Sonntag, 9. September 2018

VOX Pferdeprofi Sandra Schneider & ihre Fälle Emmy Lou & Nero


Warum gibt es die Sendung "VOX-Pferdeprofis"? Und für wen soll das eigentlich sein? In Teil 1 ging es allgemein um die Sendung und die Elemente, mit denen offenbar ein gewisser Eindruck vermittelt werden soll. Teil 2 und 3 befassen sich nun mit einer bestimmten Folge – die Folge mit dem Connemara-Mix Hidalgo und der Stute Emmy Lou (Erstausstrahlung am 21.04.2018).

Emmy Lou, Galoppbuckeln und die Traumaerzählung

Sandras Fall wird in dieser Folge zur Kulisse ungefähr aller weiblichen Klischees. Los geht’s damit, dass der Kommentator uns darauf hinweist, dass Sandra heute einen Ausflug in die Englischreiterei macht. Ich habe ja noch nicht verstanden, welche Reiterei normalerweise ihre ist – per Ausschlussverfahren der Reitereien, in denen ich mich genau so viel auskenne, um zu erkennen, dass Frau Schneider sie nicht betreibt (Western, Englisch und Akademische Reitweise), bleibt vielleicht noch Gangpferdereiten, aber das scheint mir auch falsch. Nachdem wir nun wissen, dass wir in Bochum sind (Ganz kurz als Kind des Ruhrgebiets: Seht ihr? Es ist überhaupt nicht nur grau und hässlich hier!), erzählt uns Sandra in die Kamera, dass die Stute Emmy Lou „in ihrer frühen Jugend eigentlich eine erfolgreiche Karriere als Springpferd begonnen hat, jetzt aber gar nicht mehr so richtig reitbar ist.“ Nennt mich pingelig, aber das klingt doch fast als hätte Emmy Lou damals nach erfolgreich abgeschlossenem Remonte-Abi beschlossen Springpferd auf Bachelor zu studieren. Was heißt in ihrer frühen Jugend? Da wären vielleicht mal genauere Angaben sinnvoll. Und soll das jetzt sowas werden wie: Sie hatte eine großartige Karriere als Ballett-Tänzerin vor sich, aber dann kam da dieser Unfall und jetzt kämpft sie sich zurück?