Es gibt eben gute und schlechte Menschen und in jedem Berufsfeld eben auch Menschen, die aus der Not anderer noch versuchen, Geld zu schlagen.
Ich denke auch, dass das Problem nicht die Schulmedizin an sich ist, sondern einfach, dass chemische Medikamente einfach einen sehr gewissenhaften Umgang erfordern. Es sollte nur im Notfall gegeben werden und nur dann, wenn pflanzliche und natürliche Behandlungen wirklich nicht mehr helfen, so meine persönliche Meinung. Ich denke auch, dass viele Tierärzte das ganz ähnlich sehen wie ich: Ich habe ja - als Idgie im Koma lag - mit einigen telefoniert, wo ich durch und durch denke, dass der skrupellose Umgang mit Chemie nicht der Schulmedizin an sich angelastet werden sollte, sondern den Menschen, die sie mißbrauchen. Ich habe vor Jahren mal ein Buch von einer Tierärztin gelesen, dass "Hunde würden länger leben, wenn ..." heißt und die Thematik hat, dass es eben auch nicht wenige Tierärzte gibt, die nicht die Gesundheit, sondern eher die Krankheit fördern, weil ja die Krankheit den eigenen Lebensunterhalt sichert. Sie berichtet auch aus eigener Erfahrung, dass die Pharma- und Futtermittelkonzerne an die Tierärzte herantreten und dass es wohl Zuwendungen geben soll, wenn die Tierärzte Industriefutter an ihre vierbeinigen Patienten (bzw. deren Besitzer) verkaufen oder möglichst häufige Impfungen und Entwurmungen empfehlen, obwohl die Tiere dadurch systematisch vergiftet werden. Ich habe das Buch vor Jahren gelesen, weil auch Idgies Mutter Lucy eine Futterallergie hatte. Daher bin ich seitdem sehr kritisch in diesen Dingen und hätte es wirklich besser wissen sollen. Aber oft glaubt man diese Dinge eben erst, wenn man sie am eigenen Leib erlebt hat. Hätte es irgendeine Chance gegeben, dann hätte ich mir das Geld für Idgies Heilung zusammen geliehen und genau das werde ich auch tun, um die wunderbare Tierärztin für ihre großzügige Hilfe in höchster Not angemessen zu entlohnen. Soll heißen, dass ich das zahlen werde, was sie verlangt. Aber an dem Tag, als ich Idgie in die zweite Tierarzt-Praxis gebracht habe, damit sie nicht austrocknet, weil sie ja alles erbrach, habe ich das, was Dr. Jutta Ziegler in ihrem o.g. Buch schreibt am eigenen Leibe erlebt und erst jetzt realisiere ich wirklich, dass das, was sie schreibt und was von manchen als Verschwörungstheorie abgetan wird, die erschreckende Wahrheit ist (das Booktube betrifft das 1. Buch, aber die beiden anderen Titel klingen auch interessant).



Das Booktube zum 1. Buch erscheint im Laufe der Woche im 12-Oaks-TV-Turnierkanal:




Es gibt dazu auch eine DVD, die hier vorgestellt wird:



.. und andere Fallbeispiele:



Mehr zu diesem Geschäft mit Angst ist HIER zu lesen.

Im Andenken an Lucys Tochter Idgie wiederholen wir in unserem Vlog-Channel die Welpen- &Katzenserie (die ich ohnehin auf den neuen Kanal ziehen wollte und wenn nicht jetzt, wann dann?).




