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Das kennen wir ja vom ersten Teil.
Manchmal wünschte
ich mir daher, ich hätte vor 100 Jahren gelebt, denn damals durfte man
seine persönlichen Erlebnisse noch in Romanen erzählen, z.B.
Hermann Hesse, der in der Erzählung „Narziss und Goldmund" seine Erlebnisse im Kloster Maulbronn verarbeitete.
Wer heute dasselbe wagt, erntet
Entrüstung oder gar Verleumdung und das könnte Gründe haben: Denn
die Literatur hat schon immer für ein Umdenken im Volk gesorgt –
gerade im Volk der Dichter und Denker.
Kunst ist so unendlich wichtig
für den Widerstand, denn damit können wir Menschen ansprechen, die
wir mit harten Fakten eben nicht erreichen. Viele von uns wundern
sich seit der Coronakrise, dass sich so viele unserer Mitmenschen den nachweisbarenTatsachen verschließen. Aber sie verschließen sich nicht aus Böswilligkeit, sondern weil wir in einer traumatisierten Gesellschaft leben und auch gegen diese Tatsache verschließen sich die meisten - zumindest in Bezug auf sich selbst (Third-Person-Effect).