Hier im Blog und dem dazugehörigen Horsemanship-Kanal geht es um all das, was diese Woche des Schreckens in mir ausgelöst hat: All die furchtbaren Bilder, die ich nicht mehr aus dem Kopf bekomme, z.B. wie Idgie in die stationäre Behandlung sollte und mir regelrecht auf den Arm geklettert ist, als wolle sie sagen: "Lass mich nicht hier." oder beim Vorbehandler zugesehen zu haben, wie die für Idgie tödliche Spritze injiziert wird, ohne zu ahnen, was es ist und was es (besonders bei Hunde und noch mehr bei Collies) auslösen kann.
Wenn mir in der Stunde höchster Not über 150 Euro abgeknöpft werden (20 für Übernachtung, 40 fürs Labor) also 90 Euro für zehn Minuten Besprechung, wo es eigentlich nur um einen Kostenvoranschlag gehen sollte, stösst mir ein wenig übel auf, dass es Menschen gibt, die einen ganzen Tag arbeiten müssen, um eine solche Summe zu verdienen.
Wenn man sich dann die Rechnung anschaut und sieht, dass es für diese 10 Minuten alle möglichen Positionen gibt, damit die Summe auf den ersten Blick plausibel erscheint, dann wird einem echt flau im Magen. Ich will hier aber als Beispiel nur mal eine dieser zahlreichen Positionen nennen: Obwohl es nämlich je einen Betrag für Behandlung und verwendetes Material gibt, werden mehr als 20 Euro zusätzlich für das Setzen der Kanüle verlangt, mit der die Infusion ins Blut läuft.
Und dabei war ich am Vortag schon entsetzt gewesen, als der Vorbehandler für dieselbe Leistung 7 Euro in Rechnung gestellt hatte und als ich da mit jemandem drüber sprach, kriege ich doch tatsächlich zu hören: "Das ist aber üblich - das nehmen die alle." Leute: Nur weil es üblich ist, ist es aber noch lange nicht angemessen.
Das und noch ein paar andere Vorfälle sind der Grund, warum ich dem zweiten Tierarzt dann doch nicht vergeben kann und ihn der Tierärztekammer gemeldet habe.
Irgendwie bizarr ist dabei, dass die Idee mit der Tierärztekammer genau von der Person kam, die mir diesen Tierarzt vorher empfohlen hatte, weil er ihrem Dackel das Leben gerettet hatte. Dass er für dieses Leben-Retten 1.200 Euro kassiert hat, habe ich allerdings erst im Nachhinein erfahren. Wie die Tierärzte ihre überhöhten Preise glaubhaft machen, zeigt dieses Video.



 & dieser Link: Ausplünderung der Tierhalter durch Tierärzte, aber auch ein Positiv-Beispiel.

Weil ich finde, dass wir, wenn uns solche Dinge von Konzernen oder Göttern-in-Weiß widerfährt, das zumindest thematisieren sollten, hat das erste Video in Natural Horsemanship-Kanal den Titel:
Sollte man wirklich alles tun, um das Leben eines sterbenden Tieres möglichst lange zu erhalten und was steckt hinter dieser gesellschaftlichen Norm, die genau das verlangt?

Jede Menge Infos & Fallbeispiele gibt es hier: http://kritische-tiermedizin.de/ besonders passend zu meinem Blogbeitrag ist dieser Artikel: Mehr Transparenz und Ethik in der Tiermedizin



Mit Klick auf "WEITERLESEN" kommt ihr zum Wortlaut der Beschwerde an die Tierärztekammer - wie gestern natürlich ohne Namen zu nennen und auch mit Zweifeln, ob die Beschwerde etwas bringt, denn wie man HIER liest, sitzt die Tierärztekammer mit im Boot, wenn es um die Erhaltung dieser überhöhten Preise geht:

Samstag, 3. September 2016

Vergebung & ein Plädoyer fürs Bauchgefühl

Unser Abschied von Idgie in den August-News der Homepage

Dieses Bild hat mir eine liebe Freundin an meine Facebook-Chronik gepostet
Unsere kleine Idgie, die ihr im Themenmonat "Hunde- & Katzenwelpen" kennengelernt habt, ist leider vorgestern gestorben. Es ist nicht auszuschließen, dass sie einen für Collies typischen Gendefekt hatte und wegen einem tierärztlichen Behandlungsfehler gestorben ist, aber erwiesen ist das natürlich nicht und ich werde es auch nicht testen lassen, denn damit bekomme ich sie nicht zurück. Andererseits hat sie in den letzten Wochen schon abgebaut, wodurch nicht auszuschließen ist, dass ihre Leber schon vorher geschädigt war: Entweder wegen einer Vergiftung oder auch wegen eines angeborenen Organfehlers. 
Rational betrachtet, könnte man natürlich sagen, dass sie eine reele Überlebenschance gehabt hätte, wenn man ihr nicht auch noch das auch für Hunde ohne Gendefekt hochgiftige Wurmmittel für Schweine gegeben hätte. Das Mittel heißt Dectomax, hier die Packungsbeilage:

http://www.pharmazie.com/graphic/A/55/8-00355.pdf

Und so sehr ich mich im nachfolgenden Brief über die allererste Behandlerin aufrege, so muss ich doch eingestehen, dass alle Beteiligten irgendwann einen oder mehrere entscheidende Fehler gemacht haben - mich selbst eingeschlossen. Wenn ich mir vergeben will, muss ich das bei den anderen auch tun, denn Groll und Ärger würde spirituell gesehen noch mehr Unglück und Krankheit anziehen. Warum ich das so sehe, erzähle ich im Laufe dieses Themenmonats, wo es um Spiritualität gehen wird. Dennoch sei einmal erwähnt, dass im Bereich der Veterinärmedizin so einiges im Argen liegt:

Sinngemäßes Zitat: Warum gibt es immer mehr kranke Tiere, obwohl es so viele Medikamente gibt?

Dennoch muss ich bei der erstbehandelnden Notdienst-Tierärztin im Nachhinein eingestehen, dass sie der Lösung eigentlich am Allernächsten war, aber sich einfach nicht getraut hat, dieses Risiko einzugehen. Wie man es macht, ist es ja auch verkehrt und jedes Risiko, das man ausschließen möchte, begünstigt ein anderes. Da man hinterher immer schlauer ist, hätten wir natürlich sagen sollen: "Bitte sedieren und auf Fremdkörper untersuchen." Denn Tage später hat Idgie sich endlich von meiner Tochter im Maul untersuchen lassen und es war tatsächlich ein Fremdkörper zwischen ihren Zähnen - allerdings ohne Verletzung des Zahnfleisches, so dass weder die schlechten Leberwerte noch die Entzüdungswerte noch die Abmagerung durch diesen Fremdkörper erklärbar gewesen sind. Komisch ist zwar, dass die TA in der Sedierung ein Risiko sah, aber nicht darin einfach mal ohne Diagnose ein Schmerzmittel zu geben, aber ich muss auch mir selbst eingestehen, dass ich gegenüber meiner Tierheilpratikerin auch nicht den Mut hatte zu sagen: "Bitte, bitte, lass mich meinen eigenen Weg gehen. Im Herzen weiß ich, dass Idgie sowieso sterben muss und ich will nichts tun, um sie zu retten, sondern ich will eigentlich alles tun, um ihr einen schönen Tod zu geben." oder auch denkbar: "Ich würde ihre Selbstheilungskräfte aktivieren wollen, ohne Chemie und dann entscheidet die Natur". Man sagt so etwas schon deswegen nicht,weil ma das ja selbst nicht wahrhaben will und vor allem auch deswegen nicht, weil man soziale Ächtung fürchtet, wenn man nicht alles, aber auch wirklich alles fürs Tier versucht hat - und genau diese Trostworte kommen ja bei spätereren Beileidsbekundungen: "Aber du hast ja wirklich alles versucht", worauf ich jedes Mal geantwortet habe: "Das hätte ich besser nicht gemacht."
Als meine Tierheilpraktikerin zu mir sagte, dass Idgie stirbt, wenn ich nicht zum Tierarzt gehe, durchschoß mich der Gedanke, dass sie auf jeden Fall stirbt, denn ich hatte bereits Donnerstag vor einer Woche eine Vorahnung (oder war das vielleicht gar eine Warnung: Finger weg von Chemie?): Es war als hätte mich wirklich der Hauch des Todes berührt: Ich sah sie taumeln und dachte: "Sie hat es eben doch nicht geschafft und ich kann das akzeptieren." um sofort danach gegen diesen Gedanken innerlich Sturm zu laufen, mich selbst herzlos zu schimpfen und die ganze Nacht diesen Ohrwurm im Ohr zu haben, der mich dennoch beharrlich ans Unausweichliche erinnerte. 



Weil man es aber selbst einfach nicht ertragen kann, dass ein geliebtes Tier sterben soll, nimmt man das Bauchgefühl nicht ernst und schiebt es weg, weil man von seinem Umfeld nicht als "herzlos" empfunden werden will, wenn man sagen würde: "Ja genau, sie wird sterben."
Es ist ja auch so schwer, sein Bauchgefühl anderen gegenüber zu verteidigen, weil man das ja nicht mit Zahlen und Fakten beweisen kann, aber man weiß es einfach. Und wider besseren Wissens setzt man dann doch Himmel und Hölle in Bewegung und kämpft einen Kampf, den man nicht gewinnen kann. Erst dann, wenn das Unausweichliche dann eingetreten ist, weiß man, dass jede einzelne Entscheidung sich deswegen als Fehlentscheidung erwiesen hat, weil es Zeiten im Leben gibt, wo man nur Eines tun kann: Loslassen. Aber vielleicht sollte auch dieser unnötige Kampf einfach sein und war genauso unausweichlich wie Idgies Tod. Vielleicht hat beides die Botschaft, dass die Dinge ins Gleichgewicht kommen müssen: Denn ist es nicht erstaunlich, dass meine Tierheilpraktikerin mir mit vernünftigen Argumenten kommt, wo eine Schulmedizinerin (die 3. Behandlerin von der ich im folgenden Video erzähle) von Instinkt, Bauchgefühl und Homöopathie spricht? 



Vielleicht sollte auch das so sein, damit das Spannungsfeld Schulmedizin versus Naturheilkunde zumindest für mich ins Gleichgewicht kommt und ich beides sehen kann wie das Yin und Yang in fernöstlichen Kulturen: Als zwei Dinge, die man nicht trennen sollte oder wo die Antwort "Welches von beiden soll ich nehmen?" immer nur lauten kann: "Es kommt drauf an." so wie es ja in der Pferdeausbildung nach Natural Horsemanship-Prinzipien auch ist.
Hier möchte ich von ganzem Herzen meiner Tierheilpraktikerin Silja Klenk meinen Dank aussprechen: Sie hat uns eine Woche lang intensiv beigestanden und immer wieder nachgefragt, gegoogelt, Diagnosen hinterfragt, lange Telefonate mit mir geführt und wollte keinen einzigen Cent dafür haben; Sie hat sogar angeboten, mir Geld zu leihen für Idgies Behandlung. Es gibt eben doch noch gute Menschen auf der Welt und - wo wir beim Thema Vergebung sind: Auch der Tierarzt, den ich "Dr. X" nenne, hat ganz bestimmt nach besten Wissen und Gewissen gehandelt. Er ist einfach nicht auf die Idee gekommen, dass das Mittel Dectomax den kleinen Hund umbringen könnte oder dass es diesen MDR-1-Gendefekt (NICHT NUR BEI COLLIES) gibt. Wer hat schon solche immensen Gehirnkapazitäten, dass er nicht nur das komplette tiermedizinische Wissen abgespeichert hat? Und selbst, wenn man es mal gelernt hat - es gibt immer Hunderte von möglichen Diagnosen und man muss vielleicht auch einmal akzeptieren, dass es Dinge gibt, die man nicht weiß, weil das tiermedizinische Wissen so unendlich umfassend ist, dass ein einziger Mensch alleine, es gar nicht alles wissen kann oder bei den Unmengen an Informationen nicht mehr die Wesentlichen herausfiltern kann.
Mich hat alles, was passiert ist, vor allem Eines gelehrt: Das Unterbewusstsein hat viel mehr Wissen, als der Verstand, aber man kann es eben nicht erklären. Der bewusste Verstand argumentiert und kategorisiert mit einem Bruchteil des Wissens, was das Unterbewusstsein für uns abspeichert. Immer dann, wenn wir also das Gefühl haben nach Bauchgefühl zu handeln, dann greifen wir genau auf dieses Wissen zurück und genau damit befasst sich dieser Themenmonat. Wenn ihr jetzt auf WEITERLESEN klickt, kommt mein Brief an die erste Tierarzt-Praxis (Namen gelöscht):